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Geschichten aus Steiermark

Chapter 25: Ein Kind Gottes.
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About This Book

A series of short narratives and sketches set among remote Styrian mountain communities, portraying everyday life, local customs, folk beliefs, and encounters with nature and the uncanny. The tales vary in tone from humorous village anecdotes to somber reckonings with loss and hardship, and often weave legend and superstition into domestic scenes. Emphasis falls on landscape, social relations, and vernacular color, with close observation and plainspoken narration that highlight how people endure harsh surroundings, preserve traditions, and respond to fate.

Ein Kind Gottes.

In der steirischen Gemeinde Hollersbach lebte eine arme Witwe. Sie hatte aber zwei Besitztümer: ein teures Grab auf dem Kirchhof und ein liebes Kind zu Hause. Im Grabe schlief ihr Gatte, der noch gern länger gelebt hätte, was für das Weib ein gutes Zeugnis ist. Und der kleine, muntere, sechsjährige Franz war es, der einen ganzen Regenbogen von Liebe, Sorge, Glück, Angst, Mut, Schmerz und Hoffnung um das Mutterherz legte.

Da kam eines Tages der Gemeindediener ins Haus, der hatte das Gesetz bei sich und das Gesetz sagte zur armen Frau: »Ich bin da um den Franz. Er gehört nicht mehr dir allein, er gehört jetzt auch mir.«

»Wieso das?« fragte die Mutter, »er kann doch nicht Soldat sein, er ist erst sechs Jahre alt.«

»Darum muß er mit mir,« sagte das Gesetz, »ich führe ihn in die Schule.«

Auf solche Weise hatte sich der Staat eingemischt. Der kleine Franzl ging jeden Tag hinab nach Hollersbach in die Schule und die Mutter an ihrem einsamen Nähtisch schaute wohl hundertmal des Tages zum Fenster hinaus, bis endlich der Kleine mit seinem schwarzglänzenden Täschchen und seinen roten Wänglein den Berg heraufkam, allerlei Ergötzliches von der Schule erzählte, und einen großen Hunger hatte.

Anfangs war er von den Kameraden geneckt worden; weil er sich aber nichts daraus machte, sondern selber mittat, sich über sich lustig zu machen, gewannen sie ihn lieb, ließen von ihm ihre Aufgaben schreiben und einsagen, wenn sie geprüft wurden. Einmal war dem Schullehrer, als er sich auf seinen Stuhl setzte, unter den Beinen ein Knallkügelchen geplatzt. Da war Aufruhr: Wer hat's getan? Niemand will's getan haben. Gut, sie werden in der Schule bleiben bis spät abends, alle! Einzelne Hascherln heben zu weinen an, denn sie möchten heim zur Mutter. Da steht der Franzl auf und sagt, er hätte das Knallkügelchen gelegt. Der Lehrer blickt ihn ernst an: »So wirst du bleiben!« Als der Franzl denn nach der Unterrichtsstunde allein im Schulzimmer bei seinem Evangeliumbuch saß, trat der Lehrer zu ihm und sagte: »Du weißt es, warum du hier sitzest, der Unwahrheit wegen, die du gesprochen. Du hast die Knallkugel nicht gelegt!« Da bat der Kleine weinend um Verzeihung; der Lehrer strich ihm das Haar und sagte: »O, Kind Gottes, es war ja nicht so schlimm gemeint. Geh heim!«

Eines Tages, als seine Mutter wieder zum Fenster ausblickte, nach ihrem Bübel, trat statt seiner der Pfarrer ins Haus der Witwe, und nachdem er sich eine Weile den Schweiß vom Gesicht gewischt, auch über den heißen Tag und den steilen Berg gesprochen hatte, sagte er: »Eures Knaben wegen bin ich da. Der kommt Euch heute nicht heim.«

»Um Gottes willen!« fuhr die Mutter erschrocken auf.

