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Mineralogia Polyglotta cover

Mineralogia Polyglotta

Chapter 154: C. Soda.
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About This Book

A compact multilingual mineralogical reference that organizes mineral names, gemstone types, rock and earth groups, salts, combustible minerals, and metals into systematic chapters. It classifies gems by color and mineral species by group (quartz, feldspar, micas, carbonates, sulfates, phosphates, etc.), describes properties and uses, and enumerates common salts and fuel minerals. Extensive comparative vocabulary and etymologies present mineral terms across many languages and dialects, aiding identification and cross-cultural terminology. Entries combine brief definitions, classification notes, and linguistic variants to serve both scientific reference and lexical comparison.

tinschnarasa im Sanscrit (d.i. die scharfe Essenz), mit Salpeter übersetzt, mag wohl hierher gehören.

ze-tshihi-skrura-rtsi, ze-tshahi-skyura-rtsi, auch sho-rahi [or: shorahi] im Tibetanischen.

Die Araber kannten diese Säuren ganz wohl, den Namen habe ich noch nicht ermitteln können.

ασημονερον im Neugriechischen;—aqua nitri, aqua stygia der Alchemiker.

aqua fuerte im Spanischen;—eau forte, esprit de nitre im Französischen.

szedwasser, serwasser, kwas salitri im Polnischen;—ssedwasser, lucewka im Czechischen;—lozhidna woda im Windischen;—ostrogrizna voda in Croatien.


§. 3. Glaubersalz.

Schwefelsaures Natron, ein sehr allgemeines Purgiersalz, welches einige Landseen absetzen, theils rein, theils in Verbindung mit Koch- und Bittersalz.

charee-muttee, chara-nun, khara-noon im Hindu;—daru im Bucharischen;—dermane-spi im Kurdischen (d.h. weisse Medicin) ist ein Salz, das mit sal nitron übersetzt wird, aber hierher gehören kann.

αλκυονιον der Griechen (worunter man auch Bittersalz begriffen haben kann), auch wohl μελεσιον und ἁλος αχην;— alcyonium und melesion der Römer.

φοκιοσκατον im Mittelalter.

guphradino im Syrischen ist mit alcyonium übersetzt.

tsudaso, termesz-saletrom im Magyarischen;—sjran sodicity im Czechischen;—glauberowa sole im Russischen; sulfate of soda im Englischen, und ähnlich in den andern Sprachen, sind die neuern wissenschaftlichen Bezeichnungen.


§. 4. Bittersalz.

Schwefelsaure Magnesia oder Talkerde ist ein bekanntes bitterlich schmeckendes Purgiersalz, das einige Quellen und Seen enthalten, auch absetzen, das dem Meerwasser den unangenehmen bittern Geschmack giebt. Berühmt sind die Quellen von Seidlitz in Böhmen, Epsom in England, Hignero in Spanien, woher die Namen: Seidlitzer-, Epsomer-, Higuernosalz. Im innern Asien sind eine Menge Seen, die Bittersalz absetzen, theils rein, theils mit Glauber- und Kochsalz.

αφρολιτρον der Griechen, aphrolithron der Römer kann hierher gehören. Oefter erwähnen die Autoren das bittre Salz der Seen, ohne dafür einen besondern Namen zu nennen;—sal Sodomae (aus dem todten Meere) im Mittelalter, sal amarum im neuern Latein;—sal amare im Italienischen;—sal amer im Französischen;—sal cataractica im Spanischen;—bittersalt im Englischen;—suursalt im Dänischen.

gorjkaja im Russischen;—horcen, sul horca im Czechischen;—sol horska, siarkan magnezyi im Polnischen;—keserü-so im Magyarischen.


§. 5. Alaun.

Der Alaun ist chemisch eine schwefelsaure Thonerde von bekanntem Geschmack, die aber nicht für sich, sondern nur mit Zusatz von etwas Kali krystallisirt. Er findet sich nicht häufig in der Natur, nur in einigen vulkanischen Gegenden, wird meist künstlich aus alaunhaltigen Gesteinen bereitet, was schon seit ältester Zeit geschehen ist. Der Alaunstein (s. oben), dem Feldstein verwandt, liefert nach heftigem Brennen, beym Auslaugen viel Alaun, der früher, auch im Mittelalter, vorzüglich in Kleinasien fabricirt wurde. Grosse Fabriken waren bey der Stadt Roche jetzo Edessa in Syrien wurde. Schon im 13. Jahrh. bestanden Alaunwerke bey Neapel, im 15. Jahrh. entstanden die grossen Alaunwerke bey Rom, und der römische Alaun ist auch jetzo noch sehr geschätzt. Manche Schiefer—Alaunschiefer—geben ebenfalls Alaun, so auch manche kohlige Straten der Braunkohlenformation—Alaunerde. Bey Friesdorf ohnweit Bonn am Rheine benutzt man gegenwärtig solche Alaunerde, und hat dabey die deutlichsten Reste einer Alaunfabrik gefunden, die hier zur Römerzeit von den Germanen betrieben wurde.

