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Indianerleben

Chapter 94: Schlußwort.
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About This Book

A detailed ethnographic account records life among several indigenous peoples of the Gran Chaco, combining chaptered field descriptions of houses, family and communal organization, subsistence, gendered division of labor, and material culture with examinations of ritual specialists, ceremonies, myths, and oral sagas. It surveys artistic techniques, tools, games, and trade, and discusses conflict, alliances, and contact with settlers and missionaries. Scattered anecdotes and translated legends illustrate cosmologies and moral ideas while systematic comparisons highlight regional differences in social institutions and daily practices.

Schlußwort.

Ich habe die Indianer, die ich im Chaco kennen gelernt habe, hier zu schildern gesucht. Wir sind zum Schluß bis an die Grenze des Unbekannten gekommen, dessen Geheimnisse noch niemand erforscht hat. Ein großes Gebiet im Chaco ist den Weißen vollständig unbekannt, ein noch größeres ist noch niemals von einem Forscher besucht worden.

Es ist ein gefährliches Gebiet, nicht so sehr der feindlichen Indianer wegen, die man dort wahrscheinlich antrifft, sondern infolge des Wassermangels. Mit Hilfe der Indianer könnte man dort vorwärts kommen, ohne sie kann man die Wasserstellen nicht finden. Im vorhergehenden habe ich gesagt, daß man im Chaco Reste sehr primitiver Stämme finden muß, denn es ist der natürliche Zufluchtsort für diejenigen, die in den Kämpfen um die Flüsse und um die Gegenden, wo die Forderungen des Magens leicht zu befriedigen sind, besiegt worden sind.

Die hier geschilderten Stämme hätte ich gern viel besser kennen gelernt. Über die religiösen Vorstellungen der Chorotis und Ashluslays wissen wir beinahe nichts. Nur einige der hier mitgeteilten Sagen habe ich in der Originalsprache aufgezeichnet. Auch die Individualpsychologie lockt mich.

Es dürfte dem Leser deshalb nicht wunderbar erscheinen, wenn ich noch einmal am Indianerleben am Rio Pilcomayo teilnehmen möchte, wenn ich noch einmal die alten Sagen am Lagerfeuer möchte erzählen hören, wenn ich in die unbekannten Gegenden des nördlichen Chaco eindringen möchte.

Bevor dies geschehen kann, muß ich jedoch die Ergebnisse meiner letzten Fahrt, die einen viel größeren Teil von Bolivia als den Chaco berührt hat, vollständig veröffentlichen. Nicht zum mindesten wichtig ist, daß meine Funde bei meinen archäologischen Ausgrabungen beschrieben werden.

Vielleicht wären auch meine Urwaldwanderungen und Flußfahrten im nordöstlichen Bolivia weit bis zu der Grenze Brasiliens es wert, einem größeren Publikum als dem, das ethnographische Fachzeitschriften liest, geschildert zu werden.

Im Dezember 1909 verließ ich, von meinem schon beschriebenen zweiten Besuch bei den Chorotis und Ashluslays kommend, Yacuiba.

Nach Hause ging die Fahrt!

Ende Januar 1910 war ich wieder in Schweden. Meine beiden Reisebegleiter waren in Südamerika geblieben. Sie sind jung und wollen versuchen, sich in dem neuen Lande durchzuschlagen. Ich hoffe, es wird ihnen gelingen. Gefällt es Moberg bei den Weißen nicht, so läßt er sich wohl bei den Indianern und Indianerinnen nieder, wo er sich so wohl gefühlt hat.

Als ich von Batirayu Abschied nahm, sagte er: „Es ist traurig, zu scheiden und sich niemals wieder zu treffen, wenn man so befreundet geworden ist.“

Wer weiß, vielleicht treffen wir uns noch einmal. Möge Yamandutunpa dich beschützen, Batirayu. Möge es lange dauern, bis du nach Aguararenta wanderst, um Maisbier bei deinen Vorvätern zu trinken.

„Hayma opama!“ (Und mehr war es nicht.)