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Gedichte

Chapter 54: Bitte.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Bitte.

Du sollst nicht wähnen, daß mein Denken
Sich frei im reinen Lichte wiegt,
Daß über jegliche Versuchung
In mir ein starker Wille siegt.
Ich bin zu dir, o Kind, gekommen,
Um dir ins süße Angesicht
Mit treuen Worten zu bekennen,
Was mir an hohem Wert gebricht.
Und wenn ich alles dir bekenne,
Dann bebe nicht mehr stumm zurück,
Als träfe dich in meiner Liebe
Ein ewig unverdientes Glück.
Vielmehr, wenn still aus meinen Augen
Ein Tropfen rinnt auf deine Hand,
So denke, daß in deinen Armen
Ein irrend Herz den Frieden fand.