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Sämtliche Werke 3-4 cover

Sämtliche Werke 3-4

Chapter 17: XIII.
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About This Book

The narrative follows a compassionate, guileless man who returns to society and whose moral sincerity unsettles a circle of relatives and acquaintances. His entanglements with rival affections and an obsessive suitor trigger intense confrontations that probe sanity, guilt, and moral responsibility. The prose alternates close psychological observation, heated interpersonal scenes, and philosophical reflection to examine how innocence withstands manipulation, jealousy, and social hypocrisy. Through layered character studies and ethical debate, the work explores themes of compassion, self-destruction, redemption, and the limits of sympathy within a realist framework punctuated by spiritual and metaphysical questioning.

XIII.

Der Fürst suchte, als er die Treppe hinaufstieg, mit aller Gewalt seiner Aufregung Herr zu werden. „Das Schlimmste, was mir begegnen kann,“ dachte er, „ist, daß man mich empfängt und etwas Schlechtes von mir denkt ... oder schließlich empfängt man mich auch, um dann über mich zu lachen? ... Ach, mögen sie doch!“ Was ihn aber am meisten schreckte, war der Gedanke oder die Frage, was er denn dort eigentlich zu tun beabsichtige, und weshalb er überhaupt hinging, – eine Frage, auf die er entschieden keine zufriedenstellende und beruhigende Antwort zu finden vermochte. Selbst wenn sich ihm dort die Gelegenheit böte, Nastassja Filippowna unbemerkt zu sagen: Heiraten Sie diesen Menschen nicht, stürzen Sie sich nicht ins Verderben, er liebt nicht Sie, sondern Ihr Geld, das hat er mir selbst gesagt, und auch Aglaja Jepantschina hat es mir gesagt, ich aber bin gekommen, um es Ihnen zu hinterbringen, – so war damit wohl kaum in jeder Beziehung das Richtige getan. Ferner gab es da noch eine andere schwierige Frage, und zwar eine von solcher Wichtigkeit, daß der Fürst nicht einmal an sie zu denken wagte, geschweige denn, sie bewußt als vorhandene Tatsache anerkannte; ja, er hätte sie kaum zu formulieren verstanden, und er errötete und zitterte, sobald seine Gedanken nur in diese Richtung kamen. Doch wie dem auch war, jedenfalls endete es damit, daß er trotz aller Zweifel und Befürchtungen die Glocke zog, eintrat und sich bei der Dame des Hauses anmelden ließ.

Nastassja Filippowna hatte eine nicht sehr große, doch luxuriös eingerichtete Wohnung inne. Zu Anfang dieser fünf Jahre, die sie nun schon in Petersburg lebte, hatte Afanassij Iwanowitsch Tozkij ganz besonders viel Geld für sie verschwendet. Damals hatte er noch auf ihre Liebe gerechnet und geglaubt, sie mit Luxus und Geld betören zu können, mit Dingen, die, wie er wußte, bald unentbehrlich werden, wenn man sich einmal an sie gewöhnt hat. Tozkij blieb eben seinen guten alten Anschauungen treu, ohne von ihnen auch nur das Geringste aufzugeben. So hoch schätzte er die „unbezwingliche Macht“ seiner sinnlichen Einwirkungen ein! Nastassja Filippowna wies die prunkvolle Ausstattung nicht zurück, ja, sie gefiel ihr sogar. Nichtsdestoweniger aber – und das war doch sehr sonderbar – ließ sie sich durch dieselbe nicht im geringsten bestechen. Es war, als hätte sie jeglichen Komfort mit Leichtigkeit entbehren können. Ja, sie äußerte sich sogar hin und wieder in diesem Sinne – was Afanassij Iwanowitsch Tozkij recht unangenehm überraschte. Übrigens gab es da noch so manches an ihr, das ihm im Laufe der Zeit peinliche Überraschungen bereitete. Ganz abgesehen von der (gelinde gesagt) Unvornehmheit der Menschensorte, mit der sie verkehrte – und das hieß doch so viel, daß sie sich zu den Betreffenden hingezogen fühlte – legte sie noch andere äußerst seltsame Neigungen an den Tag. Es war eine geradezu barbarische Mischung zweier Geschmacksrichtungen in ihr: sie war fähig, sich mit Dingen abzugeben und an Dingen Gefallen zu finden, deren bloßes Dasein ein feingebildeter, ästhetisch empfindender Mensch, wie man meinen sollte, überhaupt nicht für möglich halten konnte. Dagegen: hätte Nastassja Filippowna z. B. eine liebe kleine Unwissenheit verraten, wie etwa die, daß Bauernmädchen ebensolche Batistwäsche tragen wie sie, so hätte das Afanassij Iwanowitsch aus unbestimmten Gründen sehr angenehm berührt. Hätte doch nach Tozkijs Erziehungsprogramm Nastassja Filippownas wissenschaftlich-literarisch-ästhetische Bildung unfehlbar zu diesen Resultaten führen müssen – und er hielt sich für durchaus kompetent in solchen Fragen. Doch leider waren die Resultate, wie es sich in der Praxis erwies, ganz anderer und zum mindesten sehr seltsamer Art. Trotzdem aber war und blieb in Nastassja Filippowna ein „Etwas“, das sogar Tozkij durch seine ungewöhnliche und anziehende Originalität, durch seine gewisse Kraft stutzig machte und ihn auch jetzt noch mitunter bestrickte, obschon doch alle seine Hoffnungen auf Luftschlösser schon längst, längst eingestürzt waren.

