WeRead Powered by ReaderPub
Mineralogia Polyglotta cover

Mineralogia Polyglotta

Chapter 306: E. Arsenikkies, Arsenikalkies.
Open in WeRead

About This Book

A compact multilingual mineralogical reference that organizes mineral names, gemstone types, rock and earth groups, salts, combustible minerals, and metals into systematic chapters. It classifies gems by color and mineral species by group (quartz, feldspar, micas, carbonates, sulfates, phosphates, etc.), describes properties and uses, and enumerates common salts and fuel minerals. Extensive comparative vocabulary and etymologies present mineral terms across many languages and dialects, aiding identification and cross-cultural terminology. Entries combine brief definitions, classification notes, and linguistic variants to serve both scientific reference and lexical comparison.

plumbum der Römer, erst in späterer Zeit bedeutete plumbum ohne Beisatz unser Blei. Welchen Namen die alten Griechen dafür hatten, wissen wir nicht, aber στιμμι war das Spiesglanzerz;—im Mittelalter nannte man es αρης πυρρεψ (weil es den Fluss des Eisens beförderte), ἑρμη ἑπερα (wegen seiner Verbindung mit Quecksilber), ἑρμη στιλβων φωςφορος, auch κοχλος (von cochl im Arabischen;—bey den Alchemikern heisst es plumbum sacrum oder philosophorum, rother Löwe, Wolff, luenech, alcohol (von cohol im Arabischen), alcofol, alciamat, alcafiel (welche letztere Namen auch das Erz bedeuten).

kochala im Chaldäischen;—surme im Persischen (was eigentlich die Augensalbe aus Grauspiesglanzerz ist);—surma im Russischen:—surmik im Czechischen, auch sspikat, sspisglas (was eigentlich das Erz ist);—pisgoltz im Magyarischen.

anthimon im Armenischen;—antimunya, auch rasuch im Arabischen (algaroth ist das weisse Spiesglanzoxyd);—antimonium, antimonio in den meisten neuern Sprachen;—stimme. Ein keltischer Name dafür scheint nicht vorhanden, im Gälschen bezeichnet man es wohl als lethmheinn d.i. Halbmetall.

B. Grauspiesglanzerz.

Ein Schwefelantimon von grauer Farbe, meist in spiessigen Prismen krystallisirt, findet sich in vielen Ländern, besonders in Persien. Im ganzen Oriente dient es fein gepulvert seit ältester Zeit als Augensalbe, daher der Name beider oft gleich ist.

saubira, sauwira im Sanscrit, auch parwateja, jamuna (vom Jamunaflusse), andschana, andischana, adschalambana, welche letzteren Namen auch die Salbe bezeichnen;—srotcandschana im Bengalischen;—surmeh, soormu im Hindu (wie auch die Salbe heisst);—sürme, eigentlich surme-lasi (Spiesglanzstein) im Persischen;—surma, eigentlich seraja surma noja ruda (grau Spiesglanzerz).

ithmid, itsmid im Arabischen, auch rasuch, rusteng, aitmed, atmad, otsmod, athiamd; antimunya ist das metallische, wohin auch wohl al-lazif gehört; al-garoth ist das Oxyd, rashit die Salbe; Taifaschi in seinem Buche über die Edelsteine hat ein Capitel von saudsch, das mit Antimon übersetzt ist; ob dieser hierher gehört, weiss ich nicht;—rastik-tashi im Türkischen;—onkur im Armenischen, auch humakhar, junakhar; dsaris ist das präparirte Erz, auch antimon wie das metallische heisst;—

puch im Hebräischen;—tu, auch sematos im Syrischen;—zedid im Chaldäischen, auch kochala, wie auch das metallische heisst, cahal ist mit Spiesglanz färben;—ibn fau es im Aethiopischen.

stim, sthim in der ägyptischen Hieroglyphensprache nach Champollion;—stim, sthim im Koptischen;—στιβι, στιμμι der Griechen, χρυσαινα und φαεθω können vielleicht hierher gehören;—στιμμι, auch αντιμονιον im Neugriechischen;—stibium, stibi der Römer, auch alabastron (wohl fehlerhaft geschrieben) und larbason, was wohl die Salbe ist;—stibia, stimme im Spanischen, auch alcohol (aus dem Arabischen);—χολαν im Mittelalter (wohl von cohol);—laumuna sale im Lettischen (d.i. Arzney gegen das Uebel).

