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Gesammelte Schriften von Marie von Ebner-Eschenbach (1/10) cover

Gesammelte Schriften von Marie von Ebner-Eschenbach (1/10)

Chapter 32: Werthbestimmung.
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Credits: Richard Illner and the Online Distributed Proofreading Team at https: //www. pgdp. net (This file was produced from images generously made available by The Internet Archive)

Werthbestimmung.

In einen mit Kreuzern gefüllten Sack gerieth zufällig einmal ein Dukaten. Nachdem er einige Zeit bei ihnen geweilt hatte, sagten sie: »Wir müssen unserem Gastfreunde einen Rang anweisen, laßt uns denn zuvor seinen Werth bestimmen.«

Die alten, die Patinirten, traten zusammen, beriethen lange und brachten es endlich zu dem Vorschlage:

»Der gelbe Bursche ist zwar schwächlich, doch beantragen wir, ihn um seines hellen Klanges und seiner feinen Legirung willen ebenso viel gelten zu lassen, wie Unsereinen.«

»Von Meinesgleichen werde ich höher gehalten,« wagte der Dukaten einzuwenden, und sogleich brachen die neuen, blanken Kreuzer, die schon über den Vorschlag der alten gemurrt hatten, in einen Sturm des Unwillens aus.

»Was geht uns an, wie Deinesgleichen Dich schätzen,« riefen sie. »Im Kupferlande gilt das Gold ein für allemal — nichts.«

Das wurde zum Gesetz erhoben.