10. Die Freuden.
| 10, | 11. | Da hab ich ihn! Da hab ich ihn! |
11. Amors Grab.
Nach dem Französischen.
| 11, | 4. | Von nichts, von ohngefähr erwacht er öfters wieder. |
12. Liebe und Tugend.
| 12, | 7. | So hat daran der Eigensinn |
| 10. | Daß sie das kleine Herz erweicht. |
13. Unbeständigkeit.
| 13, | 1. | Auf Kieseln im Bache, da lieg ich wie helle! |
| 9. | Wenn flatterhaft dich ja ein Mädgen vergißt. |
14. An die Unschuld.
15. Der Misanthrop.
| A. |
Erst sitzt er eine Weile Die Stirn von Wolken frey; Auf einmal kömmt in Eile Sein ganz Gesicht der Eule Verzerrtem Ernste bey. |
| B. |
Sie fragen, was das sey? Lieb oder lange Weile. |
| C. | Ach sie sinds alle zwey. |
16. Die Reliquie.
| 16, | 4. | Ein Strumpfband, einen Ring — ein Nichts |
| 5-11 fehlen. | ||
17. Die Liebe wider Willen.
18. Das Glück der Liebe.
19. An den Mond.
20. Zueignung.
„Vielleicht ist in der letzten Zeile euch für auch zu lesen.“
Tieck.
An Venus.
16. Nur für dich empfand dies Herze (Muse).
Goethes Briefe
an
Chr. G. und J. G. E. Breitkopf.
I.[152]
Gebe dir Gott einen guten
Abend Bruder Gottlob.
Daß du ein rechtschaffner Mensch bist, und brav, und dich herausmachst, das sagen mir alle Leute die von Leipzig kommen, und das freut mich höchlich, daß du dich nicht außer zu deiner Avantage änderst, du warst von ieher ein guter Junge, und hattest Menschenverstand, und Gedanken wie ein Mensch der eine Sache begreifft, und Einfälle nicht wie ieder; besuche uns doch einmal, die Mädgen sind hier sehr auf deiner Seite, ich hab ihnen so allerley von dir erzählt, und es sind einige muntre Köpfgen unter ihnen, die meynen es wäre was mit dir anzufangen; schreibe mir doch einmal, lieber Bruder, in was für Umständen du ietzo bist.
Ich lebe erträglich. Vergnügt und still. Ich habe ein halb Dutzend englische Mädgen die ich offt sehe, und binn in keine verliebt, es sind angenehme Kreaturen, und machen mir das Leben ungemein angenehm. Wer kein Leipzig gesehen hätte, der könnte hier recht wohl seyn; aber das Sachsen, Sachsen! Ey! Ey! das ist starcker Toback. Man mag auch noch so gesund und starck seyn, in dem verfluchten Leipzig, brennt man weg so geschwind wie eine schlechte Pechfackel. Nun, nun, das arme Füchslein, wird nach und nach sich erholen.[153]
Nur eins will ich dir sagen, hüte dich ia für der Lüderlichkeit. Es geht uns Mannsleuten mit unsern Kräfften, wie den Mädgen mit der Ehre, einmal zum Hencker eine Jungferschafft, fort ist sie. Man kann wohl so was wieder quacksalben, aber es wills ihm all nicht thun.
Adieu lieber Bruder. Habe mich lieb, und vergiss mich nicht. Aufs Früjahr geh ich nach Strasburg. Wer weiß wann wir da wieder was von einander hören. Schreibe mir doch die Zeit einmal, und wenn Bruder Bernhard nicht schreiben will, so lass dir sagen, ob er mir was zu melden hat und setze es mit in deinen Brief. Grüsse Stocken und seine Dame, und sag ihm er machte recht artige Sachen.
Goethe.
II.[154]
Sie werden es dem Vertrauen, das ich zu Ihrer Güte habe, zuschreiben, wenn ich mich in einer kleinen litterarischen Angelegenheit an Sie wende.
