Zuflucht.
Nach wilder, hetzender Gedankenfahrt
Kehr’ abends ich zurück in deine Arme,
Die Augen müd’ vom heißen Tageslicht,
Die Seele voll von ungestilltem Harme.
Und wieder fuhr ich früh am Morgen aus;
Die Hoffnung wehte stark und frisch vom Lande —
Und wieder bring ich kaum mich selbst zurück,
Und wieder liegt mein Boot zerschellt am Strande.
Mir logen um die Wette Meer und Wind;
Mir log ein Stern — ein leuchtender Gedanke! —
Um mich zu retten aus der Zweifel Wut,
Umkrallt’ ich meinen Trotz — die letzte Planke.
Und nur bei dir kein Zweifel! Denn gewiß:
Du wünschtest mich zurück mit Angst und Sehnen;
Und lieg’ ich einmal still und bleich am Strand,
Gewiß: du netzest mich mit reichen Tränen.
Nur hier ein Port, ein Hort, ein Ankergrund,
Ein Licht, das ruft! Durch Schlamm- und Schaumgestiebe!
Bei Menschenkindern suche Bessres nicht
Als eines starken Weibes ganze Liebe.