sklenjk, sspikate, sklo im Czechischen, auch surma (wie im Persischen);—szpiglas im Polnischen;—steklenina, steklenos im Windischen;—spisklo z, piskoltz im Magyarischen;—spitsglas im Schwedischen (mag aus dem Slawischen, vielleicht aus dem Finnischen entnommen seyn, in welchem ich den Namen nicht kenne);—spidsglands im Dänischen und Holländischen;—spiesglas, spitzglas, spiesglanz im Teutschen;—alcofor im Portugiesischen;—antimoine grise im Französischen;—gray antimony ore im Englischen;—antimonio im Italienischen.

C. Die Augensalbe von Spiesglanz.

Seit den ältesten Zeiten braucht man durch den ganzen Orient das zum feinsten Staube gemahlene und dann weiter präparirte Grauspiesglanzerz zum Schwärzen der Augenbraunen. Das beste, im ganzen Oriente berühmteste Präparat wird zu Hamadan in Persien gemacht, daher die Augensalbe meistens sürmeh hamadani heisst. Mit gewissen Zusätzen benutzt man sie auch zu einer Salbe gegen böse Augen.

sürmeh im Persischen, welcher Name durch den ganzen Orient verbreitet ist;—sürma im Bengalischen;—sormi in Hindu;—andschana im Sanscrit, auch papotandschana, iamuna.

cohol in der ägyptischen Hieroglyphensprache;—cohol im Chaldäischen;—cohal, auch sürma im Hebräischen;—chul im Abessinischen;—kuhel im Aethiopischen;—kuhele im Amharischen;—cohel im Türkischen;—cohol, col im Arabischen (nicht zu verwechselu mit cohl, was ein Harz, die sarcocolla ist), auch rashyt;—cazol im Portugiesischen.

dsarir im Armenischen;—larbason im Lateinischen kann hierher gehören;—λαρβατος, auch λατιοφθαλμον im Mittelalter;—πλατιοφθαλμον, εμματογραφον bey den Griechen.

D. Antimonoxyd, Spiesglasweiss.

Das weisse Oxyd, was besonders als Malerfarbe angewendet wird.

sroteandschana chupsma im Bengalischen;—algaroth im Arabischen;—flos stibii der Römer;—antimoine oxydé im Französischen und ähnlich in den neuern Sprachen.


§. 21. Arsenik.

A. Arsenik im Allgemeinen.

Die arsenikalischen Erze sind ziemlich verbreitet, wenn wohl das gediegene Arsenik nicht häufig ist. Das Arsenikmetall ist sehr spröde, für sich nicht anwendbar; es verflüchtiget sich sehr leicht mit Knoblauchgeruch zu weissem Arsenik (giftmehl) und besonders in diesem Zustande ist es ein sehr heftiges Gift. Der Arsenik dient in der Metallurgie, in der Färberey und Medicin. Das Arrenikmetall [Arsenikmetall] wird meist nur beyläufig gewonnen aus den arsenikhaltigen Erzen als schwarzer Arsenik oder Fliegenstein; aus diesen und den arsenikalischen Erzen wird durch Rosten im Giftfange das Oxyd oder Giftmehl gewonnen, durch dessen Schmelzung der weisse Arsenik und durch das Schmelzen mit Schwefel der gelbe und rothe Arsenik erlangt wird.

sin-py im Chinesischen;—byi im Tibetanischen;—warangan im Malaiischen;—sanchia in Sanscrit (ist eigentlich wohl Arsenikoxyd);—sambalak-sharika im Bengalischen;—zarnich, sernidsch im Persischen (zeher ist Gift);—sirnich, zerne im Arabischen, auch alzaraich, sülimen;—sernick im Türkischen;—zernick im Kurdischen;—sernek im Windischen (Kärnthen und Krain);—sarrik, sarrjek im Armenischen;—airsneag im Gälischen (was neuern Ursprunges seyn wird);—arcenisse im Bretonischen;—αρσενικον im Griechischen, auch im Neugriechischen;—arsenico im Spanischen, Portugiesischen, Italienischen;—arsenik im Englischen, Französischen, Schwedischen, Teutschen;—arzenik im Polnischen;—cerwena, sitanik im Czechischen, burinec ist der Scherbenkobalt oder gediegene Arsenik;—zericum, sericiacum der Alchemiker, auch arsar, arsach, ozo, quebricum.

