„Warum so trüb?“ — „Einst war ich heiter,“
Sag’ ich zu meiner Lust Genossen.
„Ich hab’ mein Herz dem Schmerz erschlossen;
Die Freude starb: ich lebe weiter.
Jung war ich, und mein heller Blick
hat Trauer nicht und Mißgeschick
Gekannt; jetzt welkt die Jugend hin,
Stirbt wie der Herbst, und ich verblute
Gleich ihm. Nie wird mir froh zumute.
Die Freude lockt nicht meinen Sinn.“
Die Freunde lachen: „Was du nur
Zu weinen hast! Das Wetter ist
So heiter klar, und die Natur
Nicht halb so trüb, wie du es bist.“
Und ich: „Mir gilt das alles nichts.
Ob Tag zu Tag und Jahr sich türmt,
Ob’s hell, ob’s dunkel ist, was ficht’s
Mich an, wenn mir’s im Herzen stürmt.“ —
Albumblatt
Das Licht verliert im Auge des Träumers schnell seine Wärme. Er findet die Hoffnungen, die ihn belebten, unerfüllt, seine Erwartungen unbefriedigt, und die Glut des Genießens verraucht in seinem Herzen ... Er befindet sich in einem Zustande der Starrheit und Leblosigkeit. Wie glücklich ist er, wenn er den Wert der Erinnerungen vergangener Tage erkennt: der Tage einer glücklichen Kindheit, da er die keimenden Zukunftsträume von sich warf und seine Freunde verließ, die ihm von ganzem Herzen ergeben waren.
Hans Küchelgarten
Eine Idylle
in ** Bildern
von
W. Alow
1827
Deutsch von Ulrich Steindorff
Das vorliegende Werk hätte nie das Licht der Welt erblickt, wenn nicht besondere Umstände, die nur für den Verfasser von Bedeutung sind, die Veranlassung dazu gegeben hätten. Dies Werk ist eine Frucht seiner achtzehnjährigen Jugend. Wir haben nicht die Absicht, hier ein Urteil über die Vorzüge oder Mängel dieser Dichtung abzugeben — das überlassen wir dem Publikum — wir wollen nur bemerken, daß viele von den Bildern dieser Idylle leider verloren gegangen sind; sie haben wahrscheinlich das Band zwischen den nun unverbunden dastehenden Teilen gebildet und die Zeichnung des im Mittelpunkt stehenden Charakters vollendet. Wir rechnen es uns indessen zum Verdienst an, daß wir dem Publikum, soweit dies möglich war, Gelegenheit gaben, das Werk eines jungen Talentes kennen zu lernen.
Erstes Bild
Es tagt. Das Dorf taucht aus dem Dämmerdunst
Mit seinen Häusern, seinen Gärten. Alles liegt
In hellem Licht. Der Glockenturm erglänzt
Wie lauter Gold, und auf dem alten Zaun
Tanzt froh ein Sonnenstrahl. Die Silberflut
Gleicht einem Zauberspiegel, der getreu
Das Konterfei von Zaun und Gärtchen gibt.
Und nichts hält Ruhe in dem Silberspiegel.
Blau wölbt der Himmel sich; die Wolken ziehn
Wie Wellen hin, und flüsternd rauscht der Wald.
Dort, wo das Ufer weit ins Meer sich wagt,
Da steht behaglich unter Lindenschatten
Ein Pfarrhaus, schon jahrzehntelang bewohnt
Von seinem greisen Herrn und arg verfallen.
Das Dach geworfen und der Schornstein schwarz,
Von blüh’ndem Moos bedeckt das Mauerwerk;
Die Fenster windschief. Aber immer ist
Das Häuschen traulich nett. Um keinen Preis
Der Welt wär’ es dem Alten feil. — Dort steht
Die Linde, sein geliebter Ruheplatz.
Auch sie ist alt. Doch Jugendfrische weht
Rings von den Rosenbäumen. Vögel nisten
In ihrem Dunkel und erfüllen Garten
Und Haus mit ihrer Lieder frohem Schall.
— Weil ihn der Schlaf die ganze Nacht gemieden,
Ging schon vorm Morgengraun der Pfarrer, hier
Ein wenig in der Frische noch zu schlummern.
Im alten Lehnstuhl unterm Lindendach
Schläft er. Der sanfte Wind kühlt sein Gesicht
Und spielt voll Keckheit mit den grauen Haaren.
Wer ist die Schöne, die mit Blicken
Ihm naht, in denen alle Glut,
Des Morgens ganze Frische ruht,
Und vor ihn tritt? Welch ein Entzücken,
Wie sie mit lilienweißer Hand
Ihn sanft berührt, um ihn zu wecken,
Bemüht, ihn ja nicht zu erschrecken.
