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Modernste Kriegswaffen - alte Erfindungen cover

Modernste Kriegswaffen - alte Erfindungen

Chapter 114: 112. Ein närrischer Luftfisch?
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About This Book

A collection of illustrated essays surveys historical antecedents of modern military technologies, tracing how ancient, medieval, and early modern sources describe precursors to firearms, explosives, balloons and flying machines, submarines and diving suits, torpedoes and naval innovations, siege engines, signaling systems, and various field implements. Each brief chapter pairs descriptive narrative with folkloric, literary or technical citations and engraving references, assessing plausibility and showing recurring patterns of inventive thought and practical adaptation across different cultures and eras.

112.
Ein närrischer Luftfisch?

Daß die Fischform für ein schnellfahrendes, dickbauchiges Luftschiff die beste sein muß, erkannte man schon in einer Zeit, da die Verwirklichung dieser herrlichen Idee noch unmöglich war.

Der Fischballon, Kupferstich von 1784.

Beachten wir dies, so erscheint uns das Bild des Luftfisches nicht mehr so närrisch, wie zuvor. Ein Schweizer meinte im Jahre 1784, also im zweiten Jahre der Gasballone, daß ein solch fischförmiges Fahrzeug gewiß sich im Luftozean ebenso schnell fortbewegen müsse, wie der Körper eines Fisches im Wasser am besten zu schwimmen vermöge. Ein riesiger Schwanz sollte als Steuer dienen und große Flossen — aus dem Innern gleich Ruder bewegt — das Vorwärtskommen des Untieres bewirken. Es scheint gar so, als sollte dieser Luftfisch ein kriegerisches Ziel verfolgen; denn aus dem vordersten Fenster der Gondel schießt doch wohl jemand auf die Erde hinab?

Denken wir an den spitzen Kopf unserer Luftschiffe, an deren Schwanzsteuer, und deren Stabilisierungsflossen, an deren verschlossene Gondel, wenn wir dies alte Bild betrachten!