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Im Hause des Kommerzienrates. cover

Im Hause des Kommerzienrates.

Chapter 31: Werbung
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About This Book

Die Erzählung schildert die Folgen, als ein alter Müllersmann seine Enkelin zur Universalerbin bestimmt und der bereits eingesetzte Vormund, der Kommerzienrat Römer, die Verwaltung übernimmt. Zwischen bäuerlicher Herkunft und bürgerlichem Vermögen entwickelt sich ein Geflecht aus Sorge, Pflicht und unterschwelligen Machtspielen: ärztliche Notfälle, häusliche Beobachtungen und das Verhalten der Dienstboten zeichnen das Alltagsbild. Intime Kranken- und Haushaltsszenen wechseln mit sozialen Spannungen, und nach und nach treten Geheimnisse, Loyalitätskonflikte und die widersprüchlichen Charakterzüge der Beteiligten zutage.

... und da stand er, dort auf der obersten Stufe der in das Zimmer hinabführenden Holztreppe, lächelnd strahlend in Wiedersehensfreude. (S. 384.)

»Bruck! — Ich wußte es,« jubelte sie auf, und die Feder fortwerfend, breitete sie die Arme aus und lag im nächsten Augenblick an seiner Brust.

Draußen kam Suse über den Vorsaal; was sollte denn das heißen? Die Thür stand weit offen, im April, wo man noch täglich das »sündenteure« Holz in den Ofen stecken mußte, und den Aufschrei hatte sie auch gehört. Sie fuhr mit dem blauen Schürzenzipfel, den sie gerade in der Hand hielt, um sich den Schweiß von der Stirn abzutrocknen, vor Schrecken in den Mund, denn da unten auf den weißgescheuerten Dielen ihrer heiligen Schloßmühlenstube stand der Herr Doktor Bruck und hielt ihr Fräulein in den Armen, so fest, als wolle er sie in seinem ganzen Leben nicht wieder loslassen — Herr Gott — und sie waren ja doch kein Brautpaar vor den Leuten.

Behutsam schlich sie näher, um die Thür sacht zu schließen, aber Käthe sah sie und bemühte sich, unter heißem Erröten, der Umarmung zu entfliehen.

Der Doktor lachte — er lachte wieder so frisch und melodisch wie früher — und hielt sie nur um so fester. »Nein, Käthe, du kamst zwar freiwillig, aber ich traue dir doch nicht,« sagte er. »Ich wäre ein Thor, wenn ich dir Zeit ließe, dich möglicherweise in die Schwester zurückzuverwandeln. Kommen Sie nur herein, Jungfer Suse!« rief er über die Schulter — er hatte die alte Haushälterin sehr wohl bemerkt. — »Erst müssen Sie bestätigen, daß Sie eine Braut gesehen, dann soll sie ihre Freiheit haben.«

Suse wischte sich die Augen und gratulierte sehr wortreich, dann aber beeilte sie sich, die Thür zuzudrücken, um zu »der Müllerfranzen über den Hof 'nüber zu laufen« und ihr halb glücklich, halb klagend zu sagen, daß es mit der Herrlichkeit in der Mühle wieder aus sei, weil das Fräulein nun doch heiraten wolle ...

Der Doktor trat an den Schreibtisch und schlug feierlich das Hauptbuch zu. »Die Karriere der schönen Müllerin ist geschlossen, denn — Ostern ist da,« sagte er. »Wie habe ich die Tage gezählt bis zu dem Ziele, das ich mir damals selbst stecken mußte, wenn ich dich nicht ganz verlieren wollte! Du weißt nicht, wie es thut, ohne Gewißheit gehen zu müssen, wenn man für sein ganzes Lebensglück zittert. Mein einziger Trost waren deine Briefe an die Tante, diese klaren Briefe voll Willenskraft und strenger Weltanschauung, aus denen ich trotz alledem die heimliche Liebe las — aber wie spärlich kamen sie!« Er ergriff ihre Hand und zog sie wieder an sich. »Ich habe wohl begriffen, daß ein Zeitraum der Entsagung zwischen der schlimmen Vergangenheit und meinem neuen Leben liegen müsse; ich hatte ja deinem geschwisterlichen Gefühle Rechnung zu tragen, aber bis zu dieser Stunde ist es mir doch rätselhaft geblieben, weshalb du gänzlich entsagen und einen einsamen unbeglückten Weg gehen wolltest.« Er verstummte plötzlich und eine tiefe Glut bedeckte sein Gesicht — da, neben dem zugeklappten Hauptbuche lag ein Zettel; er kannte diese großen und doch so unsicheren Schriftzüge nur zu gut; solcher Papierstreifen waren ihm in der ersten Zeit seines Brautstandes genug zugeflogen.