Dem Fürsten öffnete eine Zofe die Tür (Nastassja Filippowna hatte grundsätzlich nur weibliche Bedienung), und diese vernahm zu seiner Verwunderung ohne das geringste Erstaunen die Bitte, ihn anzumelden. Weder seine schmutzigen Stiefel, noch sein breitrandiger Filzhut, weder sein ärmelloser Kapuzenmantel noch seine verwirrte Miene erregten Bedenken in ihr. Sie half ihm, sich des Mantels zu entledigen, bat ihn höflich, im Empfangssalon zu warten, und ging dann ohne weiteres, um ihrer Herrin den Besuch zu melden.

Die Gesellschaft, die Nastassja Filippowna eingeladen hatte, bestand nur aus ihren alten Bekannten. Es waren diesmal bedeutend weniger Gäste versammelt als an ihren früheren Geburtstagsfesten. In erster Reihe waren Afanassij Iwanowitsch Tozkij und Exzellenz Iwan Fedorowitsch Jepantschin anwesend; beide bemühten sich, liebenswürdig zu sein; doch sah man beiden an, daß die bevorstehende Entscheidung Nastassja Filippownas sie nicht wenig beunruhigte. Außer ihnen war natürlich auch Ganjä anwesend – finster, nachdenklich und, fast kann man sagen, das Gegenteil von liebenswürdig. Er stand etwas abseits und schwieg. Warjä mitzubringen, hatte er doch nicht für ratsam gehalten, aber Nastassja Filippowna fragte auch mit keinem Wort nach ihr. Dafür jedoch hatte sie ihn sogleich nach seiner Begrüßung an jenen Zwischenfall mit dem Fürsten erinnert. Der General, der noch nichts davon gehört, erkundigte sich interessiert, was denn vorgefallen sei, worauf Ganjä in knappen Worten sehr sachlich, doch vollkommen wahrheitsgetreu alles erzählte und auch ausdrücklich erwähnte, daß er den Fürsten bereits um Verzeihung gebeten habe. Zum Schluß äußerte er noch in etwas lebhafterem Tone seine Meinung: daß der Fürst seltsamerweise – Gott weiß weshalb – ein „Idiot“ genannt werde, daß er, Ganjä, sich aber vom vollkommenen Gegenteil überzeugt habe; denn „dieser Mensch hat sicher seinen Kopf für sich,“ wie er hinzufügte. Nastassja Filippowna hörte dieser Meinungsäußerung sehr aufmerksam zu und blickte Ganjä neugierig an; doch das Gespräch ging sogleich auf Rogoshin über, der ja bei Iwolgins eine so große Rolle gespielt hatte, und diesem Gespräch folgten Tozkij und Jepantschin mit größter Aufmerksamkeit. Ptizyn, der sich bis neun Uhr abends für Rogoshin in geschäftlichen Angelegenheiten gemüht hatte, wußte noch einzelne Neuigkeiten über ihn zu berichten. Wie er erzählte, setzte Rogoshin alle Hebel in Bewegung, um noch vor der Nacht hunderttausend Rubel in barem Gelde zusammenzubringen. „Allerdings scheint er betrunken zu sein,“ fügte Ptizyn hinzu, „doch wird er wahrscheinlich sein Wort halten; denn wenn es auch schwer ist, hunderttausend an einem Tag flüssig zu machen, so helfen ihm doch viele: Trepaloff, Kinder und Biskup ... Nur weiß ich nicht, ob es ihnen gerade heute noch gelingen wird ... Auf die Höhe der Prozente kommt es ihm gar nicht an, er zahlt alles – natürlich in der Trunkenheit, im ersten Rausch ...“ schloß Ptizyn. Alle diese Mitteilungen wurden von den Anwesenden mit zum Teil finsterem Interesse vernommen. Nastassja Filippowna schwieg, wahrscheinlich mit einer besonderen Absicht. Ganjä schwieg gleichfalls. General Jepantschin beunruhigte sich innerlich vielleicht am meisten von allen: sein kostbares Geschenk war von ihr mit etwas gar zu kühler Freundlichkeit empfangen worden; ja, vielleicht täuschte er sich nicht einmal, wenn er sogar so etwas wie leisen Spott in ihrem Blick und Lächeln bemerkt zu haben glaubte. Nur Ferdyschtschenko befand sich als einziger von allen Gästen in gehobener, feiertäglicher Stimmung und lachte laut, ohne selbst zu wissen weshalb – vielleicht nur, weil er sich selbst die Rolle des Narren auferlegt hatte. Tozkij, den die Fama als eleganten und geistreichen Erzähler pries, und der an solchen Abenden gewöhnlich die ganze Unterhaltung beherrscht hatte, war diesmal offenbar nicht dazu aufgelegt. Man merkte ihm sogar eine gewisse, an ihm ganz fremde Betretenheit an. Die übrigen Gäste – ein armer, alter Lehrer, der Gott weiß weshalb eingeladen worden war, irgendein unbekannter und sehr junger Mann, der entsetzlich schüchtern zu sein schien und den Mund überhaupt nicht auftat, eine lebhafte ältere Dame von etwa vierzig Jahren, die einstmals Schauspielerin gewesen war, und dann noch eine auffallend hübsche, reich gekleidete junge Dame, die gleichfalls so gut wie gar nichts sprach – sie alle konnten das Gespräch nicht nur nicht beleben, sondern wußten mitunter nicht einmal, was sie antworten oder wovon sie überhaupt sprechen sollten.

