Ich, Herr Johannes, im Riesengebirge
Mit Furcht und Zittern nur genannt,
Weil ich mit Lust die Bösen würge,
Sie oft gestraft mit harter Hand;
Ich zeige nach ein paar hundert Jahren
Mich wieder einmal auf den Bergen hier,
Um etwas Neues zu erfahren,
Und zu durchreisen mein Revier.
Musäus hat von mir geschrieben
So manches Märchen wunderlich;
Doch wenn die Menschen wie sonst geblieben,
Sind sie viel närrischer als ich.
Sie machen sich durch Haß und Neid,
Durch Falschheit selbst das Leben sauer,
Sie schätzen sich nur nach dem Kleid
Und machen sich die Welt zur Trauer.
Zwar sind gar viele hochgelehrt
Und wissen wunderkluge Sachen,
Doch fragt nur, was dazu gehört,
Um sich das Leben leicht zu machen,
Und, selbst von groben Fehlern rein,
Es andern liebreich zu versüßen,
Im Frieden mit der Welt zu sein,
Da fragt einmal, ob sie das wissen?
Denk ich der Jugend jetz’ger Zeit,
Juckt’s in den Fingern mich zur Stelle,
Die macht sich gar gewaltig breit,
Hält Kränzchen gar und Kinderbälle.
Wenn sie französisch nur versteht,
Glaubt sie schon Wunder was zu können,
Sie kann wohl, wie der Ebro geht,
Doch nicht der Heimat Flüsse nennen!
Es sagt manch Kind dir auf ein Haar,
Wer Mutius Scävola gewesen,
Doch frage nur, wer Luther war,
So haben sie’s noch nicht gelesen.
Dort sitzt ein Mädchen am Klavier
Und fehlt nicht eine einz’ge Note,
Fast jede Oper kennt sie dir,
Nur leider nicht die zehn Gebote. —
So steht es mit der Jugend jetzt,
Die fromme Einfalt ist verschwunden;
Ich aber hab mich in Bewegung nun gesetzt,
Um mich als Herr hier zu bekunden.
Ich werde, nach meiner alten Manier,
Den Guten necken und endlich beglücken,
Den Bösen aber, nach Gebühr,
Recht arg geprellt nach Hause schicken.
Sieh da, — das kommt ja wie beschert, —
Dort naht sich eine alte Mutter,
Sucht dürres Holz für ihren Herd
Und für die Zieg’ ein wenig Futter.
Zwei Kinder folgen, jung und zart,
Da will ich mich sogleich verstecken,
Vielleicht kann ich die Sinnesart
Der armen Leutchen so entdecken. —
(Er versteckt sich.)
Zweite Szene.
Die Mutter, Elisabeth und Gustav (dürres Reisig suchend);
Mutter.
Gottlob! das Gewitter ist vorüber;
Es scheint die Sonne wieder schön.
Elisabeth.
Doch, gute Mutter, ihr solltet lieber
Um trockne Kleider jetzt nach Hause gehn.
Mutter.
Es ist ja nur ein Rock im Schranke,
Und du bist mehr als ich durchnäßt.
Elisabeth.
Ei, liebe Mutter, welch ein Gedanke,
Ich bin noch jung, gesund und fest!
Mutter.
So laß uns nur die Hände rühren,
Die Arbeit hier macht wieder warm
Und läßt im Winter uns nicht frieren.
Elisabeth (seufzend).
Ach, wären wir nur nicht so arm!
Mutter.
Sprich, möchtest du denn etwa lieber
Reich, wie der Nachbar Töffel, sein?
Elisabeth.
O nein, der schließt ja jeden Stüber
Voll Geiz in seinen Kasten ein!
Mutter.
Könnt ich doch, wie der Schulze, schenken
Der Tochter ein so stattlich Haus —
Elisabeth.
Da würd ich mich noch sehr bedenken,
Dort sieht’s nicht eben friedlich aus!
Mutter.
Ist Küsters Röse zu beneiden?
