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Gitanjali (Sangesopfer) cover

Gitanjali (Sangesopfer)

Chapter 72: Daß ich viel machen sollte
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About This Book

A sequence of short lyrical poems has a speaker addressing a divine beloved or master, offering songs and small gifts while meditating on devotion, humility, and disciplined spiritual practice. Recurring images of music, flute, garden, labor, and pilgrimage serve as metaphors for creative surrender, service to the lowly, patient waiting, and the inner journey toward union. Several pieces reject pride and ornament in favor of simple living, celebrate the sanctity of ordinary work, and hold to a persistent hope of perceiving and serving the beloved more fully.

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Daß ich viel machen sollte aus meinem Selbst, nach allen Seiten es wenden, um in deinen Glanz farbige Schatten zu werfen – das ist deine Maja.

Du setzest eine Schranke im eignen Sein und rufst dein getrenntes Selbst in Myriaden Tönen. Und diese deine Selbsttrennung ist in mir Leib geworden.

Der helle durchdringende Sang hallt durch den ganzen Himmel in vielfarbigen Tränen und Lächeln, Furcht und Hoffnung. Wogen steigen und fallen wieder, Träume zerrinnen und bilden sich. In mir ist deine eigene Selbstvernichtung.

Die Schranke, die du errichtet, ist bemalt mit zahllosen Gestalten, mit dem Pinsel von Tag und Nacht. Dahinter ist dein Thron gewoben in wunderbar geheimnisvollen Schnörkeln, verworfen sind alle Linien, die kahl und gerade sind.

Das große Schauspiel von dir und mir hat sich über den Himmel gebreitet. Von der Melodie von dir und mir erzittern die Lüfte, Zeitalter vergehen mit dem Verbergen und Suchen von dir und mir.