Ackerbau und Viehzucht
sprechen. Die Wapare sind in erster Linie ein Ackerbau treibendes Volk. Daneben halten die meisten wenigstens einige Kühe, Schafe oder Ziegen. Die Viehzucht bildet nämlich die fast alleinige Anlage des aus der Landwirtschaft gewonnenen Kapitals. Sie ist eine ziemlich sichere Anlage und verzinst sich sehr gut. Viele Vaasu hüten ihr Vieh nicht alles selbst, sondern stellen es an verschiedenen Plätzen bei andern Leuten unter, damit sie bei einem „Bankkrach“, in diesem Falle bei einer Viehseuche oder einem räuberischen Einfall des Nachbarstammes, nicht mit einem Male alles verlieren. Dem Hirten gehört als Lohn die Milch der Kuh, bei Kleinvieh ein bestimmter Teil des Wurfes. Ochsen, die gemästet werden sollen, werden schon als Kalb kastriert und dann im Stalle noch besonders mit saftigen Bananenstauden gefüttert. Im allgemeinen ist aber Stallfütterung bei unsern Wapare im Gegensatz zu andern Stämmen nicht gebräuchlich. Natürlich gibt es auch bei ihnen „Arme“, die kein Vieh ihr eigen nennen. Die Armut der Eingebornen ist eben fast nur Besitzlosigkeit an Vieh; denn dank des gesunden und sozialen Bodenrechtes ist eine Armut in unserm Sinne unbekannt. Wer ackern will, bekommt Land und selbst Samen kostenlos. Jedem, der fleißig seine Äcker bearbeitet, ist Gelegenheit gegeben, Kapitalist zu werden, d. h. er kann den Überfluß seiner Ernte verkaufen oder gegen Vieh eintauschen. Bei einigem Fleiß kann jeder es bald zu etwas bringen, und niemand hat ein Recht, ihn ob seines Kapitals scheel anzusehen, hat doch ein jeder die gleiche Gelegenheit. Selbst das Vieh für seine Morgengabe hat sich mancher Paremann so in zäher Arbeit „erackert“, wie sie selbst sagen. Bei den Negern kann also der einzelne noch leichter seines Glückes und Wohlstandes Schmied werden, weil die Bodenverhältnisse noch ähnlich den in der Bibel von Gott niedergelegten Grundsätzen geregelt sind, wie wir das bei der Besprechung des Bodenrechtes sahen.
Die Wapare treiben Wechselwirtschaft, d. h. sie bebauen einen Acker drei bis vier Jahre und lassen ihn dann ein bis zwei Jahre ruhen. Eine bestimmte Fruchtfolge wird nicht eingehalten, man weiß aber, daß Bohnen „dem Felde Kraft geben“ und pflanzt sie zwischen den Mais. Der Zeitpunkt hierfür wird so gewählt, daß die nach der Ernte stehengebliebenen trockenen Maisstengel den dann gerade Ranken treibenden Bohnen (nkwasha) eine Stütze bieten. Legt man ein neues Feld an, so pflanzt man Mais, Zuckerrohr, Kartoffeln und Bananen zusammen, von letzteren nur einige Stauden. Im nächsten Jahre kann der Bauer dann noch einmal Mais pflanzen. Später ist das Zuckerrohr bereits zu groß, als daß noch eine Zwischenkultur gedeihen würde. Zuckerrohrfelder stehen oft sechs Jahre, bei guter Pflege noch länger. Es gibt folgende Arten: 1. mguva, 2. mguva mjewa, 3. mguva mjiru, 4. mguva wa mnyambe, 5. mguva wa itaga ngari, 6. mguva wa mbohwe, 7. mfushi, 8. mguva wa itamba u. a. An Bananenarten seien folgende genannt: 1. idio, 2. ižigu, 3. ihoye, 4. ndiži, 5. irurue, 6. muhalahala, 7. mremwa wa idio, 8. mremwa wa ižigu, 9. munyerere, 10. nkare u. a. Diese Arten sieht man überall. Außerdem werden in den Steppenlandschaften schon von der Küste her eingeführte Bananensorten gefunden. Von den verschiedenen Batatenarten (Süßkartoffel) seien folgende erwähnt: 1. kodingiri, 2. kiteta, 3. kagoe, 4. komkamba, 5. maloza, 6. kimbere, 7. kigingi cha ng’ombe, 8. kajungu, 9. kagi, 10. kokipau u. a. Daneben werden Bohnen, Erbsen und die Jamswurzel häufig angebaut. Durch kunstvoll in manchmal recht schwierigem Gelände angelegte Kanäle werden die Äcker in der Trockenzeit bewässert.