»Es ist nicht so schlimm,« sagte der Pfarrer. »Mein Kaplan hatte nach der Schule einen Versehgang zum schwerkranken Donnersberger hinüber, und da nahm er den Franzl als Ministranten mit, daß er ihm die Laterne und das Glöckel trage. 's ist von den Buben keiner so zu brauchen als der Franzl und er ist auch recht gern gegangen. Bis sie zurückkehren, wird's finster sein, da soll er im Pfarrhof schlafen und ist morgen früh gleich bei der Schule.«

»Das wär' alles recht,« meinte die Mutter, »wenn er nur das Nachthemdel unten hätt'!«

»Das Nachthemdel will ich schon mit hinabnehmen,« meinte der Pfarrer, »und meine Wirtschafterin soll ihn hegen und pflegen; er wird keine Not leiden.«

»Ist auch keine Kümmernis deswegen,« antwortete sie, »wenn er mir nur morgen beizeiten heimkommt.«

»Frau Rathel,« sagte der Pfarrer, nachdem er sich behäbig an den Tisch gesetzt hatte. »Weil wir schon sprechen davon, ich bin ja doch nicht so ganz zufällig da — ich meine den Franzl, den sollt Ihr mir halt schenken.«

»Wieso?« fragte die Näherin und blickte mit großen Augen drein.

»Seit der Hifelbub aus der Schule getreten ist und daheim arbeiten muß, fehlt mir ein Ministrant. Der Franzl ist anschicksam, flink und hat ein frommes Herz. Lasset ihn einen Engel sein am Altare des Herrn!«

Die Mutter schwieg.

»Die paar lateinischen Formeln,« fuhr der Pfarrer fort, »hat er jetzt schon weg. Um ein halbes Stündel früher aufstehen wird er müssen als sonst, kann aber auch im Pfarrhof unten übernachten. Für jede Messe zwei Kreuzer bekommt er, an Sonn- und Feiertagen deren vier, in einem Jahr macht's etwas. Und wer weiß, ob er nicht weiter kommt, der Schullehrer sagt, er wäre der Talentierteste im ganzen Jahrgang.«

Die Näherin entgegnete nun mit leiser Stimme: »Mich gefreut's wohl, Herr Pfarrer, mich gefreut's. Ich sehe es schon, er wächst mir früh hinaus aus meinem Häusel.«

»'s ist ein Knabe,« sagte der Pfarrer.

Eine Woche später, als für den verstorbenen Donnersberger der Trauergottesdienst gehalten wurde, trippelte der kleine Franzl schon in einem weißen Chorröcklein an den Stufen des Altars auf und nieder und bediente den Priester. Die Mutter saß in ihrem Kirchenstuhl, und als sie ihr Kind so erblickte, das rundwangige und blauäugige frische Knäblein in geistlichem Gewande, da gab's ihr einen Stich im Herzen, sie wußte nicht warum.

Nach dem Gottesdienst hüpfte der Kleine seiner Mutter zu und teilte ihr mit, der Herr Pfarrer habe gesagt, daß sie alsogleich beide in den Pfarrhof gehen müßten. Im Pfarrhof gab's Kaffee, die Wirtschafterin lobte den lieben, folgsamen Knaben, der Pfarrer setzte sich auch her, entfaltete ein Papier und sagte, er habe der Frau Rathel etwas Erfreuliches mitzuteilen. Der verstorbene Donnersberger, dessen Seele heute dem Herrn empfohlen worden, habe in seinem Testamente eine Summe verordnet, daß ein Knabe aus der Pfarre Hollersbach auf Geistlich studieren könne. Ihm, dem Pfarrer, sei es anheimgestellt, das Mittel dem dafür geeigneten Jungen zuzuwenden. Wenn er heute Umschau halte in der Gemeinde, so sehe er lauter Rangen und nur ein einziges Bübel, das ihm auserwählt erscheine für den heiligen Beruf. Er brauche es nicht zu nennen, frage aber die Frau Rathel, ob sie einverstanden sein würde?