Im Jahre 1752 ward eine Ausgabe des Reineke Fuchs bey Ihnen gedrukt. In derselbigen sind Kupfer, um die es mir eigentlich gegenwärtig zu thun ist. Da sie sehr ausgedrukt, und an einigen Stellen aufgestochen sind, so läßt sich vermuthen, daß sie schon zu einer oder mehrern ältern Ausgaben gedient haben. Die älteste nun von diesen zu erfahren und, wo möglich, zu besizen, wünschte ich gar sehr, indem ich auf die Werke des Aldert van Everdingen, der sie verfertiget, einen großen Werth lege.[155] An wen könnte ich mich mit beßerer Hoffnung wenden, als an Sie, und bin wenigstens gewiß, daß ich einige sichere Nachricht durch Ihre Güte werde erhalten können. Sie verzeihen aus alter Neigung und Freundschaft der Freyheit, deren ich gebrauche, beehren mich mit einer baldigen Antwort und halten Sich versichert, daß ich Ihnen iederzeit mit vorzüglicher Hochachtung ergeben bleibe. Weimar den 20. Febr. 1782.
Goethe.
[154] Die folgenden Briefe sind an den Vater Joh. Gottlob Immanuel und an die Handlung gerichtet.
[155] „Wo du etwas von Everdingens Radirungen auftreiben kannst, schicke es doch ja. Seit ich diesen Menschen kenne, mag ich weiter nichts ansehen.“ Briefe an Merck II. S. 183 vgl. S. 181 f. 188. I. S. 213. 252. 258. 278. 284. an Frau v. Stein II. S. 60. 76. 118. 141.
III.
Im Zutrauen auf unsre ehmaligen guten Verhältnisse, nehme ich mir die Freyheit Ihnen einen jungen Mann zu empfehlen der Ihnen diesen Brief überreichen wird. Er wünscht in Leipzig zu bleiben und dort ein besseres Schicksal zu finden als er bisher hat erfahren müssen. Ich hoffe er wird Ihnen nicht beschwerlich seyn. Haben Sie die Güte ihm zu erlauben daß er Sie manchmal sehe, sich Ihnen eröffne. Verschaffen Sie ihm wo möglich einige Bekanntschaften und Connexionen, damit er durch litterarische Arbeiten etwas verdienen könne. Er heißt Vulpius und ist mir als ein gutartiger junger Mann bekannt.[156] Verzeihen Sie diese Bitte und bleiben meiner fortdauernden Freundschaft und Hochachtung versichert. Weimar, d. 31 Aug 89
J W Goethe.
[156] Vgl. Briefw. mit Jacobi S. 112 ff. 116. 120.
IV.
Ew Hochedelgeb. haben die Güte gehabt mir vor einiger Zeit drey Stücke der Bachischen Sonaten für Kenner und Liebhaber zu senden und zwar das Stück. Sie versprachen mir die übrigen nachzusenden, ich habe sie aber bißher noch nicht erhalten. Sollten Ew Hochedelgeb. die drey fehlenden Stücke noch nicht gefunden haben oder es viele leicht gar unmöglich seyn sie aufzufinden, so bitte ich mir gefällige Nachricht davon aus, damit ich mich etwa anderwärts umsehen kann.
Ich lege einige Abdrücke meines Wapens bey welche Sie verlangten.
Mit besonderer Hochachtung unterzeichne ich mich
Weimar d. Octbr. 1790.
Ew Hochedelgeb.
ergebenster
Goethe
V.
Da ich die noch fehlenden Bachischen Sonaten, und auch eine weitere Nachricht von Ew Hochedelgeb. nicht erhalten habe; so nehme ich mir die Freyheit die drey Stücke der Sammlung, die mir nun zu weiter nichts nütze sind zurück zu schicken, und selbige mit den besten Wünschen für Ihr Wohlergehen zu begleiten.
Weimar d 4. Febr. 1791.
J W Goethe
Goethes Briefe
an
Phil. Erasmus Reich.
I.[157]
Franckf. am 20. Febr. 70.
Theuerster Herr Reich,
Es giebt gemischte Empfindungen, die Mendelssohn so richtig zeichnen, und Wieland so süsse mahlen kann, und von denen wir andre schweigen müssen. Davon war es eine die mich überfiel, als ich Ihren lieben Brief, mit dem angenehmsten Geschencke erhielt.[158]
Nichts war mir neu. Denn dass Wieland so ein Autor ist, dass Sie so ein Verleger und so gütig gegen mich sind, das weiss ich seitdem ich Sie und Wielanden kenne; allein in dem Grade! unter diesen Umständen! war mir alles neu. Meine Danckbaarkeit werden Sie leicht nach dem Werth Ihrer Freundschafft, nach der Fürtrefflichkeit des Buchs, und nach dem Vergnügen messen können, das man in dieser Franckfurter Hungersnoth des guten Geschmacks, sehr lebhafft fühlen muss, wenn man ein neues Buch geschwind in die Hände kriegt. Und auch darum lasse ich meine Erkänntlichkeit gerne schweigen; denn wahrhafftig Sie müssten sehr müde werden Dancksagungen anzuhören, wenn Ihre besondere Gütigkeit, nicht gleich iedem den Sie verbinden, ein ehrfurchtsvolles Stillschweigen auflegte.