Der Alaun hat jetzo, und hatte stets und bey allen cultivirten Völkern, eine grosse technische Anwendung, besonders in der Färberey, auch zur Bereitung der Lackfarben, in der Medicin u.s.w.

pe-fan, hong-fan im Chinesischen; fan ist Alaun und Vitriol;—nü-pan auf Korea;—miobare im Japanischen; yatchin fekchoun im Tartarischen;—changuien-fe-choun [or: changuien-fechoun] im Tartarisch-Mandschu;—tawas im Malaiischen; poghljegh im Armenischen.

phitkara, auch spatika im Sanscrit;—phitkaree, phitkari im Hindu;—phatkiri im Bengalischen.

sak im Persischen;—schab im Türkischen;—schebba-spi [or: schebbaspi] im Kurdischen;—seb, schabbak, shub, zeme im Arabischen;—scebbo yl gmyl im Maltesischen:—σεπ, sebo, asep im Mittelalter;—alsech bey den Alchemikern, auch achachi, altach, azub, azama, calis, alume.

oben im Koptischen;—adlo im Syrischen;—timso, temso im Magyarischen, timso-föld ist Alaunwerk, timsokö Alaunstein.

stips im Albanischen;—stipse, auch petra acra im Walachischen;—stipsa im Illyrischen;—στυψη im Neugriechischen;—στυπτηρια im Griechischen (στυψις ist das Zusammenziehende, Herbe, auch die Beize der Färber, στυψειν zusammenziehen).

alm, ailm im Gälischen;—allawg im Wälschen;—alum im Bretonischen;—alumen der Römer, auch melinum (von der Insel Melos), der haarförmige (unser natürlicher Federalaun) war trichites, der feste strongyle, der flüssige phorimon, puraphoron, welche Arten häufig auf der Insel Melos sind;—alun im Französischen, Isländischen, Schwedischen, Dänischen;—alun, auch alumbre im Spanischen, auch xebe (aus dem Arabischen);—alum, allon im Englischen;—alumen im Portugiesischen;—aluin im Holländischen und Belgischen;—alun, halun im Polnischen;—galum im Windischen;—jelun im Illyrischen;—aluna, alun kedke im Lappländischen;—aluna im Finnländischen;—aluns, alluhns im Lettischen;—alet im Schweizerischen;—efne im Angelsächsischen.

kwastzy im Russischen;—kamenec, kameinjek, ledek im Czechischen.


§. 6. Mineralalkali, Natron, Soda.

Das Mineralalkali, oder das reine kaustische Natron, ist ein eigenthümlicher Stoff, ein chemisches Element, das als solches nicht natürlich vorkommt, aber mit Säuren mannichfaltige Verbindungen eingehet, von denen einige sehr häufig sich finden. Die Verbindung mit Chlor bildet das Kochsalz, mit Schwefelsäure das Glaubersalz, mit Kohlensäure das gewöhnliche Natron, dessen wahre Natur zuerst Hiorne 1712 ermittelt haben wird. Das (kohlensaure) Natron, das vorzugsweise und zu allen Zeiten zur Fabrication des Glases und der Seife verwendet wurde, gewinnt man theils durch Verbrennung gewisser Pflanzen, und heisst dann Soda, theils erscheint es als Ausblühung gewisser Straten, wie in Indien, Aegypten u.s.w., dieses bezeichnet man gewöhnlich als Natron; in der Berberey, vorzüglich bey Tripolis findet sich sehr häufig ein solches Natron, welches aber etwas weniger Wasser enthält, unter dem Namen Trona bekannt ist. Alle diese 3 Modificationen sind nicht wesentlich verschieden.

A. Das Natron.

Es blühet theils aus der Erde, wie besonders in Indien, und wird so direct eingesammelt, oder es wird von vorhandenem Wasser, in Landseen aufgelöst, und aus diesen gewonnen, wie besonders in Aegypten (aus dem Natron-See), Ungarn u.s.w.;—den alten Aegyptern diente es zum Einbalsamiren der Leichen, die 70 Tage in λιτρον eingesalzen wurden, wurde überhaupt viel zur Färberey, zu Glas, Seife u.s.w. angewendet.

kien im Chinesischen, und siao (wie auch der Salpeter heisst);—sedgy, sejji und miltee im Hindu;—sorjica im Sanscrit, auch sardshi, sajika, sardshika und saridshikashara, wadshraka, kapota, crughnikab, kschara (ist wohl Soda);—kschara in Bengalen (ist wohl Soda);—cudshiri im Mongolischen;—agh jegipto im Armenischen (d.i. ägyptisches Salz), auch wir und paragay wird mit nitrum übersetzt.

hasm, hosem, hasem in der ägyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion;—hasm, hosm im Koptischen, hosm eftresthrosoch ist die röthliche Abänderung;—isar im Türkischen;—nusadir im Persischen.

nitrum, natrum im Arabischen, wo man rothes, weisses und graues unterscheidet;—nether im Hebräischen und Chaldäischen;—nitro im Syrischen;—νιτρον, λιτρον im Griechischen, νιτρον ερυθρον war das röthliche;—nitron, lithron der Römer; commune war das unreine, wie es aus den Natron-Seen kommt, halmyrhaga das reine, ausgeblühete Salz, spuma nitri, αφρονιτρον der Griechen (αξιλλησιον in späterer Zeit), das ausgeblühete mehlartige Salz; ammonitron war ein mit Sand zusammengeschmolzenes, eine Art rohes Glas, agrium war auch ein unreines Natron (könnte zusammenhängen mit agrum, wie im Türkischen die Trona heisst); nitrum ustum war das reine ätzende Natron. Die Schwefelleber, hepar sulphuris (durch Zusammenschmelzen von Natron und Schwefel) kannte man ganz gut, wie aus Plinius erhellet, doch wird kein Name dafür angegeben.—natar im Gälischen;—natron, sal vitri im neuern Latein;—natron in den neuern Sprachen;—glassalz im Altteutschen.

gatzua im Baskischen; gatzastea ist Alkali im Allgemeinen, gatza ist Salz;—szekisso, auch termesz szik so im Magyarischen.

stennaya sole im Russischen;—uhlan sodicity im Czechischen.