Doch eh’ er aus dem Schlaf sich fand
Zur Welt, sprach er, die Lider kaum
Geöffnet, leise wie im Traum:
„Du wunder-, wunderbarer Gast,
Der du mein Heim besuchet hast,
Warum füllt Kummer mich und schwillt
Durch meine Seele. Was bewegt
Mich Greisen denn dein Engelsbild
So tief, so seltsam tief, und regt
Den Sinn mir auf? Sieh mich und schilt,
Schilt nicht: mein Leib ist schwach und alt
Und allem, was da lebt, längst kalt.
Seit ich mich tot in mir verscharrte,
Ist’s Ruhe nur, auf die ich warte,
Die ich begehre immerfort.
Ihr gilt mein Denken, gilt mein Wort.
Und nun kommst du, du Junge, mir
Zu Gaste, lockst mich heiß zu dir?
Ach nein, aus deinem lichten Munde
Flammt einer neuen Hoffnung Kunde.
Rufst du zum Himmel mich? Zur Stunde
Bin ich bereit. Allein mir fehlt
Die Würde. Meine Sündenlast
Ist groß. Ich war in dieser Welt
Ein arger Streiter und gehaßt
Von Hirt und Herde. Grausamkeit
War mir nicht fremd. Allein ich schwor
Den Teufel ab, und ich verlor
Zur Buße keinen Tag, allzeit
Entsühnend die Vergangenheit.“
Voll schwerer Sorge und verwirrt
Fragt sie sich bang: „Soll ich’s ihm sagen, —
Wer weiß, wohin die Träume ihn verschlagen, —
Sag’ ich ihm, daß er phantasiert?“
Doch Nebel des Vergessens hängt
Um ihn, den neuer Schlaf umfängt.
Sie neigt sich über ihn, verstohlen.
Wie sanft er schläft, wie still er ruht!
Kaum merklich hebt beim Atemholen
Die Brust sich. Licht in Ätherflut
Hält ihn ein Engel in der Hut,
Und paradiesisch Lächeln flicht
Sich leuchtend um sein Angesicht.
Nun öffnet er die Augen: „Wer,
Wer ist’s? — Luise? — Seltsam, ach;
Mir träumte — —, du, wo kommst du her?
Bist, Wildfang, du so früh schon wach?
Noch liegt der Tau. — Es nebelt schwer.“ —
„Großvater, nein, ’s ist hell und klar.
Im Walde blitzt das Sonnenlicht.
Und schon am frühsten Morgen war
Es heiß wie jetzt. Es regt sich nicht
Ein Blatt. — Weißt du, warum ich kam?
Es gibt ein Fest. Wir feiern heut.
Der alte Geiger Lodelham
Und auch der Fritz sind längst bereit.
Erst kommt die Kahnfahrt bis zur Mittagszeit
Und dann — —; ach, wenn nur Hans — —!“ Den Greis
Umspielt ein weises Lächeln. Still
Hört er, was sie erzählen will,
Das sorglos junge Blut. „Ich weiß,
Großväterchen, nur du hast Macht,
Ein bitter großes Weh zu bannen.
Mein Hans ist krank. Bald in der Nacht
Und bald am Tag schleicht er von dannen
Zum dunklen Meer. Nichts ist ihm recht,
Nichts freut ihn mehr. Wenn man ihn fragt,
Dann hört er gar nicht, was man sagt.
Er spricht nur mit sich selbst. So schlecht,
So elend sieht er aus. Wenn ihn sein Schmerz
Noch lange quält, geht er zugrund.
‚Zugrund‘, wie zittert, wenn mein Mund
Das harte Wort gebraucht, mein Herz.
Meinst du, daß er vielleicht mit mir
Nicht mehr zufrieden ist, daß er
Mich nicht mehr liebt? Das träfe schwer
Und hart wie Stahl mein Herz. Sag’s mir,
Du Engelsguter!“ — Und sie schlang
Die Arme fest um ihn. Kaum ging
Ihr Atem, als sie an ihm hing
In ihrer Liebe so verwirrt und bang.
Als sich die Träne ihr ins Auge stahl,
Wie war sie schön in ihrer Qual.
„Gib Ruh’, mein Kind, nicht weinen, nein.
Schämst du dich nicht?“ Der Pfarrer mühte
Sich tröstend um sie. „Gottes Güte
Wird dir Geduld und Kraft verleihn.
Wenn du ihn innig bittest, wirst
Du auch bei ihm Erhörung finden.
Hans lebt ja nur für dich. Du irrst.
Du mußt die Zweifel überwinden.
Du darfst dir nicht mit solchen leeren
Gedanken deine Ruhe stören.“ — —
Und als er noch der weinenden Luise
Zuspricht, die an die welke Brust sich lehnt,
Da bringt die alte Gertrud schon den Kaffee,
Den heißen, bernsteinklaren, den der Greis
So gern im Freien nahm. Er liebte es,
Die Weichselpfeife dann dabei zu rauchen.
