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Chapter 93: DIENSTE
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About This Book

A series of brief, fragmentary pieces—essays, letters, aphorisms and vignettes—presents intimate impressions of urban life, artistic circles and personal relationships. The narrator alternates between melancholic observation and wry epigram, reflecting on friendship, creativity, illness, memory and the small incidents of cafés, theatres, bathing places and country retreats. Portrait sketches and short episodes mingle with poetic asides, postcards and aphoristic formulations to form a collage of moods that privileges momentary sensation over sustained narrative. Recurring concerns include aesthetic perception, social manners, solitude and the consolations and limits of recollection.

DIENSTE

Man kann vielen Menschen riesige Dienste in den geringsten Kleinigkeiten leisten. Aber niemand tut es. Zum Beispiel einer Dame zu sagen: »Wenn Sie sich abends mit einem trockenen englischen Reibhandschuh, fleshglove, den ganzen Leib leicht rosig reiben lassen werden, ganz, ganz zart, ohne Reibeisengefühl, so werden sie gegen Zugluft vollständig immun werden!«

Ich trat einst auf eine wunderbar schöne Frau zu und sagte zu ihr: »Gnädige Frau, ich könnte Ihnen einen wesentlichen Lebensdienst leisten, den Ihnen wahrscheinlich sonst niemand leisten würde —.« »Nun, worin besteht er?!« »Sie haben in Ihrem wunderbar modellierten Ohr einen schwarzen Mitesser, den ich auf die zarteste Weise mit einem geschickten Druck meiner zwei Finger entfernen könnte. Mancher Mann könnte daran enttäuscht werden, und es könnte Ihren edlen Lebensweg erschweren —.«

Die Dame erbleichte, stand auf, ging mit mir hinaus. Ich entfernte ihr den schwarzen Mitesser aus dem rosigen Ohr.

Dann sagte sie: »Sie, Herr, wie kommen Sie eigentlich zu solchen Unverschämtheiten?! Was gehen Sie denn meine Ohren an?!«

»Nichts«, erwiderte ich und entfernte mich befriedigt.