Sie hat voll Linnen Kist’ und Schrank! —
Elisabeth.
O nein, das wär’ ein rechtes Leiden,
Jahraus, jahrein ist Röse krank!
Mutter.
Die reiche Elsbeth aus der Mühle,
Die wärst du aber gern, mein Kind?
Elisabeth.
Ha! was du sagen willst, das fühle
Ich tief, — ihr ist die Mutter blind!
Nein, nein, ich schäme mich der Klage,
Mit keinem möcht ich tauschen gern,
Es hat ein jeder seine Plage;
Vertrau’n wir nur auf Gott den Herrn.
Um deinetwillen mög’ er schenken
Uns bess’re Tage, nicht so schwer. —
Mutter.
Willst du nicht auch des Guten denken?
Wenn ich nur Elsbeths Mutter wär’ —
So bin ich rüstig auf den Füßen,
Zur Wette spinn ich noch mit dir,
Und meine Kinder — sie versüßen
Auch kummervolle Tage mir.
(Elisabeth schlingt ihren Arm um die Mutter. Gustav kommt herbeigesprungen.)
Gustav.
Hier, seht nur, bring ich reife Beeren,
Die Mutter jetzt allein sie essen muß.
Mutter.
Wir wollen sie zusammen verzehren,
Denn so nur ist’s für mich Genuß.
Dritte Szene.
Die Vorigen. Rübezahl (als Jäger).
Gustav.
Sieh, Mutter, da kommt ein fremder Mann.
Mutter.
Brauchst darum keine Furcht zu hegen.
Was geht der fremde Jäger uns an?
Wir sind ja nicht auf bösen Wegen.
Rübezahl.
Gott grüß euch!
Mutter.
Schönen Dank, Herr!
Rübezahl.
Was macht ihr da?
Mutter.
Wir sammeln Reiser;
Der Winter ist lang und oft gar schwer,
Und schlecht verwahrt sind hier die Häuser.
Rübezahl.
Wer seid ihr?
Mutter.
Eine arme Frau
Mit ein paar guten, frommen Kindern;
Wir lebten sonst dem Ackerbau,
Der Feind tat uns die Scheuern plündern,
Nahm unser bißchen Vieh, zerschlug,
Was eben nicht fortzubringen war;
So kamen wir um Acker und Pflug,
Es geht nun schon ins fünfte Jahr.
Rübezahl.
So seid ihr Witwe?
Mutter.
Nein, ach nein!
Das wolle der liebe Gott verhüten!
Rübezahl.
Dann wird der Mann in der Schenke sein,
Statt sich um Tagelohn zu vermieten?
Mutter.
Bewahre! mein guter Thomas war
Stets fleißig und lebte eingezogen;
Als aber das Vaterland in Gefahr,
Da ist er mit in den Krieg gezogen.
Fünf Jahr und drüber sind schon verflossen,
Seit ich nichts mehr von ihm gehört,
Seit ich und meine Unglücksgenossen
Mit Tränen jeden Bissen verzehrt.
Rübezahl.
So läßt sich wohl nicht anders glauben,
Als daß eine Kugel ihn hingerafft?
Mutter.
Wollt ihr die letzte Hoffnung mir rauben?
Mit ihr des Lebens Mut und Kraft?
Rübezahl.
Doch besser, er schlummert im kühlen Grabe,
Als wenn er, ein Bettler, wiederkehrt!
Mutter.
O, wenn ich ihn nur wiederhabe,
Mein treues Herz nicht mehr begehrt.
Rübezahl.
Wenn nur nicht etwa gar am Ende
Zum Krüppel ward der arme Mann?
Mutter.
Ach, dann gibt’s noch vier fleißige Hände,
Und auch der Gustel wächst heran! —
Rübezahl.
Ihr wagt euch so auf diese Straße,
Wie, wenn der Berggeist euch erschreckt?
Mutter.
Hab ich doch immer gehört, er lasse
Die guten Menschen ungeneckt!
