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Herzl-Worte

Chapter 48: VOM ALLTAG
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About This Book

A collection of speeches and essays by Theodor Herzl outlines the political and moral case for Jewish national renewal, arguing for a cohesive peoplehood, organized political action, and a territorial homeland. It addresses the experience of exile and discrimination, the need for communal solidarity and leadership, the role of diplomacy and practical institution-building, and responses to skeptics and opponents. Passages move between polemic, programmatic proposals, and appeals to both elites and mass audiences, combining visionary aims with attention to administrative and diplomatic strategies.

VOM ALLTAG

Jedes Werk hat Fehler, die nur sein Erzeuger kennt; jeder Reichtum hat Lücken, die nur sein Besitzer sieht.

Man gratuliert zu einem Erfolg! Wie überflüssig. Der Erfolg ist ja schon die Freude, die nicht mehr übertroffen werden kann.

[pg 93] Die wartenden Besucher sind in der nützlichsten Weise gedemütigt, es macht sie mürbe und klein.

Das Harren demoralisiert.

Furcht macht Spalier.

Kleider sagen immer etwas.

Der Händedruck nach der Mensur ist vielleicht das Männlichste an der ganzen Fechterei.

(Die Millionen der Ica.)

Es gibt mehr Appetit als Hühner auf der Erde.

In dieser von Vernunft verpesteten Welt kommt auf hundert Konvenienz heiraten bloß ein Selbstmord.

Der Bach sieht weniger großartig aus, wenn keine Steine da sind, über die er hinweg muß.

Wer bloßfüßig geht, hat auf den Sohlen eine dicke Haut.