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Gitanjali (Sangesopfer) cover

Gitanjali (Sangesopfer)

Chapter 96: Ich wußte den Augenblick nicht
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About This Book

A sequence of short lyrical poems has a speaker addressing a divine beloved or master, offering songs and small gifts while meditating on devotion, humility, and disciplined spiritual practice. Recurring images of music, flute, garden, labor, and pilgrimage serve as metaphors for creative surrender, service to the lowly, patient waiting, and the inner journey toward union. Several pieces reject pride and ornament in favor of simple living, celebrate the sanctity of ordinary work, and hold to a persistent hope of perceiving and serving the beloved more fully.

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Ich wußte den Augenblick nicht, da ich einst die Schwelle des Lebens beschritt.

Was war die Macht, die mich hieß, mich zu öffnen in dieses weite Geheimnis, gleich wie die Knospe im Mitternachtswalde.

Als ich am Morgen emporschaut ins Licht, fühlt ich augenblicks, daß ich kein Fremder war in der Welt und daß das Unerforschbare, das ohne Namen ist und Gestalt, mich in seinen Arm nahm in Gestalt meiner Mutter.

So wird der Tod, der gleiche Unbekannte, mir erscheinen als immer gekannt. Und weil ich dies Leben so liebe, so weiß ich, daß ich den Tod gleich lieben werde.

Das Kind schreit auf, nimmt die Mutter es fort von der rechten Brust, um augenblicks den Trost an der linken zu finden.