»Wenn Gottes Willen,« entgegnete die Frau, »es ist noch lange Zeit.«

Unterwegs nach Hause erzählte der Kleine seiner Mutter allerhand Merkwürdiges. Der Herr Kaplan habe ihm einmal die heilige Messe erklärt, und da habe er, der Franzl, heute bei der Wandlung gesehen, wie vom Kreuze Jesu herab ein heller Blutbrunnen in den Kelch geronnen sei, den der Herr Pfarrer emporgehalten. Und beim Agnus dei habe er den verstorbenen Donnersberger im Fegefeuer wimmern gehört, da sei vom Kelch ein Tropfen Blut hinabgeflossen und da hätte der Donnersberger gesagt: Vergelt's Gott, jetzt ist es gut. — Die Mutter schlug ihre Hände zusammen und rief: »Kind, wie kommst du mir vor!« Um ihn auf andere Gedanken zu bringen, fragte sie nach den Kreuzern, die er sich bei dem heutigen Ministrieren doch erworben habe. Der Franzl hielt seine kleinen Hände mit den ausgespreizten Fingern her und sagte: »Ich hab' sie nicht!«

Als der Kleine auch in folgenden Tagen nicht einen Pfennig nach Hause brachte und die Mutter darüber nachzuforschen begann, stellte es sich heraus, daß der Knabe nach der Messe seine Kreuzer allemal einem Krüppel schenkte, der an der Kirchhofsmauer saß. Die Mutter hatte nichts dagegen, er ist Eigentümer seines Erwerbes, und wenn ihm das Almosengeben besser schmeckt als Kandiszucker, den er sich sonst beim Krämer kaufen könnte, so ist das ja keine üble Gewohnheit. Nun wurde es aber bekannt unter den Bettlern, daß zu Hollersbach ein kleiner Ministrant sei, der allemal nach der Messe seinen Säckel ausleere, was auch anderen Kirchenbesuchern ein gutes Beispiel sei, und jetzt sah man am Kirchhofstor stets eine ganze Reihe Armer: Blinde, Einhänder, Lahme, Stumme und sonstige Bresthafte aller Art, so daß der Herr Pfarrer einmal sagte: »Wer in den Himmel fahren will, hier gibt's Vorspann!« Die alten Bauern und die Weiber gaben mit auffallender Miene Almosen, der kleine Franzl wand sich unter den Füßen hin und steckte seine Kreuzer heimlich dem erstbesten Bettler zu.

Allmählich fiel es der Frau Rathel auf, daß der Knabe bei Tische nicht mehr so frisch zugriff, wie sonst, und daß er gern bat, sie möchte ihm den Rest seines Kuchens oder Fleischstückchens in ein Papier schlagen und in seinen Schulsack stecken. In der Schule war nämlich ein armes Mädchen, eine Waise, die immer so traurig dreinschaute, wenn andere an ihren Backwerken knusperten; diesem Kinde trug der kleine Franzl seine Sachen zu. Dabei wurde aber sein Gesichtlein nicht runder und die Wangen waren wie Äpfel, aber nicht mehr wie rote, sondern wie weiße. Wenn er des Nachts in seinem Bettchen schlief, da saß die Mutter oft neben ihm und hatte Sorgen, denn sein Schlaf war unruhig und der Knabe hielt allerhand Selbstgespräche. Er redete zu Gott, zur lieben Frau und bat sie um Nahrung für die Hungernden, um Kleider für die Frierenden und um eine lange Leiter, daß das arme Waisenmädchen von der Schule zu ihren Eltern in den Himmel steigen könne. Dann rief er manchmal laut: »Dominus vobiscum!« oder »Deo gratias«.