Wenn die Bibel sagt, daß der Mensch im Schweiße seines Angesichtes sein Brot essen soll, so ist das auch von den Schwarzen wahr. Die meisten Europäer sind ja geneigt, den Fleiß der Neger an ihrer Willigkeit zu messen, mit der sie sich uns für unsre Arbeiten zur Verfügung stellen. Daß dies ein sehr einseitiger Standpunkt ist, wird jedem Unparteiischen einleuchten. Damit soll natürlich nicht gesagt sein, daß der Neger nicht beim Europäer arbeiten könnte oder sollte. Aber ich möchte nur der Beweisführung entgegentreten, der Eingeborne müsse schon aus dem Grunde beim Europäer arbeiten, weil er auf seinen Feldern ja absolut nichts zu machen habe, die tropische Natur bringe alles fast ohne sein Zutun reichlich hervor, die Früchte wüchsen ihm in den Mund, und das unumgänglich Notwendige mache doch die Frau. Diese Beweisführung ist durchaus irreführend und unzutreffend. Denn das tropische Klima läßt neben dem Korn auch das Unkraut üppig hervorschießen, und dies will auf den Feldern der Eingebornen genau so ausgejätet sein wie auf den Pflanzungen der Europäer. Aber es gibt noch mehr Übel. Ist das Land urbar gemacht und der Regen gefallen bzw. die Arbeit des Wässerns erledigt, dann wird der Mais gepflanzt. Gleichzeitig sind aber auch die Affen da, die sich sofort über die Pflanzlöcher hermachen und die Saatkörner wieder ausgraben. Da gilt es nun für die Eingebornen tagsüber ununterbrochen Wache zu stehen, bis nach etwa zehn Tagen der aufgegangene Mais so groß geworden ist, daß er in dem Stadium seine Anziehungskraft für die Meerkatzen verloren hat. Einige Tage später muß der schwarze Bauer bereits mit der ersten Reinigung des Feldes vom Unkraut beginnen, denn der Acker sieht aus wie ein großer grüner Teppich. An das erste Behacken schließt sich oft ein nochmaliges Bewässern und dann die zweite Reinigung. Damit hat sich der Mais soweit entwickelt, daß er Fruchtkolben ansetzt, ein freudiges Ereignis für den schwarzen Bauern, sowohl wie für die zahllosen Affen und Wildschweine, die den Tisch für sich gedeckt wähnen. Nun muß der Neger mit seiner Familie in den meisten Gegenden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ohne Ermüden mit Pfeil und Bogen auf der Lauer liegen. Denn die Bäume ringsum sind von den grauen Meerkatzen und andern Affen belebt, die nur darauf warten, daß der Wächter ihnen einen Augenblick den Rücken zuwendet, um sofort auf Raub auszugehen. Aber auch nachts gibt es keine Ruhe. Wohl schlafen die diebischen Affen in ihren Baumverstecken; aber aus dem Dickicht kommen in großer Anzahl die gefräßigen Wildschweine. Die ganze Nacht hindurch hört man die Berge vom Trommeln auf leeren Petroleumtins und anderm Lärm widerhallen, mit welchem der Bauer die Wildschweine zu verscheuchen sucht. Wenn er auch schon beizeiten seinen ganzen Acker mit einem starken Holzzaun umgeben hat, so gewährt selbst diese mühsame Arbeit keinen unbedingten Schutz, besonders nachdem unter dem Einfluß der Witterung und vor allem der Termiten der schöne Zaun morsch geworden ist. Diese Tag- und Nachtwachen bedeuten für die ganze Familie zumeist ein Übersiedeln aus den Wohnhütten in die primitiven Wachhütten. Wer einmal auf irgendeine Weise an diesen Arbeiten teilgenommen oder wenigstens eine Kenntnis von den damit verbundenen Strapazen erhalten hat, wird sich hüten, geringschätzig davon zu sprechen.