So stieg denn bald der Rauch in klaren Ringen.
Luise fütterte gedankenschwer
Den Kater, der mit lautem Schnurren,
Vom süßen Duft gelockt, sie lang umstrichen.
Der Greis erhob sich vom geblümten Sessel
Aus Väterzeit, sprach sein Gebet und drückte
Der Enkelin die Hand. Dann zog er sich
Den sonntäglichen, taftnen Schlafrock an,
Den silberschimmernden, und nahm das Käppchen,
Das Hans ihm kürzlich aus der Stadt gebracht
Und ihm geschenkt. So ging er denn gemächlich,
Sich auf Luisens weiße Schulter stützend, —
Hell schlug der Sang der Lerchen himmelwärts —
Ins Feld hinaus. — Wie herrlich war der Tag!
Es ließ ein Wind das Gold der Felder wogen,
Das, überragt von dichten, früchteprangenden
Laubkronen, in der Sonne flimmerte.
Fern dunkelten die grünen Wälder.
Dem regenbogenfarbnen Sommerdunst
Entströmten Fluten wundersamster Düfte.
Die Bienen waren fleißig unterwegs
Und sogen Honig aus den jungen Blüten.
Die Grillen zirpten froh. Und aus der Weite
Klang laut und lauter kräft’ger Rudersang.
Und lichter ward der Wald. Das Tal erschien.
Das frohe Schrein der Herden scholl herauf.
Tief in der Ferne sah man schon das Dach
Vom Haus Luisens winken, sah das Rot
Der Ziegel schimmern, wenn die Sonnenstrahlen
In keckem Tanzspiel blitzend es umhuschten. — —
Zweites Bild
Noch ungeklärt sind die Gedanken,
Die Hans bewegen, und sein Blick
Sieht wirr die Welt des Lebens wanken
Und sucht sein künftiges Geschick. —
In stillem Frieden war die Zeit
Dem Tändelnden vorbeigeflossen;
Noch hatte keine Bitterkeit
Sich in der Seele Unschuld ihm gegossen.
Kind dieser Erdenwelt war er.
Doch ihrer Leidenschaften Brand
War seinem Herzen unbekannt.
Ganz sorglos war und leicht bisher
In Heiterkeit und Glück und Lust
Das Kind beim Spiel der Kinderschar.
Das Böse war noch seiner Brust
Ganz fremd. Ihm blühte wunderbar
Die Welt. — Schon in der frühsten Zeit
Der Kindheit war sein Kamerad
Luise, deren Heiterkeit
Und Milde seinen Lebenspfad
Erhellt. Wenn sie im grünen Kleid
Zu tanzen anfing oder sang,
Dann schoß durchs blonde Ringelhaar
Manch Blitz, der zündend weitersprang.
Ihr rosa Miedertüchlein glitt
Herab. Man sah bei jedem Schritt
Das feine, zarte Füßchenpaar.
Sie war ein Kind, und kindlich war
Ihr Tun. — Im Walde spielte sie
Mit ihm. Sie fingen sich. Dann lief
Sie fort, versteckte sich und schrie
Ihm plötzlich zu, daß er erschreckte.
Sie schwärzte heimlich, wenn er schlief,
Ihm sein Gesicht, und lachend weckte
Sie ihn dann aus dem süßen Schlafe.
Und er, er küßte sie zur Strafe. —
Und Lenz auf Lenz zog hin ins Land.
Die Spiele wollten nicht mehr taugen.
Die gegenseit’ge Keckheit schwand.
Es schwand das Feuer seiner Augen.
Und sie hält Traurigkeit gebannt
Und Schüchternheit. — Ihr, junger Herzen
Verliebte, erste Worte, wart
Gekommen, und es blieben nicht erspart
Die Tage voller süßer Schmerzen.
Was blieb ihm denn zu wünschen weiter,
Wo er Luise bis zur Nacht,
Gefesselt wie von Zaubermacht,
Nicht ließ, ihr treuester Begleiter,
Ihr Schatten, wo sie ging und stand.
Mit innig tiefer Freude sahen
Die Eltern, wie das Glück sich fand,
Und sahen sich nicht satt. Die nahen,
Leidvollen, zweifelvollen Zeiten
hielt noch ein Engel sanft verhüllt den beiden. —
Doch allzubald befiel ein Schmerz,
Ein tiefer, ihn. Matt ward vor Gram
Sein Blick; er starrte himmelwärts
Und war ganz unstet, ach, und wundersam.
Es schien, als suchte stets sein Geist,
Als hegte er geheimen Groll.
Die Seele sehnte sich zumeist
Gedankenschwer und kummervoll. —
Er sitzt und schaut hinab vom Strand
Hinaus aufs Meer wie festgebannt.
Und wenn im Takt die Wellen rauschen,
Scheint einer Stimme er zu lauschen.