Oesers Erfindungen haben mir eine neue Gelegenheit gegeben, mich zu seegnen, dass ich ihn zum Lehrer gehabt habe. Fertigkeit oder Erfahrung vermag kein Meister seinem Schüler mitzutheilen, und eine Übung von wenigen Jahren, Thut in den bildenden Künsten, nur was mittelmässiges; auch war unsre Hand, nur sein Nebenaugenmerck; er drang in unsre Seelen, und man musste keine haben um ihn nicht zu nutzen.
Sein Unterricht wird auf mein ganzes Leben Folgen haben. Er lehrte mich, das Ideal der Schönheit sey Einfalt und Stille, und daraus folgt, dass kein Jüngling Meister werden könne. Es ist ein Glück wenn man sich von dieser Wahrheit nicht erst durch eine traurige Erfahrung zu überzeugen braucht. Empfehlen Sie mich meinem lieben Oeser. Nach ihm und Schäckespearen, ist Wieland noch der einzige, den ich für meinen ächten Lehrer erkennen kann, andre hatten mir gezeigt dass ich fehlte, diese zeigten mir wie ichs besser machen sollte.
Meine Gedancken über den Diogenes werden Sie wohl nicht verlangen. Empfinden und schweigen ist alles was man bey dieser Gelegenheit thun kann; denn so gar loben soll man einen grosen Mann nicht, wenn man nicht so gros ist wie er. Aber geärgert habe ich mich schon auf Wielands Rechnung, und ich glaube mit Recht. Wieland hat das Unglück offt nicht verstanden zu werden, vielleicht ist manchmal die Schuld sein, doch manchmal ist sie es nicht, und da muss man sich ärgern wenn Leute ihre Missverständnisse dem Publiko für Erklärungen verkaufen. Jüngst sagte ein Recensent: die Rede vom Mann im Monde[159] sey eine feine Satyre auf die Philosophie der damaligen Zeiten, und ihre Tohrheit. Wem könnte so was einfallen? Doch ia! Er hat einen Gesellschaffter an dem Übersetzer des Agathon. Tableau des moeurs de l'ancienne Grece! So ohngefähr wird der Tittel seyn.[160] Ich glaube der Mensch hielte das Buch für eine Archaiologie.
Ich weiss nicht ob sich W. auch drüber ärgert, wenigstens hätte er's Ursach.
Wenn Sie diesem grosen Autor, Ihrem Freunde schreiben, oder ihn sprechen, so haben Sie die Gütigkeit, ihm einen Menschen bekannt zu machen, der zwar nicht Mann's genung ist seine Verdienste zu schätzen, aber doch ein genung zärtliches Herz hat sie zu verehren; mit dessen aufrichtigster Empfindung er sich auch nennt
Ihren ergebensten Diener.
Goethe.
[157] Einige dieser Briefe sind gedruckt bei H. Hirzel, Briefe von Goethe an Lavater S. 163 ff.
[158] Wieland, Dialogen des Diogenes. Leipz. 1770.
[159] Diogenes 34. Werke XIII. S. 141 ff.
[160] Histoire d'Agathon ou tableau philosophique des mœurs de la Grèce imité de l'Allemand de Mr. Wieland. Laus. 1768.
II.
