Süßer Wahn.
Und kommst du an mein Sterbebett,
Geliebter mein,
Dein Kommen ist wie früh am Tag
Der Morgenschein.
Da sinkt die Nacht, die lastend mir
Das Hirn zerquält,
In der die Stunden ich so oft,
So bang gezählt,
Da schwere, heiße Träume nur
Das Dunkel wob
Und nur der Sorge Seufzer mir
Den Busen hob. —
Nun lächelst du in heiliger Lieb’ —
O sieh mich an!
Ein Glaube kinderfromm und schön
Erhebt mich dann.
Mir ist, als ob des Todes Macht
Vor dir zerbricht —
Leg deine Hand mir still aufs Herz,
Dann sterb ich nicht. —