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In Dingsda

Chapter 9: Siesta
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About This Book

A collection of short, impressionistic prose sketches in which a reflective narrator moves between city and countryside, recording everyday scenes, solitary walks, domestic rhythms, and small encounters. The pieces emphasize sensory detail and tonal shifts—morning light, street noise, garden scents—while meditating on weariness with literary and urban life, nostalgia for rural simplicity, and the quiet consolations of nature. Scenes range from early-morning wanderings and village visits to intimate moments of reading, solitude, and mourning, linked by a restrained, observational voice that favors mood and interior perception over plot.

Siesta

Ein Nichtstun ist mein Leben hier. So recht ein göttliches Nichtstun ohne Reue über verlorene, tote Stunden. Ich träume so hin, in innerster, stiller, unbewußter Fülle. So fühl ich, wie ich gedeihe; gedeihe wie der Baum in freier Luft, in der heiteren Sonne. Und nichts mag ich kennen, nichts außer diesem Gefühl.

Nachmittag ists. Ich sitze am Fenster und rauche meine Pfeife zu einer Tasse Kaffee. Beim Umrühren wirbelt sich das flinkernde Braun zusammen in unzähligen, perlmutterfarbenen Perlchen.

Der Goldrand der Tasse glitzert in der Sonne. Ein zarter Brodem zieht sich gegen das Fenster hin, an dem eine Fliege summt. Der Tabaksrauch verliert sich hinten in dem lichtdunstigen Zimmer. Vorm Fenster rankt sich das helle Weinlaub.

Zwei Kinder. Im blauen und roten Kleidchen, in safrangelben Strümpfen kommen sie die Gasse herab. Hand in [pg 48] Hand stolpern sie über das Pflaster. Sie haben die Stumpfnäschen in die Höhe gereckt und schwatzen laut ihren süßen Unsinn so vor sich hin in das goldige Mittagslicht hinein. Allmählich wiegt es mich ein. Ich dämmere so hinüber …