Da dachte sich Frau Rathel: Es wird Zeit sein, daß ich ihn vom Altare wegnehme. — Aber eine andere Stimme in ihr sagte: Was soll dieses Kind in der Welt? Wie soll es den Kampf ums Leben ringen, es hat ja die Wundmale an den Händen. Die Welt höhnt ihn, quält ihn, erschlägt ihn. Im Kreise des Altars läßt's sich besser träumen, schwärmen und ewig ein Kind sein.

Wenn der Franzl dann erwachte und die Mutter in Kummer fand, legte er ihr seine kleinen Arme um den Nacken und sagte: »Mutterl, ich hab' dich lieb! Und im Himmel oben wird's erst lustig sein.«

»Du bist noch jung, mein Kind,« entgegnete da die Mutter. »Du solltest doch eher an die Erde denken, als an den Himmel.«

»Ja, Mutter,« antwortete er, »wenn ich gestorben bin, sollen sie mich neben den Vater begraben.«

In ihrer Betrübnis wendete sich die Frau an den Pfarrer.

»Es ist seltsam,« sagte dieser, »ich würde es auch lieber sehen, wenn der Junge auf den Bäumen und Zäunen umherklettern, Vogelnester suchen oder scharf mit Kameraden sich balgen wollte, wie wir anderen es in unserer Jugend getrieben. Ich habe meinem Kaplan schon aufgetragen, daß er mit dem Knaben jedes religiöse Gespräch vermeide, wir wollen ihn auch für ein Weilchen vom Altar weg tun, der Altar verzehrt ihn. Er ist ein Kind Gottes. Wir wollen einstweilen aber keinen Heiligen aus ihm machen, sondern seine körperliche Gesundheit zu fördern suchen.« So sprach der würdige Pfarrer.

Als dem Knaben mitgeteilt wurde, daß er des Morgens statt in die Kirche mit des Nachbarn Knaben über die Wiesen und Auen laufen dürfe — denn es waren die Schulferien, hub er zu weinen an und weinte im Bettlein still vor sich hin. Am nächsten Morgen ging er wieder hinab zur Kirche, streifte sich in der Sakristei den Chorrock an und schritt dem Priester voran zum Altar.

Am Festtage Allerheiligen war's, als der kleine Franzl nach dem Gottesdienst wieder seine Kreuzer verteilt hatte und dann gegen das Häuschen seiner Mutter hinaufging, daß ihm im Schachen ein fremdes Weib mit kohlschwarzem niederhängenden Haar begegnete; es hatte an der Brust ein kleines Kind, es ging auf den Franzl zu, nahm ihn an der Hand und sagte in einer ganz fremdartigen Aussprache, die nicht wiederzugeben ist: »Ich weiß schon von dir. Mir hat es in dieser Nacht mein Schutzengel erzählt, daß du kommen und uns helfen wirst. Geh mit. Geh mit.«

Sie zerrte den Knaben mit sich fort zwischen Strauchwerk hin, in die Waldschlucht hinab, wo ein rauschendes Wasser und neben demselben ein kümmerlicher Fahrweg war. Auf diesem Fahrweg stand ein Karren, der über sich eine weiße Plache als Dach gespannt hatte. Statt eines Pferdes war ein brauner, bärtiger Geselle vorgespannt und unter der Plachendecke wälzten sich halbnackte Kinder durcheinander.

»Wir sind arme Leute,« sagte nun das Weib, auf solche Familie deutend, »und du sollst uns etwas schenken.«

Der Franzl nahm sein grünes Hütlein vom Kopf, hielt es hin und sagte: »Da!«

Sie nahm den Hut, warf ihn in den Karren und die Kinder balgten sich drum. »Da sind arme Würmer drinnen,« fuhr das Weib fort, »sie verkommen vor Frost.«

Der Franzl zog sein Röckel aus und gab es hin. Das Weib warf es in den Karren. »Ein Knäblein habe ich,« fuhr sie fort, »es ist so fromm wie das Jesukind und die Füße sind ihm ganz und gar erfroren.«

Der Franzl setzte sich eilig auf einen Baumstock, riemte seine Schuhe auf, zog sie aus und gab sie hin. Das Weib warf sie in den Karren und die Brut darin raufte sich um die Kleidungsstücke.

