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Chapter 52: UNGEZIEFER
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About This Book

A series of brief, fragmentary pieces—essays, letters, aphorisms and vignettes—presents intimate impressions of urban life, artistic circles and personal relationships. The narrator alternates between melancholic observation and wry epigram, reflecting on friendship, creativity, illness, memory and the small incidents of cafés, theatres, bathing places and country retreats. Portrait sketches and short episodes mingle with poetic asides, postcards and aphoristic formulations to form a collage of moods that privileges momentary sensation over sustained narrative. Recurring concerns include aesthetic perception, social manners, solitude and the consolations and limits of recollection.

UNGEZIEFER

Alle hatten sie gern, sie amüsierte, und war anders wie die meisten. Daher nützte man sie aus.

Von Tag zu Tag sah sie schlechter aus, wie eine Besiegte in der Schlacht des Lebens, die sich verwundet wegschleicht, hinter einem Busche zu krepieren — — —.

Da sagte der Dichter: »Nun, können Sie es mir nicht klagen?!«

»Ich wohne, bitte, in einem Zimmer, wo Wanzen sind. Man erträgt alles tagsüber von den Menschen, und nachts benehmen sich die Wanzen ebenso schamlos-feig und stören uns — — —. Da bricht man halt zusammen.«

Der Dichter machte eine Kollekte, steuerte aber selbst vorsichtig ein Paket Insektenpulver bei.

Er sagte: »Für diese Tiere gibt es Mittel; aber für die Menschenwanzen gibt es keine. Ihre Nachtruhe ist nunmehr gesichert, Fräulein; aber Tagesruhe gibt es nicht. Da sind die Menschenwanzen unausrottbar an der Arbeit!«