Elisabeth.
Ja, Herr! wir haben ein gutes Gewissen;
Er mag nur kommen, wenn’s ihm beliebt.
Rübezahl.
Vielleicht würd’ er dich zu trösten wissen,
Du schienst vorhin mir sehr betrübt.
Mutter.
Wir haben schon viel Zeit verplaudert,
Und im Gebirge ist’s nicht gut,
Wenn man bis in die Dämmrung zaudert.
Lebt wohl!
Rübezahl.
Auch ihr, und bleibt bei gutem Mut.
Mutter.
O ja, was Gott über mich verhängt,
Das wird er auch alles zum Guten lenken.
Gustav (vertraulich zu Rübezahl).
Wenn er einmal ein Eichhörnchen fängt,
So könnt’ er’s wohl dem Gustel schenken!
Rübezahl.
Bist du der Gustel? wir wollen sehn!
Gustav.
Er sieht zwar etwas grimmig aus,
Als wollt er einem den Hals umdrehen;
Ich mache mir aber gar nichts daraus.
Rübezahl.
Das freut mich, Kleiner!
Mutter.
Komm, mein Kind!
Noch ist der Korb nicht voll, drum munter!
Wir suchen und füllen ihn geschwind;
Und dann in unser Dörfchen hinunter.
(ab).
Vierte Szene.
Rübezahl (allein).
Die Mutter ist brav, die Kinder gut,
Man hört es ja aus jedem Worte;
Schon manchem half ich aus Übermut,
Doch hier ist Hilf’ am rechten Orte.
Fünfte Szene.
Der Vorige. Thomas (auf Krücken, ohne Rübezahl zu sehen).
Thomas.
Für heute kann ich nun wohl nicht weiter,
Ich armer Krüppel! was soll ich tun?
Die Luft ist warm, der Himmel heiter —
Hier will ich unter dem Baume ruhn.
Den Berg herauf mußt’ ich schon keuchen,
Doch morgen hab’ ich neue Kraft,
Die liebe Heimat zu erreichen,
Die mir die letzte Ruh’ verschafft.
Zwar komm’ ich, ach, mit leeren Händen,
Und bin ein Krüppel obendrein,
Kann nur verzehren, nur verschwenden,
Und nichts erwerben — welche Pein!
Warum fand nicht den Weg zum Herzen
Die Kugel, die mein Knie gefaßt!
So wär’ ich ledig aller Schmerzen,
Und meinen Kindern nicht zur Last.
Zur Last? — Ach nein, sie werden gerne
Hilfreich dem Vater zur Seite stehn;
Und der da droben regiert die Sterne,
Läßt mich, wohl auch nicht untergehn. —
Könnt’ ich denn nichts, gar nichts erwerben?
Sind doch die Hände noch wohl geschickt;
Und gerne, gerne will ich sterben,
Hab’ ich nur die Meinen noch erblickt.
(Er hat sich unter einem Baum gelagert).
Rübezahl (beiseite).
Er ist’s! — fürwahr auf diese Höhen
Hat ihn ein guter Geist, geschickt;
Er mag im Traum die Kinder sehen,
Bis er sie wach an den Busen drückt.
(Ab, nachdem er nach einigem Nachsinnen dem Thomas die Krücken weggenommen hat).
Thomas (erwachend, greift um sich und sucht sie vergebens).
Wo sind meine Krücken? — guter Gott! —
Ein Bösewicht hat sie mir genommen, —
Wer trieb mit mir so bittern Spott,
Wie soll ich nun nach Hause kommen?
Sechste Szene.
Rübezahl (als Köhler), Thomas.
Rübezahl.
Was wimmert denn da?
Thomas.
Ach, guter Freund,
Seid mir tausendmal willkommen!
Ihr wie ein Engel mir erscheint, —
Ein Bube hat mir die Krücken genommen,
Sucht doch im Strauchwerk, guter Mann,
Vielleicht warf er sie weg —
Rübezahl.
Der Bärenhäuter!