Ist der Mais reif, so wird er geerntet, d. h. die einzelnen Kolben abgebrochen, deren sechs bis acht mit den Hüllblättern zusammengebunden und diese zuletzt zu 1–1½ m langen Büscheln (mako) vereinigt, die weithin sichtbar in den Bäumen hängen. Trotzdem diese Scheunen in der Nähe der Hütten angelegt sind, muß man immer vor den stets hungrigen Affen auf der Hut sein. Sie sind so dreist, daß man oft einen besonderen Wächter zu den Mako stellen muß. Ganz ohne sein Zutun wachsen also dem Eingebornen die Früchte doch nicht in den Mund. Darauf weist auch Prof. Weule mit sehr beachtenswerten Worten hin, wenn er sagt: „Ein Gemeingut der älteren ethnographischen Literatur ist die ständige Wiederkehr des Wortes von der Trägheit der Neger; nur die Frau arbeite und rackere sich ab, der Herr des Hauses aber liege auf der Bärenhaut und tue nichts. Auch diese Ansicht bedarf einer kleinen Berichtigung. Freilich arbeitet der Wilde nur das Allernotwendigste und auch dieses nur im letzten Augenblick. Es soll jedoch auch im zivilisierten Europa Leute geben, denen es nicht viel anders ergeht. Dieses Hinausschieben bis zum letzten Moment ist allem Anschein nach die Ursache für das Aufkommen des Rufs der Trägheit gewesen; in Wirklichkeit ist der Feldbauer unter den Wilden eigentlich immer tätig, indem schon der Mangel an vollkommeneren Geräten ihn zwingt, für die Arbeit des Grabens, Hackens, Reinigens, Erntens usw., auch des Hausbaues und vieler andrer Verrichtungen eine ungleich längere Zeit zu verbrauchen als der technisch weit besser gestellte Europäer. Auch die Sammler und Jäger zwingt die Ursprünglichkeit ihrer Methoden zu einer Tätigkeit, die den Körper vermutlich mehr mitnimmt als die neun oder zehnstündige Arbeitszeit in unsern Betrieben, so daß die langen Ruhepausen der Angehörigen dieser Wirtschaftsstufe schon in Rücksicht auf ihre oft unerhörten Strapazen nötig sind. Was es heißt, in glühendster Tropenhitze im heißen Kalaharisand am hellen lichten Tage ein Wild zu beschleichen, kann man so recht aus Passarges lebhafter Schilderung des Buschmannlebens erkennen. Wenn die armen Teufel hinterher essen, bis sie beinahe platzen, und wenn sie an den neuen Jagdzug erst wieder herantreten, wenn der Hunger sie dazu treibt, so ist das sehr wohl zu verstehen ...“
Das Hauptackergerät des Paremannes ist die kurzstielige Hacke. Mit ihr lockert er den Boden, reinigt die Felder vom Unkraut, macht die Pflanzlöcher und leitet bei der Berieselung das Wasser über die Äcker. Die Berieselung wird in dem regenarmen Südpare sehr viel, in der Steppe immer angewandt. Bei Besprechung der Rechtssitten sahen wir bereits, wie die ordnungsmäßige Verteilung des Wassers an die Entnehmer einem Deichhauptmann obliegt, der, besonders bei großer Trockenheit, auch nachts wässern läßt. Da die Bewässerung bei der Dunkelheit aber äußerst schwierig ist, so steht dem Bauern, der nachts an die Reihe gekommen ist, gewöhnlich das Wasser des ganzen Kanals zur Verfügung, während er sonst nur die Hälfte oder ein Drittel entnehmen darf. Will jemand nachts wässern, so trifft er schon am Tage vorher die nötigen Vorbereitungen. Er gräbt einen flachen Kanal, in welchem er abends das Wasser bis auf sein Feld leitet, wo es sich dann in einem Netz von kleinen ebenfalls vorher angelegten Rinnen auf den ganzen Acker verteilen kann. In diesen läßt er das Wasser „schlafen“ und beschränkt seine Tätigkeit in der Hauptsache darauf, die schadhaft gewordenen Stellen im Zuleitungskanal immer wieder auszubessern; damit das Wasser unterwegs nicht verloren geht. Beim ersten Morgengrauen hat er dann, wenn alles gut vorbereitet war, nur noch nötig, das Wasser auf die in der Dunkelheit übersehenen und deshalb trockengebliebenen Stellen (mabango) zu leiten.