B. Die Trona.

Dasjenige kohlensaure Natron, welches in der Berberey, besonders in der tripolitanischen Provinz Suckena ausblühet, hier viel gesammelt und versendet wird, enthält etwas weniger Wasser als das ägyptische und indische, ist aber diesem sonst höchst ähnlich, bildet aber meist eine eigene Gattung oder Art in der Mineralogie.

trona in der Berberey.

borech im Persischen;—bouro, bure im Türkischen, auch agrum (woher vielleicht das vorher erwähnte agrium der Römer stammen könnte);—borak im Kurdischen;—borak im Arabischen, auch bora, baurach, burak (woher βορακη im Mittelalter, das Glas);—burao im Maltesischen;—barakon, baraka im Koptischen;—burko im Syrischen;—borith im Hebräischen, borith mechabsim ist das mit Oel verbundene Natron, das beym Walken statt Seife angewendet wurde.

C. Soda.

Viele Pflanzen, besonders am Meere wachsende, liefern beym Verbrennen viel kohlensaures Natron, welches gereinigt, dem mineralischen ganz ähnlich ist, unter dem Namen Soda sehr bekannt. In Spanien vorzüglich, auch in Frankreich, Aegypten u.s.w. wird sehr viel davon gewonnen, theils aus Arten von fucus (in Frankreich als varech, in England als kelp, in Teutschland als Tang bekannt), theils aus den Gattungen salicornia (in Frankreich soda genannt), salsola (in Frankreich salicoi), borago (boraggine im Italienischen, borretsch im Teutschen; bourache im Französischen, was offenbar mit borak zusammenhängt). Besonders geschätzt wird die spanische soda de barille, weniger die französische soda de varech.

kien im Chinesischen;—katshasauwartshala im Sanscrit, d.i. aus Asche—katscha—gewonnen, auch kshara, k'har, k'hari (wird unser Kali seyn);—garan alkali im Malaiischen (wird auch unser Kali seyn).

usne im Türkischen, ist eigentlich das Salzkraut, aus dem Soda gewonnen wird;—usham, auch kali im Persischen;—kali im Hebräischen (d.i. was gebrannt ist); das hierbey erwähnte borith wird unsere salicornia gewesen seyn;—kali im Arabischen, ist eigentlich das Salzkraut, das verbrannt wird (meist salsola), ähnliche hierzu dienende Pflanzen heissen oschnan (usne im Türkischen), hurz, huruz, chordat u.s.w.; das bey der Verbrennung gewonnene Salz, die Soda, heisst eigentlich safargel, das weiter gereinigte rob, auch wird hierher gehören: el-baki [or: elbaki], atharachic, adarachi. Von diesem Kraut kali mit dem Artikel al, stammt unser Wort Alkali, alkalisch u.s.w., das in alle neuere Sprachen überging.

ανθαρκος, ανθαρκη der Griechen, andarca, anderces, auch calomochus der Römer, es ist wahrscheinlich, dass jene griechischen Wörter aus dem Semitischen stammen, aber auch möglich, dass die ähnlich klingenden arabischen aus dem Griechischen entlehnt sind.

scebb im Maltesischen, ist die Soda und das Salzkraut, erinnert an das arabische seb (Alaun).

αλκαλη, alchali im Mittelalter und bey den Alchemikern, auch alaurat, acusto, atai, cabulator (worunter auch Natron begriffen ist).

almajo, barilla, tequesquite im Spanischen; sosa ist die Salzpflanze und daher wird unser Soda stammen.

soude im Französischen;—soda im Englischen und den neuern Sprachen;—solda im Portugiesischen;—solianua im Russischen;—solz-sody im Polnischen.

D. Das Glas.

Am häufigsten ist, und zu allen Zeiten das Natron verwendet zur Glasfabrication, wobey es mit Sand, oder überhaupt Quarz zusammengeschmolzen wird, im Alterthume, besonders in Aegypten, stand die Glasfabrication auf einer Stufe der Entwickelung, die wir in mancher Hinsicht noch nicht erreicht haben mögen, auch die keltischen Völker scheinen viel Glaswerk gehabt zu haben.

po, auch siao-tseu im Chinesischen;—kshara im Sanscrit, und katscha (was auch Krystall heisst);—kacha im Malaiischen;—shela im Tibetanischen (heisst auch Krystall).

abaki im Armenischen;—abajeini, abeseein im Koptischen;—abgine, dschesch, syrce im Persischen;—abgine, eser im Türkischen;—giag, zügiag, sadschdsch im Arabischen, zagiag ist der Glashändler.

