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Lustreise ins Morgenland, Zweiter Theil (von 2) cover

Lustreise ins Morgenland, Zweiter Theil (von 2)

Chapter 31: Rückblick auf Jerusalem.
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About This Book

A travel narrative recounts a journey through the Eastern Mediterranean to Jerusalem, blending route- and geography-focused notes on Syria with close descriptions of ports, towns, and islands encountered. It documents major holy sites, monuments, tombs, and urban layout while reporting on population, climate, health, and building styles. The text records local customs, dress, marketplaces, pilgrim practices, hospices, and everyday trades, and it includes episodic travel incidents and sea passages. Practical advice for pilgrims and reflective closing remarks round out the account, offering both observational detail and guidance for prospective travelers.

Rückblick auf Jerusalem.

So wenig der erste Anblick der Stadt meiner Erwartung entsprach, so tief, ich muß es laut gestehen, wurde sie beschämt, als ich anfing, die Denkwürdige mit Aufmerksamkeit zu zergliedern. Wenn auch nicht der Buchstabengläubige und der ungestüme Zweifler, so kehrt doch der ruhige Prüfer aus der gefeierten Stadt zurück. Jerusalem verdient mit vollem Rechte von dem Alterthumsforscher, zumal aber von dem Israeliten und Christen, besucht zu werden. Es erscheint nicht wenig auffallend, daß hier die Nachgrabungen, um Alterthümer zu entdecken, nicht nach einem durchgreifenden Plane, wie an so manchen andern, geschichtlich vielleicht weniger wichtigen Orten veranstaltet werden. Es liegt über allen Zweifel hinaus, daß der Nachgrabende in Jerusalem mannigfaltige Schätze der Vorwelt hervorziehen würde, die zu Erklärung des alten und neuen Testamentes ungefähr so viel beitragen könnten, als das ganze Heer von Stuben- und Schriftgelehrten seit Jahrhunderten wirklich dazu beigetragen haben. Es versteht sich wohl von selbst, daß, um so zu sagen, keinerlei heilige oder unheilige Besorgnisse von den Nachgrabungen abhalten dürfen. Die Wahrheit ist in der That heiliger zu achten, als daß es erlaubt wäre, auf das Erforschen derselben zu verzichten, weder den Einen, weil sie etwa fürchten, daß der neue Fund den bisherigen Glauben schwäche, noch den Andern, weil sie besorgen, daß er ihn stärke.