— — — — — — — — — — —
Bald geht er grübelnd durch das Tal,
Die Augen feierlich voll Glanz,
Wenn bei der Wolken Wirbeltanz
Der Donner grollt, ein Feuerstrahl
Durchs Dunkel zuckt und wilder Regen
Heiß prasselt und mit einemmal
In Strömen rauscht auf allen Wegen.
Bald sitzt er in der Mitternacht
Vor alten Sagen auf und wacht
Und hofft, daß sich die Lettern regen
In ihrer Stummheit, wenn die Seiten
Er wendet, die so tiefe Kunde
Ihm bringen von den grauen Zeiten.
Ins Buch versunken manche Stunde,
Sitzt er und wendet kaum das Haupt.
Wer ihn in dieser schweren Not
Gesehn, der hätte fest geglaubt,
Die Zeit, da er gelebt, sei tot.
Gedanken, wunderbare, hatten
Mit ihrem Zauber ihn gebannt.
Er suchte dunkler Eichen Schatten
Auf seinem Weg durchs Sommerland.
Aus diesen tiefen Schatten sprach
Manch Rätsel, das er nicht verstand,
Und träumend streckte er die Hand
Liebkosend aus und griff darnach. —
Luise ist die ganze Zeit
Allein in ihrem tiefen Kummer.
Ihr Herz ist einzig ihm geweiht.
Sie findet nächtens keinen Schlummer
Und bringt die gleiche Zärtlichkeit
Ihm dennoch stets entgegen, hält
Die zarten Arme um ihn, küßt
Ihn sanft, daß er den Schmerz vergißt,
Bis er der Schwermut neu verfällt.
Schön sind die Stunden, wunderbar,
Wenn ferne Träume ihn umschweben
Und der Gesichte lichte Schar
Ihn fortträgt in ein andres Leben.
Doch, wenn der Seele Land zerstört,
Der stille Erdenfleck vergessen,
Der Scholle nicht sein Herz gehört,
Die schlichten Menschen er vermessen
Nicht achtet, werden Traumgestalten
Auch dann noch froh im Herzen walten? — —
Indessen laßt sein unstet Wesen
Belauschen uns. Macht euch bereit,
Die Rätsel seines Geists zu lösen
In ihrer Mannigfaltigkeit. —
Drittes Bild
Du klassisch schöner Werke klassisch schönes Land!
Des Ruhmes und der Freiheit Land, Athen!
An dich, in wundersamer Gluten Wehn,
Ist meine Seele festgebannt.
Vom Tempel hoch bis hin zu des Piräus Mauern
Ergießen sich und wogen feierliche Massen.
Äschines’ Worte blitzen, donnern und durchschauern,
Der Iliß Wassern gleich, und fassen
Gebietrisch alle wie der laute Sturm der Welle.
Gewaltig ragt empor die Marmorherrlichkeit
Der Parthenon, wo Säule sich an Säule reiht;
Empor Minerva, von des Phidias Stahl geweiht.
Und Zeuxis’ wie Parrhasios’ Pinsel strahlen Helle.
Im Portikus steht göttergleich ein Greis
Und redet weise von der andern Welt;
Sagt, wer für Tugend einst Unsterblichkeit erhält,
Wen Schande trifft und wen der Preis.
Horch! Rohes Tosen mischt sich in das Springbrunnrauschen.
Der Tag ist wach, und dem Theater voll Verlangen
Zu strömt das Volk. Wie Persiens Farben prangen!
Sieh, wie die Tuniken sich bauschen!
Noch eh’ die Leidenschaft des Sophokles verklungen,
Schwirrt Kranz auf Kranz, von den Begeisterten geschwungen.
Von Epikurens Honigmund, dem liebgewohnten,
Enteilt sind Amors Diener, Krieger und Archonten,
Daß ihnen sich die hohe Wissenschaft enthülle,
Wie man Genüsse schlürft und trinkt des Lebens Fülle.
Aspasia kommt! Ihr Blick, vom Wimpernschwarz verbrämt,
Trifft einen Jüngling, und sein Atem stockt verschämt.
Wie heiß die Lippen sind! Wie loht der Rede Glut!
Die schwarzen, losen Locken fallen wie die Nacht
Auf ihrer Schultern Marmorpracht,
Auf ihre Brüste wie die Flut. —
Und jetzt? — Tympane tosen und die Becher klirren.
Bacchantinnen in wilder Raserei, geschmückt
Mit Efeu, stürmen durch den heil’gen Hain in wirren,
Gehetzten Haufen. — Wo? Wohin? — Entrückt, entrückt.
Allein! — Verschwunden ist der Chor.
Und Gram befällt mich neu und Wehe.
Stieg’ doch vom Tal ein Faun empor;
Dräng’ aus des Gartens dunkler Nähe
Mir einer Nymphe Sang ans Ohr!