Hochedelgebohrner
insonders Hochzuehrender Herr
Es ist mir sehr angenehm gleich mit dem Anfange des Neueniahrs Gelegenheit zu finden Sie an Ihre alte Gewogenheit gegen mich zu erinnern. Lavater trägt mir auf Ihnen beigehenden Anfang des Phisiognomischen Manuscripts zu übersenden mit dem es folgende Bewandniß hatt. Die Übersetzung der Einleitung habe ich zu besorgen,[161] dahingegen Sie die Fragmente selbst von p. 7 an von Herrn Hubern übersezen laßen werden. p. 17. wo ein † mit Bleistifft gezeichnet stehet, wie auch p. 21. werden vielleicht noch einige Zusäze eingesandt werden, sollten diese aber außen bleiben, so ist an beiden Orten zur Nachricht dem Sezer schon angemerkt daß diese Zeichen auf weiter nichts Beziehung haben. Wollten Sie mir den Empfang dieser Papiere gefälligst berichten, und zugleich etwa sonst einiges zu Beförderung und Ausführung dieses Werks gehöriges mir zu wißen thun, so will ich alles mit dem besten Eifer besorgen, da ohnedem die Spedition des Manuscripts meistens durch meine Hände gehen wird, da ich den öfters die Ehre haben werde Sie derienigen Hochachtung zu versichern mit der ich mich nenne
Frankfurt den 2 Jenner
1775
Ew. Hochedelgeb.
ganz ergebenster Diener
Goethe
[161] Goethe sollte die Einleitung durch Gotter ins Französische übersetzen lassen. (Brief von Lavater an Reich 20. Jan. 75.)
III.
Hier schick ich die Zugaben an den bemerckten Orten einzurücken, ich hoffe sie sollen zur rechten Zeit kommen wo nicht so bitte mirs gleich zu melden.
Sie werden die Folge nun auch schon empfangen haben, oder so gleich empfangen. Frfurt. d. 23 Jan. 1775.
Goethe.
IV.
Frankfurt den 14 Hornung 1775.
Ihr leztes geehrtes Schreiben habe durch Herrn Jonas richtig erhalten, wie auch gestern die Probebogen die ich sogleich weiter spediren werde. Wegen der Vignetten hab ich schon an Lavatern geschrieben. Der Judas nach Holbein ist nicht Vignette sondern große Platte, und ich glaube zuverläßig der Christus auch, ob ich ihn gleich noch nicht gesehn habe, doch das sollen Sie mit einander hören. Vielleicht hat Ihnen Herr Jonas geschrieben was wir auf ihr leztes vor das erste vorgekehrt. Da das Bücher-Commissariat eine förmliche Anzeige verlangt, so wird solche der Herr Bruder in Büdingen verfertigen, worinne die Darlegung des vierten und fünften Theils Gellertischer Schrifften[162], den klarsten und einfachsten Beweis gebrochener Kayserl. allerhöchster Verfügung abgiebt, da ich denn gerathen habe, dass man von der Commission ein Requisitionsschreiben an den Magistrat verlangen soll, wodurch derselbige in Obliegenheit gesezt wird wenigstens vorerst gegen den Schiller zu verfahren. Was die Niederlage der Sächsischen Bücher allhier betrifft[163], sehe ich die Sache zu wenig ein, als dass ich eine gegründete Meinung darüber fassen könnte, schweer würde es immer seyn einen Buchhändler dazu zu finden und zu engagiren. Was ich in dieser Sache dienen kann werd ich mit viel Vergnügen thun. Belieben Sie mich nur mit gefälliger Nachricht und Weisung zu versehen.
Mit der gestrigen Post sind abermals Zugaben zu dem neunten Phisiognomischen Fragmente an Sie abgegangen, wobei zugleich ein Einschluß an Hrn. Prof. Oeser ist den ich gütig abzugeben bitte.
Goethe Dr.
[162] Gellerts Moral war von Göbhardt in Bamberg nachgedruckt.
[163] Bezieht sich auf Reichs Plan, in Frankfurt ein Commissionslager norddeutschen Verlags zu errichten. Vgl. Sal. Hirzel im Börsenblatt für den deutschen Buchhandel 1845 Nr. 6. 23 f.
V.
Ganz richtig! über Apoll ist die 21. Zugabe. A-E hab ich erhalten. Nach Fragment. 16 hab ich eine Zugabe willentlich weggelassen wie Sie am ausgestrichnen Ende gedachten Fragments sehen werden. Dass dies nicht etwa auch Irrung mache. Es folgt gleich Fragm. 17
d. 14 Merz. 1775.
Goethe
VI.
A. B. C. D. sind die vier ersten Phisiogn. Übungen, die übrigen werden alle apart gedruckt und eingehefftet also gewiss auch die. Dass Lav. verlangte ich solle den Abdruck der einen mitschicken, war dünckt mich nur dem Sezzer sinnlich zu zeigen dass Frag und Antworten gegen einander über auf zwey Seiten kämen, da dann die Tafel dazwischen würde gebunden werden. Doch schreib ich gleich deswegen und besorge die andern Vignetten. Die Trenckm. Geschichte hat mich sehr frappirt. d. 31 Merz 75.