segugitho, sechuchith, sgugitta im Chaldäischen;—sagugitho, saphungo, rugag im Syrischen;—mahewe im Abessinischen;—kesasa, chesaska in Darfur (Nordafrica).

kelke, kelkie im Albanischen;—stikla im Walachischen;—steklu im Windischen;—staklu, sklem, sklyn im Krainschen;—staklo im Bosnischen, Illyrischen, Slowakischen, auch serska;—zteklo, zklo, zaklo in Croatien;—zaklo im Ragusanischen;—sklo im Polnischen und Czechischen;—cmeklo im Russischen;—schklenza im Wendischen.

gwydr im Gälischen, gwydredd und gwydraue ist glasig (glas ist blass, grau, blau);—guitr im Bretonischen; guitreri ist Glashütte, guezrer Glasblaser;—gloine, glain im Gälschen.

ὑαλος im Griechischen; γυαλι im Neugriechischen; γιαλη, γυαλια im Mittelalter (welche Worte aus dem Gälschen stammen mögen);—vitrum im Lateinischen (aus dem Wälischen);—vitro im Italienischen;—vitrio im Spanischen;—vedro im Portugiesischen.

vidrioa, beira, beiraquia im Baskischen;—iiveg im Magyarischen;—wahlin in der Zigeunersprache;—liaegnak, auch glas im Lappländischen.

glas, gler im Isländischen;—glaes im Angelsächsischen und Alemannischen;—glas, gleez im Friesischen;—glass im Englischen, glassy, auch vitreous ist gläsern;—glas im Schwedischen, Dänischen, Holländischen.


§. 7. Kali, Potasche und Verwandtes.

A. Kali, Gewächsalkali, Potasche im Allgemeinen.

Das Kali, dem Natron sehr verwandt, ist in seinem reinen Zustande, in dem es in der Natur nicht vorkommt, ein chemisches Element, aus der Classe der Alkalier, von sehr ätzender Qualität (ätzendes Kali, kali causticum, pierre de cauterre); in Verbindung mit Säuren giebt es vielfache Salze, die von den Natronsalzen wesentlich verschieden sind. Das gemeinste von diesen Salzen, welches am meisten technisch verwendet wird, ist das kohlensaure Natron, zu dem die Potasche gehört. Dieses kommt im Mineralreiche wenig, nur als Bestandtheil einiger Mineralien vor, aber ausserordentlich verbreitet ist es im Pflanzenreiche. Die Asche der meisten Pflanzen, besonders des harten Holzes, der ästigen Farrenkräuter (pteris aquilina u.s.w.), der Weintrester u.s.w. enthält viel kohlensaures Kali, der Weinstein bestehet aus weinsteinsaurem Kali, beide Gegenstände werden vorzugsweise auf Kali benutzt. Die Asche wird ausgelaugt, enthält nur das unreine kohlensaure Kali oder Potaschesalz, das durch Abdampfung gewonnen und gereinigt werden kann. Dieses Salz wird vielfach, vorzüglich zur Seife verwendet, wozu aber auch kohlensaures Natron dient.

kien im Chinesischen, wird Soda und Potasche seyn;—k'har, k'hari im Sanscrit;—garan alkali im Malaiischen, wird auch hierher gehören;—scebbo im Maltesischen; wie man in den semitischen Sprachen das kohlensaure Kali von dem kohlensauren Natron unterschied, muss ich dahin gestellt seyn lassen.

ατισποδον (von σποδος, Asche) der Griechen, τριξ οινουοντη war das aus Weinstein gewonnene Salz, das auch φεκλη und πεφρυγμενη hiess;—antispodon und empireume der Römer; das künstlich fabricirte nitron agrium, aus verbranntem Eichenholz, war offenbar Kali; die Lauge machte man—wie bey uns—durch gebrannten Kalk ätzend (da dieser sich mit der Kohlensäure verbindet und das reine ätzende Kali frei wird), dieses hiess προταστακτον;—αλκαλη im Mittelalter;—alcali im Spanischen und den neuern Sprachen, was das Alkali überhaupt bedeutet.

luath rainich im Galischen; salann na groide ist das Alkali im Allgemeinen.

potasche im Teutschen, vielleicht aus dem gemeinen Leben entnommen, weil die Lauge in einem Topfe—Pot—abgedampft und geschmolzen wird, oder mit σποδος im Griechischen zusammenhängend;—potasse, sel lixiviel im Französischen, sal tartre ist das aus Weinstein bereitete;—potasse im Italienischen;—potashes im Englischen;—potaske im Dänischen;—potasz, sol lugowa im Polnischen;—potas, draslo im Czechischen;—potaschnajo soli, schtschelotschn ja soli im Russischen;—erusol in Krain;—hamuzser szalajka im Magyarischen.

B. Der Weinstein.

Aus dem Weine sondert sich der Weinstein (tartarus crudus) ab, der sich als eine krystallinische Cruste an die Fässer legt, ans weinsteinsaurem Kali bestehet (wie 1770 zuerst Scheele zeigte, der die Weinsteinsäure darstellte). Man benutzt den Weinstein viel, theils auf Kali, theils auf Weinsteinsäure (acidum tartaricum), die in der Medicin Anwendung findet.

samech im Arabischen.