arbotzoga im Baskischen;—siam im Chaldäischen;—tetago im Syrischen;—smuntor im Maltesischen;—egerkö maszlay (Rattengift) auch rosnika im Magyarischen;—siogam im Ragusanischen;—müschjak (Mausepulver) im Russischen.

B. Gediegener Arsenik, Scherbenkobalt.

Der Arsenik kommt nicht selten natürlich gediegen vor, ist dann grau, metallisch glänzend, aber äusserlich schwarz angelaufen, hat meist eine scherbenförmige Gestalt und wirkt als heftiges Gift. Die mit Wasser gefüllten Scherben benutzt der Bergmann zur Tödtung der Fliegen, Ratten u.s.w., daher der Name scherbenkobalt, fliegenkobelt u.s.w. Da die Kobalterze meist sehr arsenikhaltig sind, aus diesen vorzugsweise das Arsenikoxyd (Giftmehl) gewonnen wird, so rechnet der Bergmann den gediegenen Arsenik auch zu den Kobalterzen; kobelt ist dem sächsisch-böhmischen Bergmanne überhaupt das Erz, welches arsenikalische Dämpfe ausstösst.

bui-rdo im Tibetanischen;—burinec, sitanjk-cerwena ryzi im Czechischen;—müschjak sammorrodnoi im Russischen;—zugelokrwsz im Polnischen;—termesz egerkö im Magyarischen:—scherben-, schlacken-, fliegenkobelt des sächsischen Bergmannes;—svartarsenik, schirlkobolt, arsenikstein im Schwedischen;—arsenic natif-testacé im Französischen;—arsenik natif-crusted im Englischen;—arsenico nativo im Italienischen, Spanischen, Portugiesischen;—argentaria heisst das Fossil bey Imperati (1595).

C. Arsenikoxyd, Arsenikglas, weisser Arsenik.

Indem der Arsenik verbrennt, sublimirt er sich, legt sich in weissen Flocken und Blumen an als Arsenikoxyd. Beym Rosten arsenikhaltiger Erze sublimirt sich sehr viel Arsenik und wird in eigenen Vorrichtungen, den Giftfängen, gewonnen (Giftmehl), dann aber weiter raffinirt zu weissem Arsenik, Arsenikglas u.s.w. Er ist das heftigste Gift, als Rattengift besonders bekannt.

py-choang, pe-yu-chy, pe-py-chy im Chinesischen;—hatara in Tartarisch-Mandschu (ähnlich mit hartala im Sanscrit, das Rauschgelb);—baranjar-buti im Malaiischen; samul-k'har, sum-col-khar im Hindu;—sanchya im Sanscrit;—zarnich im Persischen, auch merki müsch und sitcham oli (Rattengift);—sitchian olü im Türkischen (wie im Persischen);—alzaraich im Arabischen, auch albucasem und sammel-far (Rattengift).

mekndjegh im Armenischen;—merghamus im Kurdischen;—müschjak im Russischen (Mäusepulver);—mishenza im Windischen;—miscja stuppa in Bosnien;—eger malzlag im Magyarischen (Mäusegift);—utreych im Czechischen;—otraw im Polnischen.

giftmehl, hüttenrauch, rattenpulver der teutschen Bergleute;—rottpulver, hvit arsenik im Schwedischen;—white arsenik im Englischen,—arsenik blanc im Französischen;—arsenico bianco im Italienischen.

