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Herzl-Worte

Chapter 45: VOM THEATER
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About This Book

A collection of speeches and essays by Theodor Herzl outlines the political and moral case for Jewish national renewal, arguing for a cohesive peoplehood, organized political action, and a territorial homeland. It addresses the experience of exile and discrimination, the need for communal solidarity and leadership, the role of diplomacy and practical institution-building, and responses to skeptics and opponents. Passages move between polemic, programmatic proposals, and appeals to both elites and mass audiences, combining visionary aims with attention to administrative and diplomatic strategies.

VOM THEATER

Es gibt eine machtvollere, ja eine einzige machtvollste Art der Antikritik: die ist das nächste Stück.

Wenn ein Stück durchdringt, behauptet sein Verfasser nie, daß diese Tatsache auf die Verständnislosigkeit und Urteilsroheit der „Menge“ zurückzuführen sei. Wie kommt das?

Das Stück hatte es dringend nötig, verboten zu werden. Es wäre sonst durchgefallen.

Der Realist will das Publikum ohrfeigen, der Idealist will dasselbe berauschen. Manche Leute ziehen einen Rausch einer Ohrfeige vor.

Das Publikum läßt sich nur von berühmten Leuten langweilen.

Interessant ist nur das, was hinter den Kulissen gespielt wird.

[pg 90] Der kürzeste Weg zum Direktor führt über die Hintertreppe. Wenn jemand das Betreten dieses Pfades mißbilligt, so besorgt er sicherlich, daß man ihm einmal da begegnen könnte.

Der Direktor einer Schmiere ist immer zu sprechen und zuweilen läßt er sogar mit sich reden.

Grabschrift für einen Claqueur: Der Vorteil liegt auf der Hand.

Komiker verstehen keinen Spaß.