Ihr Griechen, wunderbarlich habt
Die Welt mit Träumen ihr erfüllt,
In Zauber alles eingehüllt!
Heut ist sie ärmlich, grau, verschabt
Und wohl quadriert, mit Nichts begabt. — —
Doch neue Träume kommen und heben
Und ziehen ihn lockend himmelan
Empor aus der Sorgen Ozean,
hinweg von allem kleinlichen Leben. —
Viertes Bild
Im Land, wo des Lebens Wunderquellen
Entspringen und strahlend rings alles erhellen;
Wo schwer die Nächte vom Ambraduft,
Von Lotossüße geschwängert die Luft;
Wo Räucherwerkwolken die Bläue durchfluten
Und Mangostans Früchte golden gluten;
Wo Kandahars Wiesengrund samten sich breitet;
Wo kühn sich ob allem der Himmel weitet
Und Blüten regnet in üppigem Glanz;
Wo Schwärme von Faltern auffunkeln im Tanz:
Dort sieht mein Blick eine Peri: versunken,
Nichts sehend, nichts hörend; traumestrunken.
Gleich Sonnen leuchtet ihr Augenpaar,
Wie Hemasagara funkelt ihr Haar.
Ihr Atem gleicht dem, den die Lilie haucht,
Wenn die Nacht den Garten in Schlummer taucht
Und im Wind ihre Seufzer von dannen schwingen;
Ihre Stimme den nächtlichen Ton von Syringen,
Dem silbernen Tone, wenn Israfil
Die Flügel schlägt in mutwilligem Spiel;
Dem heimlichen Plätschern des Tschindara-Fluß.
Und ihr Lächeln erst! Und erst ihr Kuß!
Was ist? — Sie hebt sich, ein Hauch, und entschwindet
In Himmeln, wo sie Verwandte findet.
Bleib! Blicke dich um! Bleib! — Taub meinem Schrei,
Verrinnt sie im Regenbogen. — Vorbei!
Erinnrung an sie bleibt und hält
Sich fest; und Duft erfüllt die Welt. —
Bunt war sein Träumen überstrahlt;
Vom Drang der Jugend heiß durchflossen.
Die Hoheit, die sein Herz genossen,
Hat herrlich oft sich abgemalt
Auf seinem Angesicht. Allein,
Was ihn in seinen Träumerein,
Was die erregte Seele quälte,
Wonach er schrie, wonach er bangte,
In wilder Leidenschaft verlangte,
Als gält’ es, daß er sich vermählte
Der ganzen Welt mit ganzer Lust,
Verstand er nicht. — Voll Staub und Dust,
Von Dumpfheit voll und Schwere fand
Er diese Welt und wirr. Es flog
Sein Herz und schlug und schlug und zog
Ihn hin nach fernem, fernem Land.
Wer sah ihn so? Sein Atem ächzte.
Die Brust ging keuchend auf und nieder.
Stolz funkelte durch seine Lider.
Ach, wie die Seele darnach lechzte,
Am flücht’gen Traum sich festzusaugen.
Ach, welche Feuer in ihm brannten,
Wie ihn die Tränen übermannten,
Das Leben schürend in den heißen Augen. —
Sechstes Bild
Zwei Meilen nur von Wismar liegt das Dorf,
Wo unserer Geschichte Welt, die Welt,
Wo ihre Menschen leben, Grenzen findet.
Das heitre Lünensdorf, so hieß es einst;
Doch weiß ich nicht, ob es noch heut so ist. —
Weit schimmerte dem Wanderer entgegen
Das kleine, weiße Häuschen Wilhelm Bauchs,
Des Musikers, das er vor langer Zeit,
Als er des Pastors Kind zum Weibe nahm,
Erbaut. Es war ein liebes, heitres Haus;
Grün war’s gestrichen; rote Ziegelplatten
Erklirrten hell im Wind. Kastanienbäume
Umstanden es und drängten in die Fenster.
Durch ihre Stämme sah ein Weidenzaun,
Den Wilhelm selbst aus Ruten sich geflochten.
Jetzt rankte sich der Hopfen an ihm hoch.
Vom Fenster zu dem Zaun lief eine Stange,
Behangen mit der Wäsche, die im Glanz
Der heißen Mittagssonne lustig blinkte.
Durch eine Speicherluke drängte sich
Laut girrend eine Taubenschar; es schrien
Die Puter, und mit seinen Flügeln schlagend
Entbot der Hofhahn seinen Morgengruß
Dem Tag und pickte den behäbig bunten Hennen
Die Körner fort. Zwei fromme Ziegen rupften
Das junge Gras. Schon lange stieg der Rauch
In krausen Wolken aus dem Schornstein auf
Zum Himmel, um den Morgendunst zu mehren.