Thomas.
Ich bin ein lahmer Kriegesmann,
Und ohne Krücken kann ich nicht weiter.
Rübezahl (beiseite).
Ich will dir deinen Schmerz bezahlen.
(laut). Wer seid ihr denn? wo kommt ihr her??
Thomas.
Ich heiße Thomas, komm aus Westfalen,
Im Kriege ward ich verwundet schwer.
Dort unten im Tal liegt meine Hütte,
Wo mir in guter Kinder Mitte,
Das treue Weib zur Ruhe winkt,
Da bin ich denn bis hierher gehinkt. —
Rübezahl.
Seid ihr der Thomas, der vor fünf Jahren
Geplündert unter die Soldaten ging?
Thomas.
Der bin ich. Habt ihr was erfahren,
Wie es indes den Meinen ging?
Rübezahl.
Die Tochter — ist im Bach ertrunken;
Den Jungen — haben die Pocken hinweggerafft;
Und endlich ist die Mutter ins Grab gesunken,
Wie ein dürrer Baum, ohne Saft und Kraft.
(ab).
Thomas.
Gott! Gott! dann brauch’ ich keine Krücken,
Keinen Trost und keine Hilfe mehr! —
O Kugel, die mich lahm geschlagen,
Warum nicht höher herauf ins Herz!
Ich habe alles mit Mut ertragen;
Jetzt unterlieg’ ich meinem Schmerz.
Siebente Szene.
Gustav und Thomas.
Gustav (der einen Schmetterling haschen will).
Wart! wart! Ich will dich doch wohl fangen,
Und wärst du schneller als der Wind!
Thomas.
Wie wird mir — welch ein heimlich Bangen —
Ach, welch ein liebes, schönes Kind!
Gustav.
Ach! sieh — ein Fremder —
Thomas.
Darfst nicht erschrecken,
Mein Kind, ich bin kein böser Mann.
Gustav.
Ich werde mich nicht vor ihm verstecken,
Hab’ ich doch ihm auch nichts getan.
Thomas.
Hast du das Gebirge nicht gescheut?
Wie kommst du so allein in den Wald?
Gustav.
Nicht doch, die Mutter ist ja nicht weit.
Thomas.
Ach Gott, mein Gustel wär’ auch so alt!
Gustav.
Wir sammeln für den Winter Reisig.
Thomas.
Ihr guten Leute seid wohl arm!
Gustav.
Ei freilich, aber die Mutter ist fleißig;
Wär’ nur im Winter der Ofen warm.
Thomas.
Der Vater schafft euch warme Betten.
Gustav.
Ja, wenn wir noch einen Vater hätten!
Thomas.
Du hast den Vater schon verloren?
Gustav.
Er zog in den Krieg, kaum war ich geboren.
Thomas.
Wie mir das durch die Seele geht!
Wie alles seltsam sich muß treffen,
Mich Armen schadenfroh zu äffen.
Mein Gustel! — meine Elisabeth! —
Gustav.
Was wollt ihr von uns?
Thomas.
Von euch? wieso?
Gustav.
Ich und die Schwester, wir heißen ja so.
Thomas.
Ha! treibt denn hier in seinem Grimme
Mit mir sein Spiel ein böser Geist?
Mutter (hinter der Szene).
He! Gustel!
Thomas.
Das ist meines Weibes Stimme!
Mutter (noch immer hinter der Szene).
Wo bist du, Gustel? Um Gottes Willen!
Gustav.
Gleich, liebe Mutter! ich komme gleich!
Thomas.
O, könnt’ ich mein Verlangen stillen —
O, könnt’ ich kriechen durchs Gesträuch!
Gustav.
Will er die Mutter sehen, so sitze
Er nicht so faul, und rühr’ er sich.
Thomas.
Kind, ich bin lahm — hab’ keine Stütze.
Gustav.
Nun denn, so stütz’ er sich auf mich.
Thomas.
Du willst mich ihr entgegenführen?
