Tom Biel.
Das war Tom Biel der Kapitän.
Seine Mannschaft die wollte doch mal sehn,
Was sie durch Drohung von ihm erreiche,
Und ob sie den harten Schädel erweiche.
Sie setzten auf hoher See ihm das Messer
Glattweg an die Kehle, die braven Erpresser.
„Halbe Arbeit und doppelten Lohn!“
Das war die erste Position.
Tom bat sie freundlich, weiterzureden.
„Ja, hundert Mark Extravergütung für jeden!“
„Un denn?“ fragt Tommy, ohne zu plinken.
„Ja, besseres Essen un mehr zu trinken!“
„Un denn?“ fragt Tom und beguckt seine Hosen.
„Ja,“ schreien sie da mit wildem Erbosen,
„Hier soll nich ümmer bloß einer befehlen!
Wir wollen einen Ausschuß wählen,
Un der soll das Kommando führen!
Wir lassen uns nich mehr terrorisieren!“
„Un denn?“ fragt Tom und fängt eine Motte.
„Das is allens“, meint da der Führer der Rotte.
„Un wenn Sie das nich bewill’gen, Kaptein,
Denn ßtellen wir die Arbeit ein!“
„Un denn?“ fragt Tommy mit Augen wie’n Kind.
„Djä, denn versupt wi, so as wi hier sünd!“
Stumm langt Tom Biel in seinen Sakko;
Da hat er stets einen starken Tobakko.
Eine Brasil, schwarz, saftig und dick,
Holt er hervor mit liebendem Blick;
Der schneidet er sorglich die Spitze ab,
Setzt sie mit einem Zündholz in Trab
Und achtet darauf, daß sie brennt bis zum Rand;
Denn die Hauptsache ist: gleichmäßiger Brand!
Fächelt den Duft sich unter die Nase
Und sagt mit dem Gegenteil von Ekstase — —
— Ja ja, was sagt er?! — Er sagt nicht viel:
„Na, denn versupt wi“, sagt Tom Biel.
Er wollte wohl; aber sie wollten nicht.
Sie kehrten zurück zu ihrer Pflicht.