Dort auf der Seite, wo der Mauerputz
Ein wenig abgebröckelt von den grauen Ziegeln,
Dort, wo die alten Bäume Schatten geben,
Stand schon seit frühstem Morgen säuberlich
Gedeckt ein Eichentisch voll guter Dinge:
Radieschen, gelber Käse, eine Dose
In Entenform mit Butter; Wein und Bier,
Der süße Bischof, Zucker, Waffelkuchen
Und dann ein Korb mit leuchtend reifen Früchten:
Himbeeren voller Duft, glashelle Trauben
Und bernsteinfarbne Birnen, blaue Pflaumen
Und rote Pfirsiche in buntem Durcheinander. —
Es war so festlich, denn Herr Wilhelm wollte
Der lieben Frau Geburtstag in dem Kreise
Der Töchter und des alten Pfarrherrn feiern.
Luise kam, doch ihre Schwester Fanny,
Die Jüngere, war fortgeeilt, um Hans
Zu holen, und war noch nicht zurück.
Vermutlich irrte er verträumt umher.
Luise blickte unverwandt zum dunklen Fenster
Im Nachbarhaus empor; lag es doch nur
Zwei Schritt von ihr. — Sie war nicht selbst gegangen,
Damit er nicht den Gram von ihrer Stirn,
Aus ihren Augen keinen Vorwurf läse.
Da wandte Wilhelm sich, Luisens Vater,
Zu ihr und sprach: „Du mußt den Hans mal schelten,
Daß er so lange nicht mehr bei uns war.
Pass’ auf, du hast ihn dir zu sehr verwöhnt.“
Doch sie war um die Antwort nicht verlegen:
„Mir fehlt der Mut, den braven Hans zu tadeln.
Er ist schon ohnedies so bleich und elend.“
„Was, krank, sagst du?“ fiel Mutter Berta ein.
„Es ist nicht Krankheit, nur Melancholie,
Die ihn jetzt plagt, und die wird sehr bald weichen,
Seid ihr einmal vermählt. Ein junger Sproß,
Den halbverdorrt ein Sommerregen trifft,
Fängt plötzlich an zu blühn. — Ist denn die Frau
Nicht Lichtflut für den Mann?“ — „Ein kluges Wort,“
Warf da der Pfarrer ein. „Wenn Gott es will,
Glaubt mir, wird alles noch vorübergehn!“
Er klopfte wieder seine Pfeife aus.
Dann fing er an, mit Wilhelm sich zu streiten;
Sie sprachen von den Tagesneuigkeiten,
Von schlimmer Ernte, von den Griechen, Türken,
Von Missolunghi, von Kolokotroni,
Dem großen Führer, und vom argen Krieg,
Von Canning sprachen sie, vom Parlament,
Vom Elend und vom Aufruhr in Madrid,
Als Hans erschien und sich Luise plötzlich
Mit einem Aufschrei ihm entgegenstürzte.
Der Jüngling schlang den Arm um ihre Hüfte
Und küßte sie. Der Pfarrer sprach zu ihm:
„Nun schäm’ dich, Hans, daß du so ganz vergessen
Den alten Freund. Doch wenn du schon Luise
Vergißt, wie solltest du der Alten noch
Gedenken!“ — „Väterchen, laß sein, laß sein —
Was schiltst du Hans denn immer!“ sprach die Mutter.
„Laßt uns zu Tisch gehn, sonst wird alles kalt:
Der Brei, der Reis, die duft’gen Zuckererbsen,
Der Glühwein und nicht minder der Kapaun,
Den mit Rosinen ich und Butter briet.“ —
So setzten sie sich friedlich an den Tisch
Und waren alle bald vom Wein belebt,
Die Seelen voller Glück und Heiterkeit. —
Der alte Geiger spielte, Fritz blies Flöte.
Es gab ein Stück — der Feiernden zu Ehren.
Bald drehten allesamt im Walzer sich.
Selbst Wilhelm wurde lustig, und gerötet
Schwang er sich mit der Gattin wie ein Pfau
Im Kreise. Wie im Wirbelwinde flog
Hans mit Luise toll dahin. Die Welt
Flog mit im gleichen, wundervollen Takt.
Luise wagte kaum zu atmen, kaum
Sich umzuschaun, vom Tanz so ganz gefangen.
Der Pfarrer sagte: „Ach, ich sehe mich nicht satt
An ihnen, glaubt’s mir. Welch ein herrlich Paar.
Luise, dieses heitre, liebe Kind,
Und Hans so stattlich, klug und doch bescheiden.
Sie sind doch füreinander wie geschaffen.
Ja, glücklich wird ihr ganzes Leben sein.
Ich danke Dir, mein güt’ger Gott, daß Du
Im hohen Alter mir die Gnade schenktest
Und mir die morsche Lebenskraft erhieltst,
Damit ich solche Enkel schauen durfte.