So war es denn begreiflich, daß das Erscheinen des Fürsten allen Anwesenden sehr gelegen kam. Übrigens rief seine Anmeldung doch gewisses Erstaunen und auf manchen Gesichtern sogar ein gewisses Lächeln hervor, namentlich als man aus Nastassja Filippownas überraschter Miene erriet, daß sie gar nicht daran gedacht hatte, ihn einzuladen. Doch schon im nächsten Augenblick verriet ihr Gesicht so viel aufrichtige Freude über seinen Besuch, daß die Mehrzahl der Gäste sich sofort gleichfalls anschickte, den ungebetenen Gast mit Vergnügen zu empfangen.

„Nun ja, wenn das auch wieder nur ein Ausdruck seiner Unschuld ist,“ meinte General Jepantschin, „und solche – hm! – Neigungen zu begünstigen ziemlich gefährlich sein kann, so ist es doch im Augenblick nicht übel, daß er das Geburtstagskind mit seinem Besuch bedacht hat, zumal er es noch in einer so originellen Weise tut. Aller Voraussicht nach wird er uns sogar erheitern, wenigstens ... soviel ich über ihn – urteilen kann.“

„Oh, das steht um so mehr zu erwarten, als er uneingeladen kommt!“ rief sofort Ferdyschtschenko aus.

„Sie meinen?“ fragte ihn der General trocken. Er konnte diesen Menschen nicht ertragen.

„Nun, ich meine, daß er für den Eintritt zahlen muß,“ erklärte jener.

„Mir scheint, daß ein Fürst Myschkin nicht gerade ein Ferdyschtschenko ist,“ konnte der General sich nicht enthalten zu bemerken. Es fiel ihm ehrlich schwer, sich an den Gedanken zu gewöhnen, daß er, General Jepantschin, sich mit einem Ferdyschtschenko in ein und derselben Gesellschaft befand, ganz als wären sie gleichstehende Persönlichkeiten.

