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Chapter 7: BEKENNTNIS
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About This Book

A series of brief, fragmentary pieces—essays, letters, aphorisms and vignettes—presents intimate impressions of urban life, artistic circles and personal relationships. The narrator alternates between melancholic observation and wry epigram, reflecting on friendship, creativity, illness, memory and the small incidents of cafés, theatres, bathing places and country retreats. Portrait sketches and short episodes mingle with poetic asides, postcards and aphoristic formulations to form a collage of moods that privileges momentary sensation over sustained narrative. Recurring concerns include aesthetic perception, social manners, solitude and the consolations and limits of recollection.

BEKENNTNIS

Du gabst mir alles — — — und ich gab dir nichts!
Mein Aug’, mein Ohr, mein Denken und mein Träumen
gehörten vielleicht eher den dunklen Mädchen von den
Sundainseln, romantischen Gebilden fremder Welten,
die ihre stillen Wege gehn nahe dem Urwald — — —.
Du gabst mir alles — — — und ich gab dir nichts!
Wie Märtyrerinnen warst du aus der Vorzeit,
oder wie Krankenpflegerinnen fremder Menschen,
wie sie heut’ noch sind in Krankenhäusern und in
Klöstern — — —.
Belohnung war dein eigenes Gefühl in dir!
Im Geben nahmst du tausendfach zurück,
was du gespendet. Und davon lebtest du!
Nun bist du in dem Dienste deiner heiligen Seele
krank geworden — — —
der magische Schein der Selbstaufopferung verlischt — — —
du kannst nicht mehr grenzenlos ergeben sein!
Und weinend siehst du nun zum ersten Male deines
Lebens Not — — —.
Du gabst mir alles — — — und ich gab dir nichts!
Und dennoch traure ich verzweifelt am Sarge deiner
armen Seele — — —. Denn, glaube mir, sie starb!