D. Künstlicher Schwefelarsenik, Arsenikrubin.

Die künstliche Verbindung von Arsenik und Schwefel, die viel in der Medicin dient, ist theils roth (Arsenik- oder Schwefelrubin), theils gelb, im neuern Latein rubinus sulphuris und risigallum pellucidum.

py-chy im Chinesischen;—mana-sila im Bengalischen (heisst auch das natürliche Rothrauschgelb);—kulati und nagadschihvika im Sanscrit, durch rothen Arsenik übersetzt, wird wohl hierher gehören;—sulphur arsenicum der Alchemiker;—röd arsenik, svafvel blandad arsenik im Schwedischen;—rubune d'arsenic, arsenic jaune et rouge im Französischen.

E. Arsenikkies, Arsenikalkies.

Er ist das häufigste Arsenikerz, ein Schwefeleisen (d.i. Eisenkies) mit Arsenikgehalt, von silberweisser Farbe, meist krystallisirt. Er gehört mineralogisch zur Sippschaft der Schwefelkiese, wird aber technisch auf Arsenik benutzt, indem man daraus durch Rosten Giftmehl gewinnt.

ανδροδαμας, αργιροδαμας der Griechen, androdamas, argirodamas der Römer (du Fresne, glossarium I. 75. führt an: ανδροδαμας εστιν πυριτης και αρσενικον), auch die magnetis der Römer und Griechen, aber nur die weibliche silberweisse Art; auch der Stein von magnesia.

marchasita im Arabischen, aber nur die silberweisse Art;—markessit im Persischen, aber nur die silberweisse Art, auch miskal und alrusenai werden hierher gehören:—müschjatschnoi koltschedan im Russischen;—dumawec, dymawec im Czechischen;—rodzay-trucizny im Polnischen;—közönseges, egerköercz im Magyarischen.

mispickel, misspüll der teutschen und schwedischen Bergleute (ob dies Wort zusammenhängen könnte mit müsschjack, d.i. Mäusepulver im Russischen oder mit mis, d.i. schlecht im Gothischen, oder ob es vielleicht aus dem Finnischen stammt, muss ganz dahingestellt bleiben), übrigens nennt der teutsche Bergmann das Fossil auch giftkies, wismat, wasserkies, der schwedische: vattenkies, hvitkies, tärnblenda;—arsenikerts im Dänischen;—arsenical iron im Englischen, arsen-mundick des Bergmanns in England;—pirite blanche, fer arsenical im Französischen;—arsenico pyriticoso im Italienischen;—bronce blanco im Spanischen, auch gehört hierher der piedro del Inca, Incastein, ein geschliffener Arsenikkies, der häufig in den Gräbern der Inca's in Südamerika angetroffen wird.

F. Rauschgelb, Realgar im Allgemeinen.

Der natürliche Schwefelarsenik oder das Rauschgelb dient theils als Medicament, theils als Farbe. Er erscheint in zwei Abänderungen a) von rother Farbe, der realgar oder sandarach; b) von gelber Farbe, der operment oder auripigment. Beide gehen in einander über, bilden nur Eine Mineralgattung, daher auch die Namen in einander überspielen. Der allgemeine Name ist: rossgehl, rauschgelb im Teutschen;—rauschgelb im Schwedischen;—rossogello im Italienischen;—risigallum im neuern Latein.

G. Rothrauschgelb, Sandarach, Realgar.

Von fast scharlachrother Farbe, ist sehr weich.

py, hiong-hoang, chi-hiong-hoang, tse-hoang im Chinesischen (man fertiget daraus Tassen, in welchen man eine Flüssigkeit zeitweise stehen lässt, die dann als Purgirmittel dient;—don-roi im Tibetanischen;—brangan, barangan im Malaiischen;—mansil im Hindu;—manasila in Bengalen;—manasila und sindurika im Sanscrit, auch kann hierher gehören: rakta-dhatu, kaljanika, rasanetrica, naipala, hariwidsha, manocha.

sinderos, sendere im Persischen (aus dem Sanscrit), auch zarnich;—sandaruch, zarnach im Arabischen;—sandaraka im Russischen;—zarnck im Czechischen;—σανδαρακη im Griechischen (ξερις war ein Medicament, das viel sandaraka enthielt);—σανδρακη im Neugriechischen;—sandaracha im Lateinischen;—sandarac, auch red orpiment im Englischen;—sandaraque, realgar natif im Französischen.

