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Gedichte

Chapter 63: Genügen.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Genügen.

Wie trüg’ ich wohl ein Fernverlangen,
Da hier der Tag in Rosen blüht,
Die Sonne mich erweckt mit Prangen
Und mir am Abend sanft verglüht?
Vom Garten schon in früher Stunde
Herüberträgt der Morgenwind
Ein Lied aus froher Kinder Munde —
Wie singt so hell mein eig’nes Kind!
Der Mittagsruf klingt durch die Saaten.
Wie Arbeit Stirn und Hände bräunt!
Es winkt, vom Werk sich zu beraten,
Zum Heimweg mir ein ernster Freund.
Wie trüg’ ich wohl ein Fernverlangen,
Da du mein Rebenhaus bewohnst
Und mir mit liebendem Umfangen
Am Abend jede Mühe lohnst?
Beseligt von des Tags Geschenken,
Genieß ich sein in später Ruh’.
Ein letztes, leises Überdenken —
Und träumend fällt die Wimper zu. —