Ihr — wag’ ich zu hoffen? — süßer Betrug.
Gustav (hilf ihm auf und stützt ihn).
Nur auf! Er soll gemächlich spazieren;
Ich bin wohl klein, aber stark genug.
Achte Szene.
Die Vorigen. Mutter. Elisabeth.
Mutter (setzt ihren Korb nieder).
Wo bleibst du? Hast du dich verirrt?
Thomas.
Sie ist’s! — O halte mich, Kind! halte!
Mutter.
Was seh’ ich! sind meine Sinne verwirrt —
Mein Mann! — (sie stürzt sich ihm in die Arme).
Thomas.
Mein Weib!
Elisabeth (hängt sich an ihn).
Der Vater!
Gustav (verwundert).
Dieser Alte?
Mutter.
Du bist nicht tot?
Thomas.
Ihr seid nicht gestorben?
Mutter.
Dich hab’ ich wieder?
Thomas.
Ich umarme dich.
Elisabeth.
Wir haben’s durch unser Gebet erworben.
Gustav.
Bist du der Vater, so küß auch mich.
Thomas (tut es).
Ja dich, den Gott als Engel sandte;
(zu Elisabeth) Und dich, die mir so hold erscheint.
Mutter.
Wo kommst du her?
Thomas.
Aus fernem Lande.
Mutter.
Wir haben lang um dich geweint!
Thomas.
Ach, weinen werdet ihr auch wieder!
Der liebe Gott mir alles nahm!
O, setzt mich unter dem Baume nieder,
Ich bin ein Bettler — und — bin lahm!
Mutter.
Ein Bettler? nein! nenn’ es gelinder;
Sechs Hände sind, Dich zu nähren, bereit,
Du hast dein Weib und deine Kinder,
Die werden dich stützen jederzeit.
Thomas.
O höre, Gott, mein dankbar Beten! —
Ich fand euch wieder, ihr habt mich lieb.
Doch soll ich meine Hütte betreten
Als ein unnützer Tagedieb!
Soll ich von euch mich lassen füttern?
Mutter.
Willst du uns die schöne Stunde verbittern?
Du brauchst ja nur zum Gehn die Krücken,
Kannst drum die Hände dennoch rühren.
Wir wollen es sogleich probieren;
Komm, hilf den Korb mir auf den Rücken;
Dann wandeln wir getrost und munter
Den wohlbekannten Pfad hinunter.
Thomas (dem seine Kinder aufgeholfen haben).
Ja, liebes Weib, du gibst mir neues Leben;
Wie wohl mir der Gedanke tut,
Ich sei doch noch zu etwas gut.
Wo ist der Korb? Ich will ihn heben!
(Elisabeth unterstützt ihn dabei, die Mutter stellt sich mit dem Rücken gegen ihn, und er versucht, den Korb auf ihre Schultern zu heben).
Thomas.
Von mir gewichen ist die Kraft des Lebens;
Auch dieser Korb ist mir zu schwer!
Elisabeth.
Ich will auch helfen, Vater; gebt her!
(sie will den Korb aufheben)
Seltsam; auch ich versuch’ es vergebens.
Thomas.
Um mich zu trösten, stellst du dich schwach.
Elisabeth.
Nein, wahrlich, Vater! ich heb’ und hebe;
Allein umsonst. (Sie blickt in den Korb). Ach, Mutter! Ach,
Die Reiser sind Gold! so wahr ich lebe!
Mutter (wendet sich um).
Was sagst du?
Gustav (hüpft um den Korb).
Gold, Gold, lauter Gold!
Mutter.
Ich bin erschrocken, daß ich bebe.
Thomas (sinkt wieder unter den Baum).
O Kinder, der Berggeist ist uns hold;
Gewiß von ihm kommt das Geschenk.
Mutter.
Nun sieh’, es leuchtet ein neuer Morgen!
Thomas.
Nun darf der Krüppel nicht mehr sorgen!
O, seid der Wohltat eingedenkt!
Gustav.