Mit einer entschiedenen Bewegung legte Käthe die Hand auf die Papiere. Warum diese abscheuliche Intrigue noch einmal an das Licht ziehen? Mochte sie doch begraben sein für immer; ihrem Glücke trat nichts mehr in den Weg. Aber tiefernsten Blickes zog der Doktor Brief und Zettel hervor. »Ich dulde kein Geheimnis zwischen uns, Käthe,« sagte er fest, »und hier liegt eins.«

Er las, und nun bestand er unerbittlich auf einer Beichte, und die Seelenkämpfe, denen das junge Mädchen unterworfen gewesen war, zogen an ihm vorüber, er sah aber auch in die Tiefen ihrer selbstlosen Neigung — sie hatte willig ihre ganze Zukunft hingeworfen, um ihn zu erlösen.

»Und wie steht es mit der schönen Gräfin Witte? Ich habe geglaubt, sie begleite die Tante Diakonus und werde drüben im Fremdenzimmer logieren,« sagte Käthe schließlich unter Thränen lächelnd; sie versuchte gewaltsam das unerquickliche Thema abzubrechen, das den sonst so gelassenen Mann in die furchtbarste Aufregung versetzt hatte, und es gelang ihr. Er lachte.

»Im Fremdenzimmer wohne ich,« versetzte er. »Ich hatte meine guten Gründe, dich meine Ankunft vorher nicht wissen zu lassen und mein Instinkt hat mich richtig geleitet. Was aber die junge Gräfin betrifft, so ist sie, behufs einer Kur, drei Monate unsere Hausgenossin gewesen, und legte ihre Dankbarkeit, weil es mir geglückt ist, sie herzustellen, ein wenig zu enthusiastisch an den Tag — das ist alles. In vierzehn Tagen wirst du sie kennen lernen, denn bis dahin, mein Lieb, will der Professor seine Professorin heimführen. — Unser Brautstand hat sieben Monate gewährt — das bedenke. Ist es dir recht, wenn wir da drüben« — zeigte durch das Fenster nach einem nahe gelegenen Kirchturme — »an den Altar treten? Ich habe das Dörfchen immer so gern gehabt.«

»Du darfst mich führen, wohin du willst,« antwortete sie leise und innig; »aber ich habe hier noch Pflichten —«

»Bah, das Hauptbuch ist geschlossen, und ‚Schilling und Compagnie in Hamburg‘ kann dein getreuer Lenz abfertigen.«

Sie mußte lachen. »Gut denn — wie du befiehlst!« erklärte sie. »Ich trete zurück, und damit bricht für den armen Lenz eine bessere Zeit an; er soll die Mühle pachtweise bekommen — sie wird ihm rasch wieder zu blühendem Wohlstande verhelfen.«

Nun wurde auch die Schloßmühlenstube geschlossen und Käthe schritt an Brucks Arm den Fußweg entlang, den sie oft im Sturm und Unwetter zurückgelegt hatte. Heute war es himmlisch, unter den überhängenden, knospenden Zweigen hinzugehen. Die Blütenkätzchen der Weiden strichen schmeichelnd über die glühenden Wangen des Mädchens; ein weiches Abendlüftchen flog auf, und die Flußwellen zogen gesänftigt und leise plätschernd an den jungen, zitternden Ufergräsern vorüber. Drüben dehnte sich der Park hin, vornehm still wie immer; man sah die Schwäne auf dem Teichspiegel langsam kreisen, und hoch über den Wipfeln der Parkbäume flatterte eine blaugelbe Fahne auf der Villa — »die Herrschaft« war zu Hause.