Nun kann ich sagen, wenn ich Abschied nehme:
Auf Erden hab’ ich Herrliches gesehn.“
Siebentes Bild
Des Abends Kühle senkt sich still hernieder.
Die letzten, leisen Sonnenstrahlen küssen
Das finstre Meer. Von tausend Flimmerfunken
Durchsät, erglüht der Wald, und fern, fern her
Erschimmern durch den Meeresdunst die Felsen
In bunter Farbenpracht. Rings tiefe Stille.
Und nur der Hirtenflöten melanchol’scher Ruf
Tönt dann und wann von fernen, heitren Ufern;
Und dann und wann ein leises Plätschern, wenn
Ein Fisch im spiegelblanken Wasser ruckt,
Wenn eine Schwalbe mit den Flügeln, ehe
Sie auf zum Himmel steigt, es flüchtig streift.
— Fern zeigt ein Kahn sich wie ein heller Punkt.
Wen trägt er wohl? Wer fährt wohl auf dem Meer?
Der Pfarrer ist’s, der Greis im Silberhaare,
Und mit ihm Wilhelm mit der teuren Gattin.
Die übermüt’ge Fanny läßt die Hand,
Die von der Angelschnur herabgezogen,
Im Wasser spielen. Hinten in dem Schiff
Sitzt Hans mit seiner Braut. — Sie sahen alle
In stummer Freude einer Welle zu,
Die breit dem Schiff gefolgt und unterm Schlag
Der Ruder feurig schäumend perlte.
Wie sich nun rasch die ros’ge Ferne klärte
Und voller Duft ein Hauch von Süden kam,
Da sprach der Pfarrer tief gerührt: „Wie schön
Ist dieser Abend Gottes doch! So still
Und herrlich wie das Leben des Gerechten.
Denn es vollendet ebenso voll Frieden
Den Weg, und auf den heil’gen Erdenrest
Ergießen sich die gleichen schönen Tränen.
Ja, auch für mich wird’s Zeit. Auch meine Tage
Sind bald gezählt. Ich kann nicht lang mehr bleiben.
Doch werd’ ich auch so herrlich schlafen gehen?“ —
Da weinten alle. Hans, der grad ein Lied
Auf der Oboe spielte, ließ das Instrument
Nachdenklich sinken. Es umspann ein Schlummer
Sein Haupt, und weithin schweiften seine Sinne.
Und Träume stürmten seltsam auf ihn ein.
Luise wandte sich ihm zu: „Sag’ mir, sag’, Hans,
Wenn du mich liebst, wenn ich in deiner Seele
Noch Mitleid, Mitgefühl wachrufen kann,
Was quälst du mich? Sag’ mir einmal, warum
Sitzt du bei Nacht einsam bei deinen Büchern?
Ich weiß es. Unsre beiden Fenster liegen
Doch nicht umsonst einander gegenüber.
Warum weichst du uns allen aus und trauerst?
Dein trüber Blick, ach, nimmt mir alle Ruh’,
Und deine Trauer macht mich selber trübe! —“
Das rührte Hans. Er wurde ganz verlegen.
Er drückte sie im Schmerz an seine Brust,
Und eine Träne stahl sich ihm ins Auge.
„Luise, frage nicht. Du mehrst doch nur
Durch deine Unruh’ meinen tiefen Kummer.
Denn in Gedanken ich versunken scheine,
Glaub’ mir, dann denk’ ich immer nur an dich
Und sinne, wie sich all die schweren Zweifel
Von deiner Seele nehmen, wie dein Herz
Mit Freude sich und Frieden füllen ließe,
Daß deiner Jugend reinen Schlaf nichts störe,
Daß Böses dir nicht nahe, nicht der Schatten
Von einem Kummer dich berühre, daß
Dein Glück in alle Ewigkeiten währe!“
Da lehnte sie an seine Brust sich an
Und konnte in der Fülle des Gefühls,
Des Dankes ihm kein einzig Wort erwidern. —
Still zog das Boot am Ufer hin. — Man landet
Und steigt schnell aus. „Hört,“ sprach der Vater Wilhelm,
„Hört, Kinder, nehmt euch recht in acht und seht,
Daß ihr euch nicht erkältet. Es ist feucht.
Der Nebel steigt.“ — Hans ging mit ihr und dachte:
Was wird, wenn sie erfährt, was sie doch nicht
Erfahren soll? Er sah ihr in die Augen.
In seinem Herzen ward ein Vorwurf laut.
Ihm war, als wenn er schlecht gehandelt hätte,
Als hätte er den ewigen Gott belogen. — —
Achtes Bild
Vom Turme schlägt es Mitternacht.
Hans sitzt wie immer auf und wacht.
Dem Einsamen gewohnte Zeit.