sam im Chaldäischen;—tetago im Syrischen;—kyrmyzi sitscham otu im Türkischen (d.i. rothes Rattenkraut);—mekndjegh karmir im Armenischen (d.i. rother Arsenik);—aranymaz veres im Magyarischen.

rossgehl, reussgelb, rüstgäll, reelgar beym teutschen Bergmanne (woher diese Namen stammen mögen, die sich auch in andern Sprachen finden, weiss ich nicht, ob vielleicht aus dem Finnischen oder Baskischen? Im Gälschen und Wälschen finde ich keine eigenen Namen für die Arsenikerze);—mörkrod, rauschgelb im Schwedischen;—rossogello, resegel, resigallum im Italienischen, auch realgar, orpimento resigallo;—rejalgar, sandaraca im Spanischen;—rosalgar im Portugiesischen;—risigallum im neuern Latein;—rottekrud, sandarak im Dänischen.

H. Operment, Gelbrauschgelb.

Von citronengelber Farbe, findet sich seltener in Erzgängen als die vorige Art, kommt nur unbedeutend in unsern Gegenden vor, aber häufig in jungen thonigen Straten, besonders in Indien, der Türkey u.s.w.; dient präparirt als Farbe (orpin, königsgelb), im Oriente zu einer Salbe, welche die Haare wegnimmt.

chi-hoang, tse-hoang, hiong-hoang-tse im Chinesischen; ata, hartala im Bengalischen;—harta, harital im Hindu;—tala, hartala, hurtal im Sanscrit, auch talaka, vidalaka, pita (gelb), pitaka, pitana, pingata.

sarrjek, sarrik im Armenischen, auch menkdjegh oskjeguin (d.i. goldfarbiger Arsenik);—sernidsch, zarnich, zernc im Persischen;—sernik, altunto im Türkischen;—zarnach im Arabischen;—zernik im Kurdischen;—sarnich im Chaldäischen;—αρσενικον, αρρενικον im Griechischen, im Neugriechischen und im Mittelalter, hier auch αυριοπιγμεντον.

aurpiment und ararcoria im Baskischen;—aurpiment im Bretonischen;—aurbibau im Wälschen (doch finde ich dies Wort nicht in Owen's Wörterbuche);—auripigmentum, auch arsenikon im Lateinischen;—oropimente im Spanischen und Portugiesischen;—orpimento im Italienischen;—orpiment im Französischen und Englischen (orpin ist die daraus bereitete Malerfarbe);—operment im Dänischen, Holländischen und Schwedischen;—orgiment im Altteutschen;—smuntor im Maltesischen (smura ist gelb).

kamenka, siricnik sitanicity, operment im Czechischen; czerwony-zlotokost, operment im Polnischen;—operment nastojaschtschü im Russischen;—arany sarga im Magyarischen, auch aranysz (Goldfarbe);—missnicza, missy chemer im Croatischen;—slatosviet lassta lepoja im Windischen.

I. Arseniksalbe.

Seit ältester Zeit wird im Oriente eine Salbe, besonders in den Schwitzbädern angewendet, um die Haare an gewissen Stellen des Körpers, vorzugsweise bey Frauenzimmern fortzuschaffen. Sie bestehet meist aus 2 Thl. Operment, 8 Thl. ätzendem Kalk, 1 Thl. Walkerde, Spicköhl u.s.w. und nach kurzem Auflegen werden die Haare mit der Wurzel ausgehoben, wachsen nicht wieder.

tensue im Chinesischen;—lohmarit im Sanscrit (d.i. Haare wegnehmend);—gilsu im Persischen;—zarudsch, nevers im Arabischen;—rusma, lusma, herisme im Türkischen;—rusma im Russischen.


Ausführlicher Inhalt.

Erstes Kapitel. Allgemeine Namen.

A. Mineralien, Fossilien
B. Erde.
C. Stein.
D. Juwel, Edelstein, Gemme.

Zweites Kapitel. Gemmen und Verwandtes.