Was alles flutete bei diesem Anblicke durch die zwei Menschenseelen, die sich eben Treue geschworen hatten für die Zeit und Ewigkeit!

»Weißt du auch, daß man Moritz in Amerika gesehen haben will?« flüsterte der Doktor.

Sie nickte. »Vor einigen Tagen wurden der Witwe Franz anonym fünfhundert Thaler aus Kalifornien zugeschickt — sie zerbricht sich den Kopf über den Wohlthäter, ich aber kenne ihn.« Und sie erzählte, wie »der Arbeiter mit dem blonden Vollbarte« die Rehe vor sich hergejagt hatte, um — sie vor einem grauenhaften Tode zu bewahren, weil sie in glücklichen Zeiten seine Lieblinge gewesen ....

Nun lag es vor ihnen, das liebe, alte Haus, von der Abenddämmerung umsponnen. Die Arbeiter hatten den Garten verlassen. Es war so feierlich still — die weißen Götterbilder dämmerten aus den Taxushecken, und die alte Frau kam lautlos, mit ausgebreiteten Armen die Thürstufen herab, um »die Liebste, Beste«, die sie so lange vom Himmel für ihren Liebling erfleht, an das mütterliche Herz zu ziehen ....

Da zitterte tief und voll der erste Glockenton von der Stadt herüber — das Fest wurde eingeläutet — Ostern!

Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.

W. Heimburgs Romane und Novellen.

Illustrierte Ausgabe. 10 Bände. Preis geheftet 30 Mark. Elegant gebunden, in feiner Leinwand-Truhe 40 Mark. Jeder Band ist einzeln zum Preise von 3 Mark geheftet, 4 Mark gebunden käuflich.

Inhalt der Bände: Bd. 1. Aus dem Leben meiner alten Freundin. Mit Illustrationen von W. Claudius. — Bd. 2. Lumpenmüllers Lieschen. Mit Illustrationen von J. R. Wehle. — Bd. 3. Kloster Wendhusen.Ursula. Mit Illustrationen von Alexander Zick. — Bd. 4. Ein armes Mädchen.Das Fräulein Pate. Mit Illustrationen von August Mandlick. — Bd. 5. Trudchens Heirat.Im Banne der Musen. Mit Illustrationen von E. Ravel. — Bd. 6. Die Andere.Unverstanden. Mit Illustrationen von W. Claudius. — Bd. 7. Herzenskrisen. Mit Illustrationen von C. Zopf. — Bd. 8. Lore von Tollen. Mit Illustrationen von M. Flashar und H. Albrecht. — Bd. 9. Eine unbedeutende Frau. Mit Illustrationen von Richard Gutschmidt. — Bd. 10. Unter der Linde. Zwölf Novellen. Inhalt: Am Abgrund. — Unsere Hausglocke. — Unser Männe. — Jascha. — In der Webergasse. — Großmütterchen. — Nachbars Paul. — Aus meinen vier Pfählen (1. Dorotheens Bild. 2. Onkel Leos Verlobungsring. 3. Flickdorchen. 4. Großvaters Stammbuch). — Auf schwankem Boden. Mit Illustrationen von A. Zick, C. Koch, J. R. Wehle, C. Zopf und W. Claudius.

W. Heimburg zählt zweifellos zu den liebenswürdigsten und beliebtesten unserer Romanschriftstellerinnen. Aus dem unergründlichen Born eines tiefen Gemüts schöpfend, weiß sie ihre Leser im innersten Herzen zu packen, aber auch über die Alltäglichkeit hinaus zu erheben. Die Welt von heute jagt und hastet, und der Kampf des Tages macht so viele hart, da muß uns eine Dichterin willkommen sein, welche in sinniger Weise Herz und Gemüt zur Geltung bringt; ihr Wirken ist versöhnend und klärend, und darum gebührt ihr das Heimatsrecht im deutschen Hause.