Das Flackerlicht der Lampe leiht
Nur spärlich Helligkeit. Es fällt
Wie Saat des Zweifels in die Welt
Des Schlafs. — Kein Blick träf’ in der Runde
Nur eines Menschen Spur. Fern, ferne
Rauscht wie Gespräch aus Menschenmunde
Die Welle in dem Glanz der Sterne.
Die Stille läßt den Atem hören
Der Nacht. — Jetzt wird ihn nicht mehr stören
Der laute Tag in seinem Denken,
Wo über seine Stirn sich senken
Friede und Ruh’. — Und sie? Sie setzt
Sich auf im Bett; im Fenster jetzt:
„Er kann’s nicht sehen, merkt’s ja nicht;
Ich seh’ mich satt an seinem Bild.
Er wacht, daß er mein Glück erfüllt.
Gott sei ihm gnädig, sei ihm mild.“ —
1.
Entschieden alles! Ist’s Gebot,
Tiefinnerst jetzt zugrund zu gehn?
Gibt’s andres Ziel nicht als den Tod?
Vermag ich Beßres nicht zu sehn?
Soll ich mich hin zum Opfer geben,
Tot für die Welt und ruhmlos leben?
2.
Soll denn ein Herz, das Ruhm geliebt,
Nur Nichtigkeiten lieben dürfen;
Kalt jedem Glück sein, das sich gibt,
Und niemals Seligkeiten schlürfen?
Der Erde Schönheit nie mehr finden,
Nie Wahres mehr in ihr ergründen?
3.
Was ruft, was lockt ihr mich so bang,
Ihr, dieser Erde schönste Lande.
Bei Tag und Nacht wie Vogelsang
Hör’ ich in meiner Träume Bande,
Bei Tag und Nacht die süßen Töne,
Und bin berückt von eurer Schöne.
4.
Euch, euch gehör’ ich. Bald, ach bald
Such’ ich die seligen Gefilde,
Ein Pilgrim, der zum Heil’gen wallt.
— — — — — — — — — — —
Hin fliegt umschäumt des Schiffes Bug.
Hoch strebt der Sehnsucht froher Flug.
5.
Ja, fallen wird der trübe Flor,
In den euch stets der Traum gehüllt.
Aufschließen wird die Welt das Tor
Zur Wunderherrlichkeit, gewillt,
Den Jüngling freundlich zu begrüßen
Mit unversieglichen Genüssen.
6.
Der Schönheit Meister! Meine Augen
Bereiten sich, was ihr geschaffen
Mit Stift und Meißel, einzusaugen.
Mein Herz will eure Glut erraffen.
Rausch’ hin, mein Meer, von Riff zu Riff!
Bring mich an Land, einsames Schiff!
7.
8.
Auch du, mein engelstilles Herz,
Vergib und geiz’ mit deinen Tränen.
Gib dich nicht hin dem ersten Schmerz.
Verzeih dem armen Hans sein Sehnen.
Klag’ nicht. Der Weg ist bald gemessen,
Und ich zurück. Wie könnt’ ich dein vergessen! —
Neuntes Bild
Wer kommt noch zu so später Stunde
Behutsam durch die Nacht gewallt,
Den Wanderstab am Gürtelbunde,
Den Rucksack rüstig umgeschnallt?
Vor ihm ein Haus zur rechten Hand;
Zur linken führt ein Weg ins Weite.
Er will den weiten Weg ins Land,
Erfleht von Gott Kraft zum Geleite.
Allein er wendet, übermannt
Von stillem Weh, verzehrt von Gram,
Den Schritt zum Haus, woher er kam.
Vor einem offnen Fenster sitzt,
Den Kopf in seine Hand gestützt,
Und ruht ein wunderschönes Kind.
Mit seinem Flügel streicht sie mild
Und gibt ihr Träume ein — der Wind,
Von denen sie nun ganz erfüllt,
Ein Lächeln zeigt. Und ihm entquillt,
Wie er sich peinvoll naht der Schönen
Und bebend ihr ins Antlitz schaut
Und kummerschwer, sein Weh in Tränen.
Sein Auge schimmert glanzbetaut.
Er beugt sich nieder glühend heiß
Und küßt sie seufzend, leis, ganz leis.
Den weiten Weg eilt er dahin.
Sein Innerstes durchbebt ein Schauer.
Unrast umdüstert seinen Sinn,
Und seine Seele tiefe Trauer.
Noch einmal wendet er den Blick
Zum Abschiedsgruß. — Ein weißes Band,
Zieht schon der Nebel übers Land.
Sein stöhnend Herz weist ihn zurück.
Ein rauher Wind mit scharfem Tone
Stößt Eichenkron’ an Eichenkrone.
Und grau verschwimmt im fernen Raum
Das Haus. Ganz unklar wie im Traum
Hat Pförtner Gottlieb nur vernommen,
Daß wer durchs Gartentor gekommen
Und daß einmal, als wenn er schälte,
Der treue Hund im Hofe bellte.