τρυξ der Griechen, φεκλη (faecula im Lateinischen), πεφρυγνινη war das Kali aus dem gebrannten Weinstein;—ταρταρον, σκανδυξ im Mittelalter.

chwigl im Wälschen;—fion dheasgann im Gälschen (von fion Wein).

orchal, orgal, dregges im Englischen;—draegg im Schwedischen.

tartaro im Italienischen;—tartar im Französischen.

C. Die kalihaltige Asche der Pflanzen, welche durch Auslaugen die Potasche giebt.

tsin, yao im Chinesischen;—foulengui im Tartarisch-Mandschu;—katscho, tatsha, parghata im Sanscrit;—tschhai im Bengalischen;—adschium, moschir im Armenischen;—kuna im Lappländischen;—as, kakesther im Persischen;—ermida, kiuk im Türkischen.

ramel, rmyd im Arabischen, auch zana, bitsan, bils, ist vorzüglich die, welche auf Kali benutzt wird;—remmadij in Darfur (Nordafrika);—ramag der Alchemiker;—kerme, kürmi im Koptischen.

epher im Hebräischen;—ephra, dischun, ketam im Chaldäischen;—τεφρα, κονια, σποθος, αξιλια im Griechischen;—στακτη im Mittelalter und Neugriechischen.

luath, luaitthre im Gälischen;—ludu, isque im Bretonischen;—lliudw im Wälschen.

cenuça im Walachischen;—chi im Albanischen;—cinis im Lateinischen;—ceniza im Spanischen;—cinza im Portugiesischen;—cenere im Italienischen;—cendre im Französischen.

autsa, ausa, auscua, errautsa im Baskischen;—asja, azo im Gothischen;—asca, ahsa im Angelsächsischen;—aksa, eysa im Isländischen;—esk im Friesischen;—asko im Schwedischen;—ashes im Englischen;—as im Holländischen;—popiol, luzyna, machluga im Polnischen;—popel, luscja im Czechischen;—luxniza im Ragusanischen;—popel im Sorbischen;—pepel im Krainschen und Croatischen;—pepeu im Windischen;—pepeo im Bosnischen und Slowakischen;—parlug im Magyarischen.

D. Die kalihaltige Lauge; wird sie mit ätzendem Kalk verbunden, wie sie zur Seifenfabrication u.s.w. dient, so heisst sie Aescher.

sychar im Arabischen (woher der Name Aescher kommen soll);—kuna tjatse im Lappländischen;—ehea im Baskischen.

alsibe im Albanischen;—lesie im Walachischen (lesiu ist auslaugen);—lleisw im Wälschen, lleisw coed ist Lauge aus Holzasche von coed Holz, lleiswaw ist laugen;—leisu, licion, leisio im Bretonischen, coaeret ist die ausgelaugte Asche, charrée im Französischen;—αλισια, αντισποδος im Griechischen;—λησιβα, λιγδα im Mittelalter;—αλουσια, αλυβισα im Neugriechischen;—lix, lixivium der Römer;—lye, lie im Englischen; buck ist die Lauge zum Waschen, die Beuche;—lisciva im Italienischen, bucata die Lauge zum Waschen;—lessive im Französischen, auch lotion, boué, buguee, bugade die Beuche;—lixia, colada im Spanischen, bugelada die Beuche;—leah, laag im Angelsächsischen;—lud im Dänischen;—lut im Schwedischen.

lug im Polnischen, Krainschen, Croatischen, Bosnischen, Slowakischen;—lauh im Czechischen;—lun im Windischen;—lugh im Ragusanischen;—lungh in Dalmatien;—luygh im Magyarischen.

E. Die Seife.

Seife ist die Verbindung der Alkalien mit Oel, Talg u.s.w. Die Kaliseifen werden nicht fest, sind Schmierseifen.

saboon, savin in Indien;—sabum im Malaiischen;—sabon, savaun, odscharr im Armenischen;—sabon im Persischen;—sabun, saban im Arabischen;—sapon, ahala im Chaldäischen;—sapun im Maltesischen;—zub im Hebräischen;—samegma im Amharischen.

sapoun im Albanischen;—sapune im Walachischen;—siabunn, sebon im Gälschen;—sebon im Wälschen;—suan, suaon im Bretonischen;—σαπων, σαπονιον, σαπουνιν im Griechischen;—σαπουνι im Neugriechischen;—sapo im Lateinischen (die Römer und Griechen zogen ihre Seife meist aus Gallien und Germanien);—savon im Französischen;—sabon, xabon, azabon im Spanischen;—soap im Englischen;—sapa im Isländischen;—sape, saepe im Angelsächsischen;—sepe im Niedersächsischen;—saepa im Schwedischen;—saebe im Dänischen;—saape im Norwegischen;—zaepe im Belgischen;—zeep im Holländischen;—siep im Friesischen;—seife im Hochteutschen;—shefa, sopum im Windischen;—shaifo im Krainschen;—szapun im Dalmatischen;—saplun im Ragusanischen;—szopun im Croatischen;—szappan im Magyarischen;—chuboa im Baskischen.

meiydo, mydlo im Czechischen;—meydo im Polnischen;—midlo im Bosnischen und Slowakischen;—modioo im Sorbischen.


