WeRead Powered by ReaderPub
Gitanjali (Sangesopfer) cover

Gitanjali (Sangesopfer)

Chapter 18: Ich warte nur auf die Liebe
Open in WeRead

Explore more books like this:

About This Book

A sequence of short lyrical poems has a speaker addressing a divine beloved or master, offering songs and small gifts while meditating on devotion, humility, and disciplined spiritual practice. Recurring images of music, flute, garden, labor, and pilgrimage serve as metaphors for creative surrender, service to the lowly, patient waiting, and the inner journey toward union. Several pieces reject pride and ornament in favor of simple living, celebrate the sanctity of ordinary work, and hold to a persistent hope of perceiving and serving the beloved more fully.

17

Ich warte nur auf die Liebe, um endlich mich in seine Hände aufzugeben. Deshalb bin ich so spät, und deshalb bin ich schuldig so vieler Lücken.

Sie kommen mit ihren Gesetzen und Regeln, um mich zu binden, doch ich entschlüpfe ihnen immer wieder, denn ich warte nur auf die Liebe, um endlich mich in seine Hände aufzugeben.

Die Leute tadeln mich, nennen mich unbedacht, ich zweifle nicht, sie haben Recht zum Tadel.

Der Markttag ist vorüber, alle Arbeit ist getan für die Geschäftigen. Die da kamen umsonst mich zu rufen, gingen voll Zorn. Ich aber warte nur auf die Liebe, um endlich mich in seine Hände aufzugeben.