Wie viele, die sich des ihnen durch die Lektüre von Heimburgs Romanen schon gewordenen Genusses dankbaren Herzens erinnern, mögen nicht schon lange den Wunsch gehegt haben, die Heimburgschen Schriften in würdiger Ausstattung gesammelt als bleibenden Hausschatz zu besitzen. Für sie, sowie für alle diejenigen, welchen die Werke der gefeierten Erzählerin noch fremd sind, veranstaltete die Verlagshandlung die illustrierte Sammelausgabe. Ausgezeichnete Künstler haben dieselbe mit wohlgelungenen Bildern geschmückt, während es sich die Verlagshandlung angelegen sein ließ, durch schönen, klaren Druck, gutes Papier und einen geschmackvollen Einband für ein ansprechendes äußeres Gewand Sorge zu tragen.

Zu beziehen durch die meisten Buchhandlungen.

Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.

W. Heimburgs Romane und Novellen.

Illustrierte Ausgabe. Neue Folge. 5 Bände. Jeder Band geheftet 3 Mark, elegant gebunden 4 Mark.

Inhalt der Bände: Bd. 1. Mamsell Unnütz. Mit Illustrationen von W. Claudius. — Bd. 2. Um fremde Schuld. Mit Illustrationen von H. G. Jentzsch. — Bd. 3. Erzählungen. Inhalt: Sabinens Freier. — Franziska von Schlehen. — Das Raupenhäuschen. — Der silberne Hirschfänger. — Großmutters Whistkränzchen. — Marianne Sievening. Mit Illustrationen von R. Reinicke, W. Claudius und Fritz Bergen. — Bd. 4. Haus Beetzen. Mit Illustrationen von P. Schnorr. — Bd. 5. Trotzige Herzen. Mit Illustrationen von W. Claudius.

E. Marlitts Romane und Novellen.

Illustrierte Gesamt-Ausgabe. 10 Bände. Preis geheftet 30 Mark. Elegant gebunden, in feiner Leinwand-Truhe 40 Mark. Jeder Band ist einzeln zum Preise von 3 Mark geheftet, 4 Mark gebunden käuflich.

Inhalt der Bände: Bd. 1. Das Geheimnis der alten Mamsell. Mit Illustrationen von C. Koch. — Bd. 2. Das Heideprinzesschen. Mit Illustrationen von Erdmann Wagner. — Bd. 3. Reichsgräfin Gisela. Mit Illustrationen von J. Kleinmichel. — Bd. 4. Im Schillingshof. Mit Illustrationen von Wilh. Claudius. — Bd. 5. Im Hause des Kommerzienrates. Mit Illustrationen von H. Schlitt. — Bd. 6. Die Frau mit den Karfunkelsteinen. Mit Illustrationen von C. Zopf. — Bd. 7. Die zweite Frau. Mit Illustrationen von A. Zick. — Bd. 8. Goldelse. Mit Illustrationen von W. Claudius. — Bd. 9. Das Eulenhaus. Mit Illustrationen von C. Zopf. — Bd. 10. Thüringer Erzählungen. Inhalt: Amtmanns Magd. — Die zwölf Apostel. — Der Blaubart. — Schulmeisters Marie. Mit Illustrationen von M. Flashar, E. Herger und A. Mandlick.

Wie zur Zeit ihres ersten Erscheinens üben auch heute noch die Marlittschen Romane einen unwiderstehlichen Reiz auf das deutsche Lesepublikum und insbesondere auf die deutsche Frauenwelt aus. Die Nachhaltigkeit dieses Erfolgs erklärt sich daraus, daß derselbe nicht etwa nur auf der anerkannten Meisterschaft der Verfasserin in der Kunst zu erzählen, in Vorführung spannender Handlung, fesselnder dramatischer Situationen, sowie in ihrer außergewöhnlichen Kenntnis des Frauenherzens beruht, sondern hauptsächlich dadurch, daß allen Marlittschen Romanen hochinteressante, Geist und Gemüt bewegende, sittliche Probleme zu Grunde liegen.