„Ei, Exzellenz, mit Ferdyschtschenko müssen Sie Nachsicht haben,“ antwortete jener lachend, „ich bin doch hier mit ganz besonderen Rechten ausgestattet!“

„Was sind denn das für Rechte, wenn man fragen darf?“

„Das auseinanderzusetzen hatte ich bereits das vorigemal die Ehre, doch für Eure Exzellenz will ich es nochmals wiederholen. Also, ich bitte um Ihre Aufmerksamkeit, Exzellenz: alle Menschen sind geistreich, nur ich allein bin es nicht. Als Schadenersatz habe ich dafür die Erlaubnis erhalten, die Wahrheit zu sagen, da doch bekanntlich nur jene die Wahrheit sagen, die nicht gerade – nun, wie gesagt, geistreich sind. Zudem bin ich ein äußerst rachsüchtiger Mensch, und das natürlich gleichfalls nur aus Mangel an Geist. Ich nehme jede Beleidigung ruhig hin, doch – wohlgemerkt! – nur bis zum ersten Mißerfolge des Beleidigers. Bei seiner ersten Niederlage entsinne ich mich unverzüglich alles dessen, was er auf dem Kerbholz hat, und zahle es ihm prompt auf irgendeine Weise heim – schlage mit den Hinterbeinen aus, wie Iwan Petrowitsch Ptizyn es nennt, der, versteht sich, selbst niemals hinten ausschlägt. Kennen Eure Exzellenz vielleicht Kryloffs Fabel vom Löwen und vom Esel? Nun, sehen Sie, die ist wie auf uns gedichtet, tatsächlich, das sind Sie und ich.“

„Sie scheinen ja wieder mal in Ihr unleidliches Faseln hineingekommen zu sein, Ferdyschtschenko,“ entgegnete der General gereizt und grob.

„Aber was haben Sie denn dagegen einzuwenden, Exzellenz?“ griff Ferdyschtschenko schnell auf, ganz als hätte er nur auf diesen Einwand gewartet. „Beunruhigen Sie sich nicht, Exzellenz, ich kenne sehr wohl den Platz, der mir zukommt: der Löwe sind natürlich Sie, Exzellenz:

– Der grimme Leu, des Waldes Schrecken,

Ward mit den Jahren altersschwach –

Und ich, Exzellenz, bin selbstverständlich der Esel ...“

„Mit letzterem bin ich vollkommen einverstanden,“ platzte der General unvorsichtig genug heraus.

Diese ganze Plänkelei wurde natürlich mit Absicht von Ferdyschtschenko in die Länge gezogen: obwohl er nicht geistreich zu sein verstand, wurde ihm doch vieles erlaubt, da er nun einmal offiziell den Narren spielte.

„Aber ich werde ja doch nur deshalb hier empfangen, damit ich gerade in diesem Genre zur allgemeinen Heiterkeit beitrage!“ hatte Ferdyschtschenko einmal lachend erklärt. „Wie wäre es denn sonst möglich, mich zu empfangen? – Das begreife ich doch selbst! Aber ja doch! Wie könnte man mich denn im Ernst, mich, Ferdyschtschenko, neben einen so ästhetisch-delikaten Gentleman wie Afanassij Iwanowitsch Tozkij setzen? Da bleibt einem doch nur die eine Erklärung übrig: eben weil es unmöglich ist, wird es getan!“

Ferdyschtschenko konnte in seinen Späßen sehr plump, bisweilen aber auch sehr bissig sein, und bisweilen sogar noch mehr als bissig. Das aber war es gerade, was Nastassja Filippowna zu gefallen schien. Daher mußte auch ein jeder, der mit ihr verkehren wollte, Ferdyschtschenkos Anwesenheit in den Kauf nehmen. Er traf vielleicht den Nagel auf den Kopf, wenn er sich sagte, daß er nur deshalb empfangen wurde, weil er gleich bei seinem ersten Besuch für Tozkij „unmöglich“ geworden war. Auch Ganjä mußte unendliche Qualen von ihm erdulden; und in der Beziehung kam Ferdyschtschenko Nastassja Filippowna sogar sehr zustatten.

„Der Fürst aber wird bei uns damit beginnen müssen, daß er eine moderne Arie zum besten gibt,“ schloß Ferdyschtschenko mit einem Seitenblick auf Nastassja Filippowna.

„Das glaube ich nicht, Ferdyschtschenko, und bitte, geben Sie sich keine Mühe, es wäre überflüssig,“ sagte diese kurz.

