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Modernste Kriegswaffen - alte Erfindungen cover

Modernste Kriegswaffen - alte Erfindungen

Chapter 75: 73. Geschütze aus Holz.
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About This Book

A collection of illustrated essays surveys historical antecedents of modern military technologies, tracing how ancient, medieval, and early modern sources describe precursors to firearms, explosives, balloons and flying machines, submarines and diving suits, torpedoes and naval innovations, siege engines, signaling systems, and various field implements. Each brief chapter pairs descriptive narrative with folkloric, literary or technical citations and engraving references, assessing plausibility and showing recurring patterns of inventive thought and practical adaptation across different cultures and eras.

73.
Geschütze aus Holz.

In einem dem Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen ums Jahr 1620 gewidmeten Manuskript wird ein dreiläufiges, aus Holz anzufertigendes Geschütz dargestellt. Es sei „ein sonderbahren hultzern Hagell Geschütz, Welches denn Hagell sehr weit von sich wirfft undt solches eine geraume Zeit treibt, wirdt in Sturmes nöthen sehr nützlichen von den Defensoren gebraucht“.

Holzgeschütz, Malerei von 1620.

Ob hölzerne Geschütze wirklich, wenn man solche auch in der höchsten Not der Belagerung angefertigt hatte, einen praktischen Wert hatten, bleibt zweifelhaft. Eine starke Pulverladung durfte man ihnen nicht zumuten. Angeblich wurden schon im Jahre 1544 hölzerne Geschütze von den Engländern bei der Belagerung von Boulogne gebraucht. Wenigstens zeigte man solche Geschützrohre in London, bis sie dort im Jahre 1841 beim Brand des Towers vernichtet wurden.