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Gedichte

Chapter 69: Zuflucht.
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About This Book

Die Sammlung versammelt lyrische und erzählende Gedichte, geordnet in thematische Abschnitte: Balladen und Erzählgedichte, Naturlyrik, junge Liebe, Weib und Heim, Kindheit und Frohsinn, Betrachtungen über Leben, Leiden und Tod, Vaterlandslieder, Reflexionen über Kunst und Dichter, religiöse und philosophische Gesänge, Sprüche sowie satirische und belehrende Stücke. Die Verse reichen von dramatischen Seefahrerballaden und erzählenden Stücken bis zu intimen Liebesliedern, pastoralen Beobachtungen, elegischen Betrachtungen und scharfen Gesellschaftskritiken, verbinden formale Vielfalt mit wiederkehrenden Motiven wie Natur, Erinnerung, moralischem Fragen und nationalem Empfinden.

Zuflucht.

Nach wilder, hetzender Gedankenfahrt
Kehr’ abends ich zurück in deine Arme,
Die Augen müd’ vom heißen Tageslicht,
Die Seele voll von ungestilltem Harme.
Und wieder fuhr ich früh am Morgen aus;
Die Hoffnung wehte stark und frisch vom Lande —
Und wieder bring ich kaum mich selbst zurück,
Und wieder liegt mein Boot zerschellt am Strande.
Mir logen um die Wette Meer und Wind;
Mir log ein Stern — ein leuchtender Gedanke! —
Um mich zu retten aus der Zweifel Wut,
Umkrallt’ ich meinen Trotz — die letzte Planke.
Und nur bei dir kein Zweifel! Denn gewiß:
Du wünschtest mich zurück mit Angst und Sehnen;
Und lieg’ ich einmal still und bleich am Strand,
Gewiß: du netzest mich mit reichen Tränen.
Nur hier ein Port, ein Hort, ein Ankergrund,
Ein Licht, das ruft! Durch Schlamm- und Schaumgestiebe!
Bei Menschenkindern suche Bessres nicht
Als eines starken Weibes ganze Liebe.