„A–ah! Nun, wenn er unter so besonderer Protektion steht, so werde natürlich auch ich mich danach richten.“

Doch Nastassja Filippowna hatte sich schon erhoben und ging, ohne ihn anzuhören, dem Fürsten entgegen.

„Es tut mir leid,“ sagte sie, als sie plötzlich vor ihm stand, „daß ich Sie vorhin in der Eile zu mir einzuladen vergaß. Um so mehr freut es mich, daß Sie mir jetzt selbst Gelegenheit geben, Ihnen zu danken und Sie zu versichern, daß ich Ihre Entschlossenheit und die Art, wie Sie eingriffen, bewundert habe.“

Bei diesen Worten blickte sie ihn forschend an, bemüht, wenn auch nur halbwegs eine Erklärung für sein seltsames Erscheinen zu finden.

Der Fürst war durch ihre Erscheinung so geblendet und erregt, daß er kein Wort hervorzubringen vermochte. Nastassja Filippowna bemerkte es und lächelte: es war ihr angenehm. Wie sie so in der kostbaren Abendtoilette vor ihm stand, war sie allerdings berückend schön. Und das sah sie auch an dem Eindruck, den sie auf ihn machte. Sie reichte ihm die Hand und führte ihn dann zu ihren Gästen. Doch dicht vor der Tür zum Salon blieb der Fürst plötzlich stehen und flüsterte ihr in ungewöhnlicher Erregung schnell, fast atemlos zu:

„An Ihnen ist alles vollendet ... selbst das, daß Sie mager und bleich sind, ist schön ... Man will Sie sich gar nicht anders denken ... Ich wollte um jeden Preis zu Ihnen kommen ... ich ... verzeihen Sie ...“

„Bitten Sie nicht um Verzeihung,“ unterbrach ihn Nastassja Filippowna lächelnd, „damit würden Sie die ganze Seltsamkeit und Originalität Ihres Erscheinens zerstören. Man hat wohl ganz recht, wenn man Sie einen sonderbaren Menschen nennt. Halten Sie mich also wirklich für vollendet, ja?“

„Ja.“

„Wenn Sie auch sonst ein Meister im Erraten sind, so täuschen Sie sich diesmal doch arg. Ich werde Sie heute noch daran erinnern ...“

Sie stellte ihn darauf ihren Gästen vor, von denen jedoch die meisten ihn bereits kannten. Tozkij sagte ihm sogleich eine Liebenswürdigkeit. Alle schienen sich zu beleben, alle begannen plötzlich zu sprechen und zu lachen. Nastassja Filippowna ließ den Fürsten neben sich Platz nehmen.

„Aber was ist denn am Erscheinen des Fürsten so Erstaunliches?“ übertönte Ferdyschtschenkos Kraftorgan alle anderen Stimmen. „Die Sache liegt doch auf der Hand, sie spricht ja für sich selbst!“

„Ja, sie spricht nur zu deutlich für sich selbst,“ brach plötzlich Ganjä sein Schweigen. „Ich habe den Fürsten heute fast ununterbrochen beobachtet, von dem Augenblick an, als er am Vormittage zum erstenmal Nastassja Filippownas Bild erblickte auf dem Schreibtisch Iwan Fedorowitschs. Ich entsinne mich noch sehr gut, daß ich mir schon damals dasselbe dachte, wovon ich jetzt vollkommen überzeugt bin, und was mir der Fürst, nebenbei bemerkt, auch selbst gestanden hat.“

Ganjä hatte mit sehr ernster, fast sogar finsterer Miene ohne den geringsten Scherzton gesprochen, was eigentlich etwas sonderbar war.

„Ich habe Ihnen keine Geständnisse gemacht,“ entgegnete der Fürst, der bei Ganjäs Worten rot geworden war, „ich habe nur auf Ihre Frage geantwortet.“

„Bravo, bravo!“ schrie Ferdyschtschenko laut. „Das nenne ich wenigstens aufrichtig! Und zwar ist es ebenso aufrichtig wie schlau!“

Alles lachte.

„Schreien Sie doch nicht so, Ferdyschtschenko,“ sagte Ptizyn halblaut mit angewiderter Miene.