G.
VII.
Die Vign. 000 werden Sie nun haben. Für die andern beyden nehmen Sie in Gottes Nahmen, ein Paar unbedeutende. NB nur streichen sie den Schluss iederzeit weg wenn er sich auf die fehlende Vignette beziehen sollte. Das Portrait des Margr. wird wohl auch kommen, ich höre es ist neu gravirt worden. Doch hab ich Lav. darum geschrieben.
G.
Ein Freund schreibt mir beykommendes, könnten Sie mir hierinne rathen? Oder das Buch selbst brauchen?[164]
[164] Vom 5. Apr. 75.
VIII.
Ein Umstand nöthigt mich zu verreisen, daher ich die Fragmente P.P. Q.Q. R.R. nicht ausarbeiten kann. Die Sie also aus beygehendem Verzeichniss auszulassen belieben. Dagegen ist hier Rameau P.P. und das lezte der phisiogn. Übungen. 19 Apr. 1775.
G.
IX.
Die Bogen der Phis. sind biss E.E. bey mir, ich erwarte die Exemplare, und so wär denn auch diese Ladung wieder ausgeschifft.
Wollten Sie selbst an Göbhard in Bamberg schreiben, sonst will ich es Thun. Er hat nicht das geringste Recht an das Buch, wenn er das Buch nicht von Seiten Hrn. Pfeffels selbst hat angetragen kriegt.
Wollten Sie mir gelegentl. ein Wort Antwort melden. Frf. d. 11 May 75.
G.
X.
Ich bitte sie lieber Hr. Reich mir unschweer zu melden, wie lange Zeit ich habe biss ich wieder etwas Manuscript zu schicken brauche — die Ursache ist die — Aus Lavaters Hand liegt nun alles fertig bey mir, aber ich möchte noch einige Zugaben machen, woran ich würcklich angefangen habe — Indessen kann alles wenns seyn muss stündlich an Sie abgehn. Leben Sie recht wohl. Frfurt d. 28 May. 1775.
G.
XI.
Ich muss Sie mein lieber Hr. Reich mit einer kleinen Bitte beschweeren: wollten Sie mir hier unten benannte Vignetten der Phisiogn. einzeln abdrucken lassen und die Abdrücke rings an dem Platteneindruck beschnitten, mit der reitenden Post überschicken.
| 1) | p. | V. | Margr. Portrait. |
| 2) | „ | 43 | Knabe mit Zopf |
| 3) | „ | 56 | Drey Satyren |
| 4) | „ | 84 | Judas Kuss |
| 5) | „ | 91 | Heilands gesicht |
| 6) | „ | 95 | Lachverzerrend Gesicht |
| 7) | „ | 97 | Brandwein freund |
| 8) | „ | 109 | Zwey Doppelköpfe |
| 10) | „ | 111 | Ayes trois choses. |
Der Ihrige.
Frfurt d 29 Aug
1775.
Goethe.
XII.
Für die lezte schnelle Besorgung der Vignetten dancke ergebenst. Dürft ich Sie bitten, Sich um nachfolgende Hamanische Schrifften[165] zu bemühen, und solche, oder was Sie davon auftreiben an meine gewöhnliche Adresse nach Franckfurt mit dem Postwagen zu schicken, und meine Schuld zu notiren.
| 1) | Wolcken ein Nachspiel sokr. Denckwürdigk. |
| 2) | Hirtenbrief über das Schuldrama |
| 3) | Essai a la Mosaique |
| 4) | Schrifftsteller und Kunstrichter |
| 5) | Schrifftsteller und Leser. |
| 6) | Des Ritters v. Rosenkreuz lezte Willensmeynung über den Urspr. der Sprache |
| 7) | Zwo Rezensionen Nebst einer Beylage. |
| 8) | Beylage zun Denckwürdigk. des seel. Sokr. |
| 9) | Brief der Hexe von Kadmonbor. |
| 10) | Lettre perdue d'un Sauvage du Nord a un Financier de Pe-Kim. |
| 11) | Lettre provinciale neologique d'un Humaniste au Torrent de Kerith. |
Sie verbinden dadurch Ihren allzeit
ergebensten Dr
Goethe[166]