§. 1. Diamant.
§. 2. Perlen.
§. 3. Rothe Gemmen und verwandte Steine.
A. Unsere mineralogische Gattung. Korund (Telesie) mit Rubin (roth), Sapphir (blau) und den andern edlen Arten, so wie mit den unedlen Arten Diamantspath und Smirgel.
a. Korund oder Sapphir im Allgemeinen.
b. Unser Rubin oder rother Korund.
c. Unser Sapphir oder blauer Korund.
d. Der graue [grüne] Korund oder Sapphir.
e. Der gelbe Korund oder Sapphir.
f. Der Wassersapphir.
g. Der Sternsapphir.
h. Unser Diamantspath.
i. Unser Smirgel.
B. Die dem Korund oder Jacut verwandten Edelsteine der orientalischen Schriftsteller, die wir noch nicht mit Sicherheit zu deuten wissen.
a. Der laal, balchasch, balax, balais.
b. Der benefsch und banfasch.
c. Der badschadi, basadi und madidsch im Arabischen, der bidschade, badensch und madensch im Persischen.
d. Der Kerkend.
e. Der Kerkin.
f. Der Kuser.
g. Der Chamachan.
h. Der Ehrendsche.
i. Der Jarakan.
C. Unsere Gattung Spinell.
D. Unsere Gattung Zirkon und Hyacinth.
E. Unsere Gattung Kaneelstein oder Essonit.
F. Unsere Gattung Granat mit Leucit.
G. Unsere Gattung Turmalin und Schörl.
H. Der Sard.
I. Der Sardonyx und Onyx.
K. Der unedle Sard, unser Carneol, Calcedon und Agath
L. Die rothe Koralle.
§. 4. Grüne Gemmen und verwandte Gesteine.
A. Unsere Gattung Smaragd.
Anhang: Die von den orientalischen Schriftstellern angeführten, dem Smaragde ähnlichen Steine.
B. Unsere Gattung Beryll und Aquamarin.
C. Unsere Gattung Chrysolith, Peridot und Olivin.
D. Der Tharschisch der Hebräer und Chrysolithos.
E. Unsere Gattung Chrysoberill oder Cimophane.
F. Unser Katzenauge.
G. Unsere Gattung Plasma.
H. Unser Jaspis.
I. Unser Heliotrop.
K. Der Chrysopras.
L. Unser Türkis oder Calait.
M. Unser Malachit.
N. Der Molochites der Alten.
O. Der Omphax der Alten.
P. Unsere Gattung Idocras oder Vesuvian.
Q. Unsere Gattung Epitot, Pistacit, Thallit.
R. Unsere Gattung Augit oder Pyroxen.
S. Unsere Gattung Hornblende oder Amphibole.
T. Unsere Gattung Diallage und Smaragdit.
§. 5. Gelbe Gemmen und verwandte Gesteine.
A. Unsere Gattung Topas.
B. Der Topazion der Alten und der Pitdah der Hebräer.
C. Der Bernstein.
§. 6. Blaue Gemmen und verwandte Gesteine.
A. Unsere Gattung Peliom.
B. Die Gattung Lasurstein und Ultramarin.
C. Unsere Gattung Cyanit.
D. Der Amethyst.
§. 7. Weisse Gemmen und verwandte Gesteine.
A. Der Opal, Edelopal.
B. Der Halbopal und Hydrophan.
C. Der Bergkrystall.
§. 8. Die 12 Gemmen im Schmucke der Hohenpriester bey den Hebräern.

Drittes Kapitel. Steine, Erden und Verwandtes.