Oft kommt es allerdings vor, daß ein andrer Bauer, dessen Feld auch dringend des köstlichen Nasses bedarf, den Staudamm im Hauptkanal ein wenig einreißt, um ihm weiter unterhalb Wasser für seinen Acker entnehmen zu können. Bald ist der Zuleitungskanal des ersten Bauern trocken, und der muß nun den oft weiten Weg bis zu seinem Staudamm zurücklegen, um die Sache wieder in Ordnung zu bringen. Wiederholt sich der Fall, und werden am Stauorte Fußspuren bemerkt, so weiß der Bauer, daß es sich um einen Dieb handelt, der ihm sein Wasser stiehlt. Zornig geht er dann wohl nach Hause, um am nächsten Morgen in aller Frühe das Feld zu suchen, das in der Nacht bewässert worden ist. Den Betreffenden verklagt er dann beim Wasserverteiler. Der Dieb versucht sich auszureden. Er sei völlig unschuldig an der ganzen Sache. Der Kläger habe sich zuviel Wasser in seinen Kanal geleitet und nur dadurch sei der Damm immer wieder gerissen. Aber alle diese Ausreden werden hinfällig der Tatsache gegenüber, daß sein Feld schön berieselt ist. Wohl sucht er auch das als eine ganz zufällige Folgeerscheinung hinzustellen. Er habe, als das Wasser gekommen sei, geglaubt, es gehöre niemand, und habe es, um einen nutzlosen Abfluß auf jeden Fall zu verhüten, auf seinen Acker geleitet. Aber es hilft ihm nichts, er wird als überführt betrachtet und muß die auf Wasserdiebstahl stehende Strafe zahlen.
Oft gibt es fruchtbare oder sonst gut gelegene Stellen Land, die aber stark mit Quecken bewachsen sind. Diese werden mit einem langen Grabstock (mulo) gründlicher umgeackert, als es mit der kleinen Hacke möglich wäre. Dieser Grabstock wird in die Erde gestoßen, dicke Erdschollen werden umgebrochen und diese dann mit dem Mulo auseinandergeschlagen. Einen kurzen Mulo, etwa 75 cm lang, gebraucht man gerne zum Ausgraben der Bataten.
Einen Teil seiner Maisernte legt der Eingeborne auf den Boden seiner Hütte, wo er durch den Rauch wohl äußerlich völlig gebräunt, zugleich aber wirksam vor dem alles zerfressenden Bohrkäfer und der Fäulnis geschützt wird. Auch entkernter Mais und Bohnen werden in großen Tontöpfen auf diese Weise geräuchert und erhalten. Im übrigen ist das Aufbewahren von Körnerfrüchten in den Tropen eine äußerst schwierige Sache. Schon in der Trockenzeit hat man neben den diebischen Affen die Bohrkäfer und Termiten zu bekämpfen, in der Regenzeit dagegen die besonders im Gebirge fast nicht zu beseitigende Neigung zur Schimmelbildung. Kein Wunder also, daß der Neger alsbald einen Teil der Ernte bei fröhlichen Gelagen vertrinkt und daß er überhaupt nicht mehr anbaut, als zu seinem Unterhalt nötig ist. Daß aber die Produktionskraft des schwarzen Bauern, auch des Paremannes, leicht gesteigert werden kann, zeigte sich überall da, wo er für seine Produkte in irgendeinem europäischen Betriebe einen sicheren Abnehmer gefunden hatte.