„Ich hätte solche Heldentaten gar nicht von Ihnen erwartet, Fürst,“ bemerkte Iwan Fedorowitsch Jepantschin. „Aber wissen Sie auch, wem das sehr zustatten kommt? ... Und ich habe Sie für einen Philosophen gehalten! Ja, ja, die Bescheidenen!“

„Und danach zu urteilen, daß der Fürst bei diesem harmlosen Scherz wie ein unschuldiges, junges Mädchen errötet, muß er ja – wenigstens glaube ich, das annehmen zu dürfen – als edler Jüngling nur die edelsten Absichten in seinem Herzen hegen,“ sagte, oder richtiger, kaute mit seinem zahnlosen Munde der bis dahin stumme siebzigjährige kleine Lehrer, von dem ein jeder alles andere eher erwartet hätte, als daß er an diesem Abend überhaupt ein Wort hervorbringen würde.

Die Bemerkung des Greises rief noch größere Heiterkeit hervor, und er selbst begann in dem Glauben, daß sein Witz die Ursache des Gelächters sei, noch lauter als die anderen zu lachen – bis er einen so heftigen Hustenanfall bekam, daß Nastassja Filippowna, die für alte Originale, Greise und sogar Schwachsinnige eine besondere Vorliebe besaß, den Alten zu streicheln begann, ihn küßte und ihm Tee bringen ließ. Von der eintretenden Zofe ließ sie sich einen Schal bringen, in den sie sich dann fröstelnd einhüllte. Darauf mußte das Mädchen noch Holzscheite in den Kamin legen. Auf ihre Frage, wieviel Uhr es sei, antwortete das Mädchen, daß es schon halb elf geschlagen habe.

„Meine Herren, wollen Sie nicht Champagner trinken?“ fragte plötzlich Nastassja Filippowna. „Er ist bereits kalt gestellt. Vielleicht wird es dann lustiger werden. Also ganz ohne Zeremonien, wenn ich bitten darf.“

Diese Aufforderung, zu trinken, die noch dazu so naiv ausgesprochen wurde, erschien den Anwesenden sehr sonderbar von Nastassja Filippowna. Und überhaupt wurde der Abend diesmal noch ungezwungener, als es die Gäste sonst bei ihr gewöhnt waren. Doch gegen den Champagner hatte niemand etwas einzuwenden, wenigstens was den General, die lebhafte Dame, den alten Lehrer und Ferdyschtschenko betraf. Und ihrem Beispiel folgten auch die anderen. Tozkij nahm gleichfalls einen der Kelche und bemühte sich, dem neueingeführten Ton nach Möglichkeit den Charakter eines unbefangenen Scherzens zu geben. Nur Ganjä trank nicht. Nastassja Filippowna dagegen erklärte, daß sie mindestens drei Glas trinken würde. Es war sehr schwer, aus ihrem oft grundlosen, verlorenen Lachen, das bald ernster Nachdenklichkeit und finsterem Schweigen wich, um dann von neuem in nervöser Heiterkeit hervorzubrechen, klug zu werden oder gar aus ihm zu erraten, was sie für Absichten hegte. Es fiel mit der Zeit auf, daß sie gleichsam etwas erwartete, häufig nach der Uhr sah, immer ungeduldiger wurde und sehr zerstreut war.

„Bei Ihnen scheint ja eine richtige kleine Influenza im Anzuge zu sein, meine Liebe?“ fragte die lebhafte Dame.

„Oh, eine sehr große sogar, nicht nur eine kleine,“ entgegnete, den Schal fester um die Schultern ziehend, Nastassja Filippowna, die merklich bleicher wurde und zuweilen sich krampfhaft zusammenzunehmen schien, damit die anderen nicht merkten, wie der Schüttelfrost sie zittern machte.

Alle wurden unruhig und sahen einander fragend an; es ging eine Bewegung durch die ganze Versammlung.

„Oder sollten wir Nastassja Filippowna nicht Ruhe gönnen?“ fragte Tozkij mit einem Blick auf Jepantschin.

„Oh, nein, nein! auf keinen Fall! Ich bitte Sie alle, bei mir zu bleiben,“ rief sie lebhaft. „Ihre Anwesenheit ist mir heute unentbehrlich,“ fügte sie plötzlich noch eigensinniger und recht vielsagend hinzu.

Da nun fast alle Gäste wußten, daß an diesem Abend eine wichtige Entscheidung bevorstand, so fielen diese ihre Worte schwer ins Gewicht. Der General und Tozkij tauschten nochmals einen bedeutsamen Blick aus. Ganjä machte eine hastige Bewegung.