§. 8. Borax, Tinkal.

Der gewöhnliche Borax, wie er in Handel kommt, bestehet aus Boraxsäure (der ein eigenes chemisches Element zu Grunde liegt) und etwas Natron. Er kommt seit alter Zeit aus Indien, Tibet, China und Persien, wo er aus einer damit geschwängerten Erde gezogen und meist in Krystallen versendet wird, die unter den Namen Tinkal oder Swaja bekannt sind. In einigen Quellen von Italien hat man neuerlich Borax gefunden, auch sollen bey Babylon dergleichen seyn. Der Borax ist ausserordentlich leichtflüssig, befördert den Fluss der Metalle; vorzugsweise dient er zum Löthen des Goldes (heisst auch Goldloth), zum Zusammenschmelzen und Reinigen der Metalle, zur Fabrication feiner Gläser u.s.w. Die reine Boraxsäure war sonst unter den Namen Sedativsalz, sal sedatif bekannt.

pong, poun im Chinesischen, pon-che, poun-xa ist die Erde, aus welcher der Tinkal gezogen wird; bey letzterm unterscheidet man; pin-poun, die grössten Krystalle, my-poun, die kleinen Bohnen, noui-poun, die kleinen Körner.

tincar, tancar, tankana, tagara suhaya im Sanscrit, auch: malatitirandsha (d.i. von Malatiufer), dhatumarani (Metall flüssig machend), lohadrawin (Metallschmelzer), rasasodhana (Metallreiniger);—tankana, sohaya in Bengalen;—tinkal im Hindu;—tingkal, patari, pateri im Malaiischen;—tincal, tencal, borech im Persischen;—tingar, tancar, tengar im Arabischen.

swago, zala, tsha-le im Tibetanischen, tsha-lehi-sky-ura-rtsi ist die Boraxsäure.

In der griechischen und römischen Litteratur scheint diess Salz nicht erwähnt zu seyn; was von der χρυσοκολλα, chrysocolla (d.i. Goldloth) gesagt wird, passt nicht wohl darauf, diese war vielmehr theils ein Kupferoxyd, theils ein leichtflüssiges Metallgemisch.

anticar, ancinar, attincar bey den Alchemikern, auch alinzadir, anucar, anatron, denoquor.

burak im Armenischen, auch oskjeborak (d.i. Goldborak); burak im Turkischen;—burach im Syrischen;—borax, atincar, crisocola im Spanischen;—borax, tincal im Portugiesischen;—borace, tincal im Französischen;—borace, colla d'ora im Italienischen;—borace, tincal im Englischen;—borax, guldlun (Goldloth) im Dänischen;—boras, tincar im Holländischen;—bura, byra im Russischen;—olvaszioso im Magyarischen.


§. 9. Ammonium.

Das Ammonium hielt man für einen eigenthümlichen chemischen Grundstoff aus der Classe der Alkalien, der in reinem Zustande nur gasförmig erscheint, ausgezeichnet durch seine grosse Flüchtigkeit, stechenden Geruch und scharfen Geschmack, das sich rein nicht natürlich findet, in Verbindungen häufig im Thierreiche, auch im Pflanzenreiche, selten im Mineralreiche findet, vorzüglich in den Excrementen der Thiere. Berthollet zerlegte zuerst 1785 dieses Alkali in Stick- und Wasserstoff, neuerlich hat man, bey anderer Behandlung, daraus einen metallischen Körper reducirt, der daher ein chemisch componirter ist. Das Ammonium gehet mit den verschiedenen Säuren Verbindungen ein; mit Kohlensäure bildet es das Riechsalz, mit Chlor- oder Salzsäure den Salmiak, mit Schwefelsäure den Maskagnin, der sich bey einigen Laven als Ausblühung findet.

Nicht zu verwechseln mit Ammoniak ist unser gummi ammoniacum, ein Schleimharz, αμμονιακον der Griechen, hammoniacum, auch metopium der Römer, oshac und calai der Araber. Das sal ammoniacum der Römer ist Steinsalz.

A. Kohlensaures Ammoniak, Riechsalz.

Das kohlens. Ammoniak ist das bekannte Riechsalz, theils fest, theils in Wasser aufgelöst (Salmiakgeist), theils mit öligen Substanzen verbunden (Hirschhorngeist), das in der Medicin ein altes, wichtiges Reizmittel ist.

nao-cha, naoch im Chinesischen; besondere Arten sind: yen-nao-cha, che-nao-cha, ta-hong, fan-nao-cha;—rgya—tsha im Tibetanischen;—navagura acranum, auch soongneh (d.i. Riechsalz, von coogna riechen) der Hindu, die es seit den ältesten Zeiten durch Erhitzung von Salmiak und Kreide bereiteten.

In der Litteratur der Griechen und Römer finde ich keinen Namen dafür, gleichwohl kannten sie wohl das Ammoniak, wendeten den Urin mehrfach auch in der Medicin an; die künstliche χρυσοκολλα wurde mit Urin bereitet, und die fullones in Rom hatten überall Urinfässer stehen.

taejr, taejrul-chorasani im Arabischen, batachijum wird auch mit ammoniacum übersetzt.

alacal der Alchemiker, auch alfatide, alfoi, alcocar, alemzadar, alisteles, ocoo, racri.

