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Lustreise ins Morgenland, Zweiter Theil (von 2) cover

Lustreise ins Morgenland, Zweiter Theil (von 2)

Chapter 21: Physiologischer Karakter der Einwohner.
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About This Book

A travel narrative recounts a journey through the Eastern Mediterranean to Jerusalem, blending route- and geography-focused notes on Syria with close descriptions of ports, towns, and islands encountered. It documents major holy sites, monuments, tombs, and urban layout while reporting on population, climate, health, and building styles. The text records local customs, dress, marketplaces, pilgrim practices, hospices, and everyday trades, and it includes episodic travel incidents and sea passages. Practical advice for pilgrims and reflective closing remarks round out the account, offering both observational detail and guidance for prospective travelers.

Physiologischer Karakter der Einwohner.

Wenn ich mich befleißigen werde, den Jerusalemer nach seinen körperlichen Eigenschaften hervorzuheben, so verstehe ich unter demselben hauptsächlich die Bauersleute der Umgebung, weil sie wohl das Bild der Vorältern treuer bewahrt haben werden, als der städtische Mischmasch.

Die Haarfarbe ist schwarz, die Hautfarbe weiß oder bräunlich; insbesondere macht sich ein schöner Anflug eines zarten Wangenroths bemerkbar. Rothe, blauäugige und blonde Leute gibt es selten. Der Körper eher groß, dabei gut und fest gebaut; das Zellgewebe mit ziemlich viel Fett. Die Stirne nicht sehr hoch und mäßig breit. Die Nase lang, gebogen, mit herabstehender Spitze und dünnen Flügeln, im Ganzen ziemlich groß. Die Lippen eher dünn und der Mund groß. Die Zähne schön. Das Gesicht spitzt sich, nach dem Umrisse eines Eies, von der Stirne nach dem Kinne zu. Das Ohr von mittelmäßiger Größe schließt sich dem Haupte an. Der Gang und überhaupt die Bewegung ist lebhaft, die Haltung des Leibes gerade. Die Weiber stehen den Männern an Schönheit nach. Vielleicht waren aber die schönen weiblichen Schätzbarkeiten verschleiert oder zu Hause. Aus den Augen der Männer, worunter bildschöne, strahlt eine ruhige Gluth. Ich sah nicht leicht etwas Ausdruckloseres, als den Blick und namentlich den halboffenen Mund der Frauen und Mädchen, welche sich vor dem Denken ordentlich zu fürchten scheinen.