»Mein Jesukind,« fuhr das Weib fort, »liegt auf dem Stroh krank dahin und hat keine Decke, kein Beinkleid, kein Hemd.«

Jetzt sprang der braune Mann herbei, bedrohte das Weib und schrie dem Franzl zu, er solle sich davonmachen.

Frau Rathel war überaus erschrocken, als der Knabe barfuß, ohne Rock und Hut nach Hause kam und mit strahlendem Auge erzählte, er hätte unten in der Schlucht die heilige Familie gefunden.

Die »heilige Familie« wurde zwar schon an demselben Tage eingezogen, dem Franzl wurden vom Gemeindevorstand Hut, Rock und Schuhe zugestellt, aber er zog sie nicht mehr an. Durch die Erkältung an jenem Spätherbsttage fiel er in der nächsten Nacht in Fieber. Am folgenden Tag kam der Arzt und fand eine Lungenentzündung. Der Knabe hatte wieder rote Wangen, wie schon seit lange nicht mehr, er sang auch — gleichwohl mit sehr kurzem Atem — lustige Kinderlieder und wollte immer aus dem Bette, um ein Reh zu fangen, das in der Stube umherlief. Heiterer Mutwillen war in seinen Fieberphantasien und der Arzt sagte zur Mutter, wenn die Krisis glücklich überwunden werde, so sei es wahrscheinlich, daß die krankhafte Schwärmerei ein Ende hätte und das Geistesleben des Knaben eine andere Richtung nehme.

Am fünften Tag hatte der Knabe unter Geschrei und Gelächter das lose Reh erwischt, mit beiden Armen hielt er das Kopfkissen fest und verlangte von der Mutter, daß sie dem ungebärdigen Tiere die Füße binde. Bald darauf fiel er dahin. Im Halbschlummer lag er ruhig da, manchmal im Gesicht totenblaß, dann wieder brennend rot. Einmal schlug er die Augen auf, hob das hagere Händchen ein wenig gegen seine Mutter, die unausgesetzt in heißer Angst, aber klaglos, an seinem Lager war. Er lächelte auf sie hin und hauchte: »Mutter!«

Dann schlummerte er ein — und ist nicht mehr erwacht.

Zwei Tage später, als sie das Särglein hinabtrugen nach Hollersbach, stand am Kirchtor der Pfarrer und deutete mit dem Arm, sie sollten es in die Kirche tragen. Und als der kleine Sarg drinnen stand vor den Stufen des Altars, an denen der Franzl im kindlichen Dienste des Herrn auf- und niedergestiegen war, las der Pfarrer die Messe. Bei dem Offertorium, als er sich gegen das Volk wandte mit dem Spruch: »Dominus vobiscum« und das helle Stimmlein nicht mehr beisetzte: »Et cum spiritu tuo!« sah man, wie dem alten Mann eine Träne über die Wange lief.

Als sie nach dem Gottesdienst den Sarg aus der Kirche gegen den Friedhof trugen, war das Tor dicht besetzt von armen Leuten, die sich jetzt dem Zuge anschlossen und beteten.

Frau Rathel blickte hinab ins tiefe Gräblein, an dessen einer Wand das Brett von der Truhe ihres Mannes zu sehen war; so nahe wurde nun der Franzl zu seinem Vater gelegt. Die Frau starrte stumm, klaglos, gebetlos, trockenen Auges hinab. Erst dann löste sich ihr Weh in Tränen, als der Pfarrer nach der Einsegnung sie an der Hand nahm, einige Schritte hinwegführte und die Worte sprach: »Sein kurzes Leben war ein einziger großer Opfertag. Was er hier schon war, das ist er nun dort — ein Kind Gottes.«