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Gitanjali (Sangesopfer) cover

Gitanjali (Sangesopfer)

Chapter 79: Als nun die Schöpfung neu war
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About This Book

A sequence of short lyrical poems has a speaker addressing a divine beloved or master, offering songs and small gifts while meditating on devotion, humility, and disciplined spiritual practice. Recurring images of music, flute, garden, labor, and pilgrimage serve as metaphors for creative surrender, service to the lowly, patient waiting, and the inner journey toward union. Several pieces reject pride and ornament in favor of simple living, celebrate the sanctity of ordinary work, and hold to a persistent hope of perceiving and serving the beloved more fully.

78

Als nun die Schöpfung neu war und alle Sterne schienen im ersten Glanze, da hielten die Götter Versammlung im Himmel und sangen: »O Bild der Vollendung! o lautere Freude!«

Doch einer rief plötzlich: »Es scheint, die Kette des Lichtes zerbrach und ein Stern ging verloren!«

Die Saite der goldenen Harfe zersprang, ihr Lied verstummt, und sie riefen im Schrecken: »Der verlorne Stern war der beste, er war der Ruhm aller Himmel.«

Seit diesem Tag hört das Suchen nicht auf, der Schrei geht von Mund zu Mund, daß die Welt ihre einzige Freude verlor.

Nur im tiefsten Schweigen der Nacht, da lächeln die Sterne und flüstern untereinander: »Umsonst ist dies Suchen! Ungebrochne Vollendung herrscht überall.«