B. Salmiak.

Der Salmiak ist chlor- oder salzsaures Ammonium; findet sich natürlich in den Laven mehrerer Vulkane, wird bey Kutsche in Turkistan in Höhlen gewonnen, ist ein Handelsartikel der Kalmücken, unter dem Namen tartarisches Salz, sel de Tartarie. Grösstentheils wird er künstlich gewonnen, besonders in Aegypten aus dem Miste der Kamele, sonst auch aus Urin u.s.w. Er dient vorzüglich der Färberey und Medizin.

nao-cha im Chinesischen, wie Riechsalz;—schoza, schaza im Tibetanischen.

nuosadur im Sanscrit;—nuoschadur, nosader im Hindu, auch nova-charum, alles wohl aus dem Chinesischen;—nuschader, koh-nuoschadur im Persischen;—naschatyre, naschatürj im Russischen;—misader, amizadir hasacium der Alchemiker.

μιαξ im Mittelalter;—szalamia im Magyarischen;—tepe-rigu [or: teperigu] im Walachischen.

salmiak in den neuern und wissenschaftlichen Sprachen.


§. 10. Vitriol.

A. Vitriol im Allgemeinen.

Der Vitriol ist die Verbindung der Metalle mit Schwefelsäure, es giebt daher so viele Arten von Vitriol als Metalle. Kupfer-, Eisen- und Zinkvitriol finden die allgemeinste Anwendung, finden sich natürlich wieder im Grossen künstlich bereitet. Bis ins 16. Jahrh. kam fast aller Vitriol durch die Venetianer besonders aus Cypern nach Teutschland.

fan im Chinesischen;—tutia im Hindu, worunter man auch das Zinkoxyd begreift;—trausi im Malaiischen;—ardschasp im Armenischen; kankanton im Chaldäischen;— schechiro, surto im Syrischen; mit diesem oder einem ähnlichen semitischen Worte könnte vielleicht sory im Griechischen zusammenhängen.

zadsch im Türkischen, zadshi kybrys ist cyprischer Vitriol;—zadsch, auch sak, resker im Persischen, sadsch, schabb, sech, zech, gez im Arabischen, auch resger, resgez, siprè;—zegi der Alchemiker, auch azegi, azig, asagi, zet, alech, zoroba, sactin, altinuaraun.

sory der Römer und Griechen könnten hierher gehören, doch lässt sich mit Sicherheit über einen allgemeinen Namen derselben nichts bestimmen.

uisge nimhe, uisge loisgeach im Gälschen (d.i. giftiges, brennendes Wasser).

coupross im Bretonischen;—couperrosce, couperouse im Altfranzösischen;—coparrosa, caparrosa im Spanischen, auch cabarros, was eigentlich Eisenvitriol ist;—copperas, scoperas im Altenglischen;—kopporök im Schwedischen;—kouporos, kyporoch, auch witriol im Russischen;—koperwas, koperwaser, siarkan im Polnischen, auch wytryol;—coperwater im Holländischen;—kupferwasser im Altteutschen (kommt wohl nicht mit Kupfer und Wasser zusammen, bedeutet nicht Kupfer-oder Cementwasser, stehet wohl mit den erwähnten Namen, vielleicht auch mit kubreet Schwefel im Semitischen in Zusammenhang). Die unreinen Vitriolerze heissen in Goslar Tintenerze (vielleicht wegen des Tintengeschmacks, daher im Englischen auch inkstone). Man unterscheidet grünes, gelbes, weisses Kupferwasser oder Atrament.

calacan, calacana im Walachischen;—skalice, auch zmyda im Czechischen;—galic im Illyrischen;—galiska in Bosnien;—galiz, galitzkö im Magyarischen; auch jetzo nennt der Bergmann das unreine Vitriolerz Galitzienstein, was aus dem Slawischen stammen wird.

gökel ist der altteutsche Name, der sich auch in Ungarn findet; jetzo noch heisst bey dem teutschen Berg- und Hüttenmann der unreine Vitriol gökelguth, gogkelguth, hängt wohl mit galic zusammen, nicht mit joküll der Eisberg im Isländischen, isgökil der Eiszapfen im Niedersächsischen.

βεντριολον im Mittelalter;—βιτριολον im Neugriechischen;—witryol im Russischen;—witrolym, gitrolyn im Czechischen;—fitriol im Windischen;—vitrill, victrol im Altteutschen;—victril im Schwedischen;—vitriolo im Italienischen;—vitriola im Spanischen;—vitriol im Englischen, Französischen, Teutschen u.s.w. ist der neuere Name statt des alten coupe rosce u.s.w.; woher derselbe stammen mag, erscheint noch ganz zweifelhaft.