§. 1. Quarz-Gruppe.
A. Quarz, gemeiner Quarz.
B. Kiesel, Kieselstein.
C. Hornstein.
D. Feuerstein.
E. Probierstein.
F. Wetz-, Schleifstein.
G. Schiefer, Dach-, Thonschiefer.
H. Sand, Grus, Grand, Schotter.
I. Sand-, Quaderstein.
K. Tripel.
L. Bergmehl, Kieselguhr, Mondmilch.
M. Essigstein.
N. Bezoar, Drachenstein, Schlangenstein.
§. 2. Feldspath-Gruppe.
A. Edler Feldspath, Adular, Mondstein.
B. Labrador und Murrhinum.
C. Amazonenstein.
D. Gemeiner blättriger Feldspath.
E. Gemeiner dichter Feldspath, Feldstein.
F. Zeolith.
G. Chiastolith.
H. Obsidian.
I. Perlstein.
K. Pechstein.
L. Bimsstein.
M. Lava, Basalt, Wacke, Klingstein.
N. Vulkanischer Tuff, Puzzolane, Trass.
O. Alaunstein.
P. Aluminit.
§. 3. Glimmer-, Talk- und Thongruppe.
A. Glimmer.
B. Chlorit.
C. Talk.
D. Asbest, Amianth.
E. Speckstein, Steinmark, Magnesit.
F. Magnesit, kohlensaure Kalkerde.
G. Topfstein.
H. Serpentin.
I. Meerschaum.
K. Walkthon.
L. Thon, Töpfer-, Porzellanthon.
M. Porzellan.
N. Siegelerde.
O. Mergel.
P. Lehm, Leimen, Letten.
Q. Ziegel, Ziegelstein, Dachziegel.
R. Bolus, Röthel, rothe Kreide.
S. Ocker, Gelberde.
T. Grünerde, Berggrün.
U. Umbra.
V. Anhang. Nähere Bestimmung der Farben, die im Alterthume angewendet wurden, von den Autoren, besonders von Plinius erwähnt sind.
§. 4. Kalk-Gruppe.
A. Kalkstein und Kalk im Allgemeinen.
B. Der gebrannte Kalk.
C. Der Mörtel, die Tünche.
D. Marmor nebst andern politurfähigen und verwandten Gesteinen.
a) Marmor im Allgemeinen.
b) Die bekanntesten wahren, aus kohlensaurem Kalk bestehenden Marmorarten der Griechen und Römer.
c) Nicht aus Kalkstein bestehende politurfähige Steine, die zum Marmor gezählt wurden, und hieran sich schliessende Gebirgsarten.
1. Alabaster.
2. Serpentin.
3. Grünporphyr.
4. Grünstein.
5. Hornblendgestein.
6. Granit, Syenit.
7. Gneis.
8. Porphyr, lapis troicus und thebaicus.
E. Kreide.
F. Stinkstein.
G. Kalktuff.
H. Tropfstein.
I. Roggenstein.
K. Faserkalk.
L. Kalkspath, Arragonit.
§. 5. Flussspath-Gruppe.
§. 6. Phosphorsaurer Kalk.
§. 7. Gyps oder schwefelsaurer Kalk.
A. Gyps im Allgemeinen und gemeiner Gyps.
B. Gebrannter Gyps.
C. Alabaster.
D. Gypsspath, Marienglas.
E. Stahl- und Fasergyps.
§. 8. Baryt-Gruppe.
A. Schwefelsaurer Baryt oder Schwerspath.
B. Witherit.
§. 9. Strontian-Gruppe.
A. Strontianit.
B. Zölestin.
§. 10. Borax-Gruppe.
A. Borazit.
B. Datolith.

Viertes Kapitel. Salze und Verwandtes.

§. 1. Kochsalz.
A. Kochsalz und Salz im Allgemeinen.
B. Steinsalz.
C. Chlor- und Salzsäure.
§. 2. Salpeter.
A. Salpeter im Allgemeinen.
B. Salpetersäure, Königswasser.
§. 3. Glaubersalz.
§. 4. Bittersalz.
§. 5. Alaun.
§. 6. Mineralalkali und Verwandtes.
A. Natron.
B. Trona.
C. Soda.
D. Das Glas.
§. 7. Kali, Potasche und Verwandtes.
A. Kali.
B. Weinstein.
C. Kalihaltige Asche.
D. Kalihaltige Lauge.
E. Die Seife.
§. 8. Borax.
§. 9. Ammonium.
A. Kohlensaures Ammoniak.
B. Salmiak.
§. 10. Vitriol.
A. Vitriol im Allgemeinen.
B. Kupfervitriol.
C. Eisenvitriol.
D. Zinkvitriol.
E. Kobaltvitriol.

Fünftes Kapitel. Brennliche Mineralien, d.i. die kohligen und überhaupt diejenigen, welche man unter diesem Namen gewöhnlich verstehet.