Marlitts Goldelse, Zweite Frau, Geheimnis der alten Mamsell und alle die übrigen sinnigen Schöpfungen dieser beliebtesten deutschen Erzählerin, deren Namen bei vielen Tausenden die Erinnerung an so manche längst vergangene, glückliche Stunden wachrufen, mögen jetzt die Herzen der heranwachsenden Generation erfreuen! Gestattet es doch die ungetrübte Reinheit der Marlittschen Erzählungen jeder Mutter, sie ruhig in die Hände ihrer Tochter zu geben!

Für elegante Ausstattung der neuen illustrierten Ausgabe ist Sorge getragen; die Illustrationen stammen von hervorragenden Künstlern.

Zu beziehen durch die meisten Buchhandlungen.

Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.

E. Werners Romane und Novellen.

Illustrierte Ausgabe. 10 Bände. Preis geheftet 30 Mark. Elegant gebunden, in feiner Leinwand-Truhe 40 Mark. Jeder Band ist einzeln zum Preise von 3 Mark geheftet, 4 Mark gebunden käuflich.

Inhalt der Bände: Bd. 1. Glück auf! Mit Illustrationen von W. Claudius. — Bd. 2. Am Altar.Hermann. Mit Illustrationen von A. Zick. — Bd. 3. Gesprengte Fesseln.Verdächtig. Mit Illustrationen von Richard Gutschmidt. — Bd. 4. Frühlingsboten.Die Blume des Glückes. Mit Illustrationen von Erdmann Wagner. — Bd. 5. Gebannt und erlöst. Mit Illustrationen von C. Zopf. — Bd. 6. Ein Held der Feder.Heimatklang. Mit Illustrationen von R. Reinicke und Th. Rocholl. — Bd. 7. Um hohen Preis. Mit Illustrationen von Fritz Bergen. — Bd. 8. Vineta. Mit Illustrationen von W. Claudius. — Bd. 9. Sankt Michael. Mit Illustrationen von Fritz Bergen. — Bd. 10. Die Alpenfee. Mit Illustrationen von O. Gräf.

Im Gegensatz zu Marlitt und Heimburg, deren sinnige und gemütvolle Erzählungen in der meisterhaften Schilderung des Seelenlebens der Frauen gipfeln, führt C. Werner ihre Leser an der Hand eines packend und spannend aufgebauten Romans in die laute Welt des Ringens und Schaffens, in welcher nicht nur Menschen, sondern auch Geistesströmungen miteinander streiten. Die Tochter Berlins, in der Großstadt groß geworden, hatte das brausende Wehen des Zeitgeistes vernommen und ihn wohl begriffen, die Kämpfe mit Frauenherzen nachempfunden und mit der Wärme des Frauenherzens nacherzählt, so daß ihre Helden allen, auch Frauen und Jungfrauen, verständlich und sympathisch wurden.

Den reichen Bilderschmuck lieferten unsere besten deutschen Illustratoren; die elegante Ausstattung wird selbst den verwöhntesten Geschmack befriedigen.

Zu beziehen durch die meisten Buchhandlungen.

Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart, Berlin, Leipzig.

E. Werners Gesammelte Romane und Novellen.

Illustrierte Ausgabe. Neue Folge. 6 Bände. Jeder Band geheftet 3 Mark, elegant gebunden 4 Mark.

Inhalt der Bände: Bd. 1. Freie Bahn! Mit Illustrationen von E. Siegert. — Bd. 2. Flammenzeichen. Mit Illustrationen von W. Claudius. — Bd. 3. Gewagt und gewonnen. Inhalt: Der Egoist. — Auf Ehrenwort. — Erinnerung. — Wähle! — Warum? — Der Wilddieb. — Befreit. Mit Illustrationen von R. Mahn. — Bd. 4. Fata Morgana. Mit Illustrationen von Paul Hey. — Bd. 5: Hexengold.Der höhere Standpunkt.Der Lebensquell.Edelwild. Mit Illustrationen von F. von Reznicek, C. Wedenmeyer und M. Flashar. — Bd. 6. Adlerflug.Ein Gottesurteil. Mit Illustrationen von M. Flashar und F. v. Myrbach.