B. Kupfervitriol.

Schwefelsaures Kupfer, meist von blauer Farbe, daher auch blauer Vitriol. Er findet sich natürlich in einigen Kupferbergwerken, hier auch in den Cementwassern, aus denen er durch Abdampfung gewonnen wird; meist erzeugt man ihn künstlich aus Kupferkies. Er wird vielfach, besonders in der Färberey angewendet.

tan-fan, tsing-fan im Chinesischen;—spana-ma im Tibetanischen;—tutya im Bengalischen;—nila-tutia (d.i. die blaue) im Sanscrit, auch nilaka, nilandshana, tutaka, tutha, tutthaka (in medicinischer Anwendung) tamra-garba (d.i. aus Kupfer entstanden), sikhigrtwa (pfauenhalsig), mrita, mada.

kalkant im Arabischen war eigentlich der grüne Eisenvitriol, zeg der blaue;—kalkantos, kanston im Syrischen, von kalkitis das Kupfer;—kankanton im Chaldäischen;—χαλκαλθον, χαλκιτις, στυπτηρια im Griechischen; χαλκιτις war der zu weissem Pulver zerfallene Vitriol, überhaupt der weisse, wie auch mysi und sory; λογχοτον war der natürliche tropfsteinartige, προμαλακτερια war das natürliche Cementwasser; die Griechen und Römer zogen den Vitriol vorzugsweise aus der Insel Cypern, deren Kupferbergwerke bis ins 17. Jahrhundert betrieben wurden;—chalcanthum der Römer, lonchotos war das natürliche stalactitische, pecton das aus Cementwasser abgesetzte, coctile das durch Abdampfung gewonnene;—calacanu im Walachischen; alcaranum bey den Alchemikern, auch dehenz, duenec viride.

glas faen (blauer Stein) im Wälschen.

kek-galiz im Magyarischen;—kada im Czechischen;—koperwas miedzi, siarkan miedzi im Polnischen (woda koperwassowa ist Cementwasser);—kouperosa mednoi und senei im Russischen; blau kuperwasser im Altteutschen;—copperosa turchina, vitriolo di cipro im Italienischen;—couperose bleu, vitriol di chypre im Französischen;—azigue, vitriol azul im Spanischen;—aziche im Portugiesischen wird hierher gehören;—blösten bloe viktril im Schwedischen;—blue vitriol im Englischen.

C. Eisenvitriol.

Das schwefelsaure Eisen ist frisch, schön grün (daher grüner Vitriol, grüner Chalitzenstein), wird an der Luft leicht gelb, färbt mit Galläpfel schwarz (daher die Farbe unserer Tinte). Er findet sich an manchen Punkten natürlich, zum Theil tropfsteinartig, ist dann meist unrein (Atramentstein), wird meist künstlich, aus Eisenkies (Schwefeleisen) bereitet, wird vielfach, besonders in der Färberey angewendet.

hei-fan, tsao-fan, lou-fan im Chinesischen;—kasis, kusees im Hindu, auch mis-si (ganz wie im Griechischen), hura-tutia, d.i. die grüne;—kasisa im Bengalischen, dhatu-kasisa ist der röthliche;—kasisa im Sanscrit, kasara ist der haarförmige, lomasi (auch haarig), wishada, dhatumansika, dhaturasita (wird mit Rotheisenvitriol übersetzt);—trusi im Malaiischen;—anikan im Koptischen.

zech und zwar die grüne Art im Arabischen, kalkant ist auch grün, cocathar ist der gelbe Eisenvitriol, alsura ist roth und schwer auflöslich, mag Kobaltvitriol oder Atramentstein seyn, colcathor, cholchofar ist der gebrannte Vitriol, der Schwefelsäure beraubt, ein rothes Eisenoxyd, das wir noch jetzo Colcothar nennen;—zadsch, satsch (und zwar die grüne Art davon) im Türkischen.

μελαντερια im Griechischen, von melaineinμελαινειν schwarz färben (nämlich mit Galläpfel);—μισσι, missy der Griechen und Römer (ganz wie missi im Hindu) war Eisenvitriol, auch Vitriolerz im Allgemeinen;—σορι, sory der Griechen und Römer (vielleicht zusammenhängend mit schechiro, surto im Syrischen, oder al sura im Arabischen), war auch zum Theil wenigstens Eisenvitriol, immer wohl ein unreines Vitriolerz, der Name hat sich lange, bis in die neuern Zeiten, für haarförmige vitriolische Ausblühungen erhalten, atramentum (sutorium) der Römer, nicht zu verwechseln mit atramentum librarium, unsere Tusche und atramentum sepiae, der schwarze Saft des Tintenfisches;—leo viridis die Alchemiker, auch duenege, alec, alegh, adraries, altinuraum, elaquir.

kouperose schelesnoi im Russischen;—siarczam zelaza, siarkan zeleza im Polnischen;—niekamine zeleny, skalice, zmido im Czechischen;—zöldgaliz im Magyarischen.

grün gökelgut, jokel, die teutschen und ungarischen Bergleute.

caparrosa im Portugiesischen;—capperosa verde im Spanischen;—copporosa di verde, vitriolo di marte im Italienischen;—couperose, vitriol verd im Französischen; mordans, magmas ist ein Gemenge von Vitriol und Alaun;—copperas, iron vitriol im Englischen;—jarv vitriol im Schwedischen.

D. Zinkvitriol

Der schwefelsaure Zink zeichnet sich durch seine weisse Farbe aus, heisst daher weisser Vitriol, früher nannte man ihn auch Augenstein (der Eisen-, selbst der Kupfervitriol bekommt durch die Verwitterung eine ähnliche helle Farbe). Er kommt hier und da in Kupferwerken, wo Zinkerze mit vorkommen, natürlich vor, wie sonst künstlich fabricirt, hat mancherley technische Anwendung.