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Sämtliche Werke 15 cover

Sämtliche Werke 15

Chapter 28: VIII.
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About This Book

This collection gathers three short Petersburg novellas and a brief semi-humorous epistolary piece that dwell on the city's dim twilight and the interior lives of its inhabitants. The narratives examine loneliness, moral ambiguity, and fragile human dignity through intimate encounters and reflective monologues, blending melancholic lyricism with social observation. Characters are portrayed with tender realism, revealing inward beauty amid urban decay, uncertainty, and conflicting identities. One lighter epistolary tale offers a comic counterpoint, while the overall tone emphasizes psychological depth, moral questioning, and the quiet intensity of personal feeling.

VIII.

(Am 16. November erhält Pjotr Iwanowitsch durch die Stadtpost zwei Briefe. Er erbricht den ersten und entnimmt dem Kuvert ein zierlich zusammengefaltetes blaßrosa Blättchen. Die Handschrift ist die seiner Frau. Gerichtet ist es an Jewgenij Nikolajewitsch, geschrieben den 2. November. Im Kuvert befindet sich sonst nichts. Pjotr Iwanowitsch liest:)

Lieber Eugène! Gestern war es völlig unmöglich. Mein Mann war den ganzen Abend zu Haus. Komm aber morgen unbedingt um Punkt elf. Um halb elf fährt mein Mann nach Zarskoje und wird erst um ein Uhr zurückkehren. Ich habe mich die ganze Nacht geärgert. Danke für die Zusendung der Nachrichten. Welch ein Haufen Papier! Hat sie das wirklich alles selbst geschrieben? Übrigens, der Stil geht an. Noch einmal: Hab Dank. Ich sehe, daß du mich liebst. Sei mir nicht böse wegen gestern und komm morgen unbedingt! A.

(Pjotr Iwanowitsch erbricht den zweiten Brief.)

Pjotr Iwanytsch!

Mein Fuß hätte ohnehin niemals mehr Ihre Schwelle überschritten: Sie haben ganz überflüssigerweise Ihr Papier verschmiert.

In der nächsten Woche verreise ich nach Ssimbirsk, doch als unschätzbarer und bester Freund verbleibt Ihnen: Jewgenij Nikolajewitsch. Wünsche angenehmen Zeitvertreib. Wegen der Galoschen bitte ich, sich nicht zu beunruhigen.