Die überaus freundliche Aufnahme, welche die erste Sammlung von E. Werners illustr. Romanen und Novellen gefunden hat, veranlaßt uns, den zahlreichen Freunden der gefeierten Erzählerin neben mehreren früheren, in der Gesamt-Ausgabe noch nicht enthaltenen Werken die in den letzten Jahren neu entstandenen Romane und Novellen in einer neuen illustrierten Sammel-Ausgabe darzubieten. — Für die Illustrierung haben wir eine Reihe namhafter Künstler gewonnen, welche dafür bürgen, daß sich die Neue Folge auch im Bilderschmuck der ersten Sammlung würdig anschließen wird. Wie bei dieser hat die Verlagshandlung auch bei der »Neuen Folge« für eine elegante Ausstattung, schönen, klaren Druck und gutes, dauerhaftes Papier Sorge getragen.

Zu beziehen durch die meisten Buchhandlungen.

Anmerkungen zur Transkription

Inkonsistenzen wurden beibehalten, wenn beide Schreibweisen gebräuchlich waren, wie:
  • Abscheues — Abscheus
  • Boukett — Bouquet
  • Ellbogen — Ellenbogen
  • etikettegemäß — etikettengemäß
  • kömmt — kommt
  • Meißener — Meißner
  • Pfannenkuchen — Pfannkuchen
  • Prinzipes — Prinzips
  • Roheit — Rohheit
  • Rouleaus — Rouleaux
  • rückhaltlos — rückhaltslos
  • Sammel-Ausgabe — Sammelausgabe
  • superb — süperb
  • Testamentes — Testaments
  • Universitäts-Professorin — Universitätsprofessor
Interpunktion wurde ohne Erwähnung korrigiert. Im Text wurden folgende Änderungen vorgenommen:
  • S. 14 »zu häupten« in »zu Häupten« geändert.
  • S. 18 »enzückt« in »entzückt« geändert.
  • S. 49 »Strikt« in »Streikt« geändert.
  • S. 56 »Sie« in »sie« geändert.
  • S. 62 »ein Thräne« in »eine Thräne« geändert.
  • S. 64 »klopfte ihn« in »klopfte ihm« geändert.
  • S. 83 »Selbstverworbene« in »Selbsterworbene« geändert.
  • S. 101 »Dokter« in »Doktor« geändert.
  • S. 110 »nervöslächelnden« in »nervös lächelnden« geändert.
  • S. 120 »loßreißend« in »losreißend« geändert.
  • S. 150 »Henritte« in »Henriette« geändert.
  • S. 152 »Spitzenshwal« in »Spitzenshawl« geändert.
  • S. 162 »selbstverständig« in »selbstverständlich« geändert.
  • S. 172 »umwendeten« in »umwendete« geändert.
  • S. 174 »ereignet« in »ereignete« geändert.
  • S. 176 »zu« hinter »gedemütigt« eingefügt.
  • S. 191 »excentrisch« in »exzentrisch« geändert.
  • S. 219 »Boule-Möbel« in »Boulle-Möbel« geändert.
  • S. 223 »Haarsträhne« in »Haarsträhnen« geändert.
  • S. 237 »ratschlagender Pfau« in »radschlagender Pfau« geändert.
  • S. 244 »wir« in »mir« geändert.
  • S. 313 »gespensterisch« in »gespenstisch« geändert.
  • S. 313 »seitswärts« in »seitwärts« geändert.
  • S. 338 »Dyamit« in »Dynamit« geändert.
  • S. 342 »Rekonvalescentin« in »Rekonvaleszentin« geändert.
  • S. 389 »unsrer« in »unserer« geändert.
Die idiomatische Schreibweise »Boukett« wurde beibehalten.