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Chapter 106: JULI-SONNTAG
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About This Book

A series of brief, fragmentary pieces—essays, letters, aphorisms and vignettes—presents intimate impressions of urban life, artistic circles and personal relationships. The narrator alternates between melancholic observation and wry epigram, reflecting on friendship, creativity, illness, memory and the small incidents of cafés, theatres, bathing places and country retreats. Portrait sketches and short episodes mingle with poetic asides, postcards and aphoristic formulations to form a collage of moods that privileges momentary sensation over sustained narrative. Recurring concerns include aesthetic perception, social manners, solitude and the consolations and limits of recollection.

JULI-SONNTAG

Fünf Uhr morgens. Alles ist gebadet in gelbem Sonnenlicht. Noch ist es frisch und kühl. Viele Touristen erheben sich aus dem Schlaf, unausgeschlafen, der Sonne entgegen. Leicht wird es ihnen, mit kaltem Wasser das Schlafbedürfnis zu bannen. Noch ist es kühl, und man schreitet dem heißen Tag entgegen, wie in die heiße Schlacht!

Viel zu wenig bieten der Tag und die Stunde den meisten. Und auch das genügsamste Herz lechzt nach Außergewöhnlichem. Da kommt der Juli-Sonntag in grellem gelbem Licht! Juli-Sonntag, du sollst es bringen!

Überallhin echappiert die unzufriedene Menschheit. Müde gelaufen fällt sie dann zurück in die Pflicht! Montag, wie wärest du sauer, wärest du nicht die Quelle und Ursache sonntäglich kommenden süßen Glücks! Sonntags siehst du die Müden in Wiesen und Wäldern gelagert, rein gebadet vom Schmutz der vergangenen Woche, kommender Woche gefaßter entgegenharrend.