Vorwort.
Z. R. III hat seine Siegesfahrt über den Atlantischen Ozean längst vollendet. Er kreiste um die Freiheitsstatue in Neuyork und das Kapitol in Washington und wurde als Zeichen deutschen technischen Geistes und deutscher Tatkraft überall stürmisch bejubelt. Die tiefen Wunden, die uns im Weltkrieg das Dazutreten Amerikas zu unseren Feinden schlug, beginnen langsam zu vernarben. Völker noch eher als Einzelmenschen müssen immer wieder miteinander leben.
So ist das Interesse bei uns für Amerika wieder erwacht. Man fragt wieder interessiert: Wie sieht es drüben wirklich aus? Handbücher der Erdkunde, der Politik, des wirtschaftlichen Lebens usw. Amerikas gibt es dafür genug. Was ich im folgenden biete, will nichts als eine anschauliche Schilderung persönlicher Eindrücke und Erlebnisse in der Union von Neuyork bis San Francisco sein, die mir ein volles Studienjahr bot: Es will dem Leser, vor allem auch der weltbegierigen und wanderlustigen reiferen Jugend, schildern, wie es „drüben“ aussieht und wie es „drüben“ zugeht.
Natürlich kann ich es nur so sagen, wie ich es erlebt und gesehen habe, und werde auch nur das beschreiben, was ich erlebt habe. Aber das Persönliche wird hier gerade das Reizvolle sein. Darum hat dabei hier und da wohl auch der Humor sein Recht. Nebenbei aber wird der aufmerksame Leser bald merken, daß er auch aus dieser Schrift allerlei Wissenswertes über das Leben des amerikanischen Volkes und das Land im ganzen lernen kann, so daß er bei der Lektüre das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet.
Dresden, den 10. November 1925.
Karl August Busch
Dr. phil.
B. D. (Harvard University).