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J'accuse (Ich klage an): Zwei Jahre in französischer Gefangenschaft cover

J'accuse (Ich klage an): Zwei Jahre in französischer Gefangenschaft

Chapter 3: Wo warst Du?
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About This Book

Der Autor berichtet in Form von Tagebuchaufzeichnungen und authentischen Briefkopien von zwei Jahren französischer Kriegsgefangenschaft nach der Gefangennahme in Marseille. Er schildert Transport und Unterbringung auf Insel- und Festungsgefängnissen, wiederholte Durchsuchungen, Entbehrungen, körperliche und seelische Leiden sowie demütigende Behandlung durch Bewacher. Neben Alltagsbeschreibungen von Krankheit, Versorgung und Kameradschaft reflektiert er über Pflicht, Standhaftigkeit und das Bemühen, innere Würde trotz aussichtsloser Lage zu bewahren. Beglaubigte Dokumente und Vermerke ergänzen die Chronik und führen zur Darstellung einer späteren amtlichen Anerkennung als Offizier.

Wo warst Du?

Einstellen aller Fehden,
Befehl, Gewehr in Ruh!
Nun, Deutschland, frage jeden
Das eine: Wo warst du?
Hast du den Ruf vernommen
Vom heil’gen Deutschen Reich?
Bist du zurückgekommen,
Und kamst du alsogleich?
Uns hat ein Heimatkünden
Wie Schreckensruf gejagt,
Der Weg war schwer zu finden,
Wir haben ihn gewagt — — —
Und dann in Kerkermauern
Den falschen Weg gebüßt,
Doch ohne Reu und Trauern,
Weil wir es so gemüßt. —
Wag’ einer, uns zu schmälen,
Weh dem, der unser spott’!
Den Weg galt’s uns zu wählen,
Wohin er führte, Gott. —
Wir haben schwer gelitten,
Daß noch das Inn’re brennt,
So wie wir keinem Dritten
Zu leiden je gegönnt.
Eh’ wer uns höhnend stelle,
Ballt uns’re Faust sich zu:
Auf Widerfrag’, Geselle,
Sag’ an: Wo, wie warst du?