Apologie.
Wohl werden manche meine Lieder schelten,
Weil oft sie in des Friedens weichen Tönen
Der Liebe Glück mit hohem Preise krönen;
Doch laß ich’s meine Muse nicht entgelten.
Oh, möchte ihre Huld mir Lieder schenken,
Die dich, mein Lieb, für alle Zeiten preisen;
Wohl acht ich’s wert, in gotterfüllten Weisen
Solch eines Weibes jubelnd zu gedenken.
Einst mag sich wohl zu meinen Liedern wenden
Ein krankes Herz, das diese Welt verachtet,
Weil Menschen es mit Grimm und Gram umnachtet
Und ihm sein Glück zerstört mit rohen Händen.
Mir ahnt, wie manch ein Herz, das so gelitten,
Sich neu im Glauben an die Menschheit weite,
Wenn ich ihm künde, daß an meiner Seite
Ein Engel durch dies Erdental geschritten.