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Herzl-Worte

Chapter 38: ZUKUNFT
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About This Book

A collection of speeches and essays by Theodor Herzl outlines the political and moral case for Jewish national renewal, arguing for a cohesive peoplehood, organized political action, and a territorial homeland. It addresses the experience of exile and discrimination, the need for communal solidarity and leadership, the role of diplomacy and practical institution-building, and responses to skeptics and opponents. Passages move between polemic, programmatic proposals, and appeals to both elites and mass audiences, combining visionary aims with attention to administrative and diplomatic strategies.

ZUKUNFT

Hat nicht er selbst, der große Pessimist, Schopenhauer, sich immer an seine kommende Gemeinde gewendet? Auch er glaubte also über die Verneinung hinweg an das Zukünftige. Dieses ist das Einzige, wovon man nicht enttäuscht wird.

Der Weg in die Zukunft muß durch das Elend führen.

Wer die Zukunft vorbereitet, muß über die Gegenwart hinwegblicken können.

Wenn ich an die Stelle eines alten Baues einen neuen setzen will, muß ich zuerst demolieren und dann konstruieren.

Es weht ein Frühling aus den alten Werken,
Die unsern Geist und unsern Willen stärken.
Die alte Zeit ersteht in neuen Bauten.

[pg 81] Es gibt eine Pflicht der Intellektuellen, wie es in alten Zeiten ein Noblesse oblige! gab. Es ist die Pflicht, an der Erhöhung des Menschengeschlechtes mitzuwirken, jeder nach seiner Kraft und Einsicht.

. . . Sie vergessen, daß wir in künftigen Zuständen leben, denn das Heute ist die Zukunft von Gestern.

Neue Formeln können nicht oft genug ausgesprochen werden.

(Die Aufgaben der Bank.)

Wer begehrt, ist jung.

Die Armut erhält lange jung. Was ist Jugend anderes, als ein Lechzen, eine immerwährende Begierde? Beim Haben beginnt die Verdrossenheit, das Alter.