§. 1. Bergbalsam.
§. 2. Naphtha.
§. 3. Erdöl.
§. 4. Erdpech.
§. 5. Gagat.
§. 6. Kohle.
A. Kohle im Allgemeinen.
B. Torf.
C. Braunkohle.
D. Steinkohle.
§. 7. Graphit.
§. 8. Schwefel.
Anhang. Schwefelsäure.

Sechstes Kapitel. Metalle und Verwandtes.

§. 1. Metall, Erz, Erzstufe.
§. 2. Gold.
A. Gold im Allgemeinen.
B. Das reinste Gold.
§. 3. Silber.
A. Silber im Allgemeinen.
B. Silbererz.
C. Rothgiltigerz.
D. Glaserz.
E. Sprödglaserz.
F. Hornerz.
G. Mit Silber legiertes Gold.
H. Niello, Silber mit Schwefel.
I. Höllenstein.
§. 4. Quecksilber.
A. Das metallische Quecksilber.
B. Zinnober.
C. Lebererz.
D. Ethiops mineralis.
E. Amalgam.
F. Sublimat.
§. 5. Platina nebst den verwandten damit vorkommenden Metallen, Palladium, Rhodium, Osmium, Iridium.
§. 6. Tellur oder Silvan.
§. 7. Kupfer.
A. Das metallische Kupfer.
B. Bronce.
C. Messing.
D. Flittergold, Rauschgold.
E. Weisskupfer, Neusilber, paksong.
F. Weisser Tombak, Weisskupfer.
G. Kanichan.
H. Kupferlegierung.
I. Kupferrost.
K. Grünspan.
L. Berggrün.
M. Kupfererz.
N. Rothkupfererz.
O. Fahlerz.
P. Kupferglanz.
Q. Kupferkies.
R. Kupferlasur.
S. Künstliche Kupferlasur.
§. 8. Nickel.
§. 9. Eisen.
A. Das metallische Eisen.
B. Stahl.
C. Blech.
D. Draht.
E. Nagel.
F. Schmelzen.
G. Schmelzofen.
H. Schlacken.
I. Rost.
K. Eisenerz.
L. Eisenkies.
M. Magneteisenstein.
N. Spatheisenstein.
O. Eisenglanz.
P. Rotheisenstein.
Q. Braun-, Schwarzeisenstein.
R. Ocker.
S. Thoneisenstein.
T. Bohnerz.
U. Raseneisenstein.
§. 10. Mangan.
A. Manganmetall.
B. Graubraunsteinerz.
C. Rothbraunsteinerz.
§. 11. Chrom.
A. Chrommetall.
B. Chromeisenstein.
C. Chromsaures Blei.
§. 12. Titan.
A. Titaneisen.
B. Rutil.
C. Anatase.
§. 13. Wolfram.
A. Wolfram.
B. Tungstein.
§. 14. Molybdän.
§. 15. Kobalt.
A. Speiskobalt.
B. Kobaltglanz.
C. Erdkobalt.
D. Smalte.
§. 16. Wissmuth.
A. Das metallische Wissmuth.
B. Wissmuthglanz.
C. Wissmuthocker.
D. Weisses Wissmuthoxyd.
§. 17. Blei.
A. Das metallische Blei.
B. Bleioxyd.
C. Das graue und weisse Oxyd.
D. Glötte.
E. Bleiglas.
F. Masticot.
G. Mennige.
H. Bleiweiss.
I. Bleiglanz.
K. Bleispath.
[L. Bleierde.]
§. 18. Zinn.
A. Das metallische Zinn.
B. Zinnlegierungen.
C. Zinnerz.
§. 19. Zink.
A. Zinkmetall.
B. Zinkblende.
C. Zinkoxyd, Galmey.
§. 20. Spiessglanz, Antimon.
A. Antimon im Allgemeinen.
B. Grauspiessglanzerz.
C. Spiessglanzsalbe.
D. Antimonoxyd, Spiessglanzweiss
§. 21. Arsenik.
A. Arsenik im Allgemeinen.
B. Gediegener Arsenik.
C. Arsenikoxyd.
D. Arsenikrubin.
E. Arsenikkies.
F. Rauschgelb.
G. Realgar.
H. Operment.
I. Arseniksalbe.