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Mein Weg zu Martin Luther

Chapter 2: Vorwort.
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About This Book

Der Autor schildert seinen Weg vom klösterlichen Noviziat zur evangelischen Überzeugung: aus familiärem Druck in einen Orden eingetreten, erlebt er monotone lateinische Liturgie, zwischenmenschliche Spannungen unter den Brüdern und Ernüchterung gegenüber Heiligenverehrung und Reliquien. Persönliche Gewissenskonflikte und kritische Beobachtungen über Ritualismus und seelsorgerliche Praktiken führen zu zunehmender Distanz zur klösterlichen Lebensform und münden in die Suche nach einem lebendigeren evangelischen Glaubensverständnis sowie einem Appell an die Erneuerung dieses Bekenntnisses.

Vorwort.

Die Fülle und Kraft evangelischen Bekennertums ist in der Christenheit in Vergessenheit geraten. Das war Undank gegen Tote und Unrecht gegen Lebende. Wie keine andere Kirche der Welt zählt die evangelische Glaubenszeugen. Ihre Kraft des Leidens und Sterbens muß wieder wirksam werden. Gerade in der äußeren und inneren Not der Gegenwart. Wer den letzten Satz des Lutherliedes singt, der muß wieder inne werden, daß unter ihm Ströme evangelischen Blutes geflossen sind, und wieder lernen, daß das Evangelium, wie es die Kirche Luthers und der anderen Reformatoren in den Mittelpunkt des Glaubenslebens stellt, heute noch wert ist solchen Singens und Darnachhandelns. Singe niemand diesen schweren Satz, der ihn nicht wahr machen wollte in seinem Leben!

Unser Volk und unsere Kirche brauchen Männer und Frauen starken, gottgebundenen Gewissens. Möge sich nach Gottes freundlichem Willen Kraft und Treue tiefen Glaubens entzünden und stärken an solchen, deren Gewissen nirgends Ruhe gefunden als am Quell allen Lebens und allen Heils, wie ihn unsere evangelische Kirche als heiligstes Kleinod weiß.

Der Verlag des
Evangelischen Bundes.

Der Herausgeber:
Professor Dr. Friedrich Ulmer.