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In Dingsda

Chapter 2: Vorwort
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About This Book

A collection of short, impressionistic prose sketches in which a reflective narrator moves between city and countryside, recording everyday scenes, solitary walks, domestic rhythms, and small encounters. The pieces emphasize sensory detail and tonal shifts—morning light, street noise, garden scents—while meditating on weariness with literary and urban life, nostalgia for rural simplicity, and the quiet consolations of nature. Scenes range from early-morning wanderings and village visits to intimate moments of reading, solitude, and mourning, linked by a restrained, observational voice that favors mood and interior perception over plot.

Vorwort

Dies ist die dritte Auflage, die mein »Dingsda«-Büchlein erlebt. Sie mag bekunden, daß es im Laufe der Jahre seine Wirkung getan hat und daß es noch immer munter weiterlebt. Im stillen hat es gewirkt. Aber das entspricht seiner Art. Doch eindringlich. Schon oft wurde darauf aufmerksam gemacht, wie man an mehr als einer Stelle auch den Spuren seiner Einwirkung auf die Entwicklung unserer neuesten deutschen Novellistik seit zwanzig Jahren begegnen kann.

Doch lieber als das ist mir der Umstand, daß es nach wie vor seine unmittelbar lebendige Wirkung auf den Leser übt. Daß es mit der Sonne, dem freundlichen Stilleben und Einleben in die schlichten Freuden, mit denen die Natur gütig unsere Herzen heilt, auch anderen wohltut; daß es im Laufe der Jahre immer neue Freunde gewonnen hat; abseits von all den anderen, lauteren, aber oft auch wohl vergänglicheren Erfolgen unseres literarischen Lebens … Ich habe dieser neuen Auflage nichts hinzugetan und nichts genommen. Das Büchlein hatte damals eine ganz bestimmte Notwendigkeit seines Entstehens. Es ist ein aus sich selbst gewordenes Stück Leben und Seele. Das erfordert auch die Pietät seines »Schöpfers«. Da darf nichts verändert und beschnitten werden. Das ist in solchen Fällen nichts als Verschlimmbesserung …

Möge diese schöne Bücherei meine stille »Dingsda«-Welt von damals noch recht vielen Freunden ans Herz tragen!…

Weimar, Sommer 1912.
 
Johannes Schlaf.

[pg 5]