Beliebt ist der Verkauf von Mais gegen Vieh. Einer der oben erwähnten großen Maisstapel, der Mako, kostet eine Ziege, also je nach Größe 4–5 Rupien. Drei Mako kosten einen Ochsen. Bei einer Hungersnot oder schlechten Ernte schnellen die Preise für einen solchen Stapel natürlich sofort in die Höhe, aber meistens nur dann, wenn man mit barem Gelde kauft. Für den Tausch gegen Vieh bleiben gewöhnlich die alten Sätze bestehen, trotzdem die Viehpreise nicht gleichzeitig mit den Nahrungsmittelpreisen in die Höhe gehen, sondern ziemlich beständig sind, besonders im Tauschhandel. Diese Erscheinung findet ihre Erklärung darin, daß nach althergebrachter Sitte der feste Satz für einen solchen Stapel eine Ziege ist. Nimmt der Bauer bares Geld, etwa 10 Rupien, so ist das ein „moderner“ Handel, über den im ungeschriebenen Gesetzbuch der Väter keinerlei Bestimmung getroffen worden ist, der folglich auch auf dem Rechtswege nicht angefochten werden kann. Würde der Verkäufer aber dem Stammesgenossen zwei Ziegen, die früher nominell nicht einmal den gleichen Wert wie 10 Rupien besaßen, abverlangen, so würde der Käufer später, wenn die Not vorbei, diesen Kauf unter Berufung auf das Gesetz rückgängig machen, bzw. auf Herausgabe eines zweiten Stapels klagen. Aber auch nach der finanztechnischen Seite hin entbehrt diese gute Sitte ihrer Begründung nicht; denn während Bargeld für den Eingebornen totes Kapital ist, welches dazu noch sehr leicht gestohlen werden kann, verzinst sich in Vieh angelegtes Geld im allgemeinen sehr gut.
Ehe ich dieses Kapitel beschließe, möchte ich noch darauf hinweisen, daß man auf einigen an steilen Hängen gelegenen Batatenfeldern die Anfänge einer Terrassierung beobachten kann. Die Steine werden nämlich überall zu kleinen Mauern zusammengetragen und die so gebildeten Terrassen sind bald völlig mit Erde und Bataten bedeckt. Sie erleichtern auch die an solch steilen Hängen äußerst schwierige Bewässerung, da sie das Wasser immer wieder im Lauf aufhalten und verteilen. Düngung mit Kuhmist wird eigentümlicherweise, soweit mir bekannt ist, nur auf Tabakfeldern angewandt, die man deshalb auch fast immer nahe bei der Hütte angelegt findet.
Zusammenfassend kann man wohl sagen, daß der Paremann ein den Verhältnissen seines Landes und seiner primitiven Technik entsprechend guter Bauer ist, und daß auch von ihm und seinem Ackerbau das gilt, was Prof. Weule von den Eingebornen Afrikas im allgemeinen sagt: „Die einfache Art der Urbarmachung und Bestellung des Feldes besagt keineswegs, daß der Hackbau nun auch überall eine minderwertige Wirtschaftsform sei. Wer einmal gesehen hat, wie sauber die Neger ihre oft weitgedehnten Anpflanzungen mit den vielen kleinen Feldern von Hirse und Bohnen in mehreren Arten von Mais, Maniok, Süßkartoffeln, Erdnüssen usw. halten und wie sie sie hegen und pflegen und von hohen Wachthäuschen aus mit Geschrei und Schleuderwurf die kleinen Schädlinge (Vögel), mit Bogen und Flinte die großen, die Affen, Schweine und Elefanten, zu verjagen trachten, und was sie aus dem Boden trotz der überall fehlenden Düngung herausholen, wird rasch vom Gegenteil überzeugt sein.“