„Wie wär’s, wenn wir ein Petit-jeu[9] spielten?“ schlug die lebhafte Dame vor.

„Ach, ich weiß ein famoses Petit-jeu!“ rief Ferdyschtschenko lebhaft aus. „Wenigstens ist es eines, das nur ein einziges Mal in der Welt gespielt worden ist, und selbst da gelang es nicht!“

„Was ist denn das für ein Spiel?“ fragte die lebhafte Dame.

„Na, es hatte sich mal von uns ’ne ganze Gesellschaft zusammengefunden, nun, es war getrunken worden, das läßt sich nicht leugnen, und da machte plötzlich jemand den Vorschlag, daß jeder von uns etwas aus seinem Leben erzählen solle, ganz einfach, so wie wir da alle um den Tisch herumsaßen, doch dieses Etwas – jetzt kommt der Haken! – mußte unbedingt gerade das sein, was der Erzähler auf Ehr’ und Gewissen für die schlechteste Tat hielt, die er je im Laufe seines ganzen Lebens begangen, und zwar nur unter dieser einen Bedingung, daß er nicht log, sondern aufrichtig, ganz aufrichtig, nur der Wahrheit gemäß die Sache – wiedergab.“

„Hm, ein etwas sonderbarer Einfall,“ meinte der General.

„Aber erlauben Sie, Exzellenz, Sonderbarkeit ist doch nur ein Vorzug!“

„Ich finde den Einfall lächerlich,“ äußerte Tozkij, „doch ist er im Grunde verständlich: Prahlerei besonderer Art.“

„Aber das war’s ja vielleicht gerade, was man wollte, Afanassij Iwanowitsch.“

„Ach, gehen Sie! Ein solches Petit-jeu bringt einen eher zum Weinen als zum Lachen!“ sagte die lebhafte Dame geringschätzig.

„Ich halte solche Spiele für reinen Unsinn. Und sie sind ja auch ganz unmöglich,“ meinte Ptizyn.

„Aber gelang es denn auch, Ferdyschtschenko?“ erkundigte sich Nastassja Filippowna.

„Das ist es ja eben, daß es nicht gelang, oder wenn Sie wollen, gelang es, aber es wurde gemein. Allerdings weigerte sich niemand, zu erzählen, viele erzählten auch wahrheitsgetreu – und denken Sie sich nur: es erzählte gar manch einer mit aufrichtigem Vergnügen und Wohlgefallen! Dann aber schämte sich doch ein jeder. Hielten’s nicht aus. Im allgemeinen aber war es übrigens durchaus erheiternd, – in seiner Art, versteht sich ...“

„Vorzüglich! Das ist ja wie geschaffen für uns!“ fiel ihm Nastassja Filippowna ins Wort; sie war wie neu belebt. „Nein wirklich, das müssen wir doch versuchen, meine Herren! Es ist heute gar nicht lustig bei mir. Wenn nun ein jeder von uns bereit wäre, etwas zu erzählen ... irgend etwas in dieser Art – nicht? ... Natürlich nur, wenn er aus freien Stücken einwilligt – was meinen Sie? Vielleicht werden wir es aushalten? Wenigstens ist es furchtbar originell!“

„Oh, gewiß, es ist eine geniale Idee!“ begeisterte sich Ferdyschtschenko. „Die Damen brauchen übrigens nicht mitzuwirken, die Herren fangen an. Die Reihenfolge wird durch das Los bestimmt – so machten wir es auch damals. Unbedingt, unbedingt! Wer nun aber gar nicht will, der kann dann natürlich den Mund halten, nur ist es gerade keine Liebenswürdigkeit. Also, meine Herren, ein jeder gebe ein Pfand, irgendeinen x-beliebigen Gegenstand – hier ... hier ist ein Hut – also hier hinein, meine Herren, der Fürst wird dann die Pfänder herausnehmen. Die ganze Aufgabe ist ja so einfach, wie man sie sich einfacher gar nicht denken kann: die häßlichste Tat von allen im Laufe des Lebens begangenen ... wie gesagt: die Einfachheit selbst. Sie werden ja sehen, meine Herren. Und falls jemand sein schlechtes Gedächtnis vorschützen sollte, so werde ich dem schon nachzuhelfen wissen!“

Der Einfall war allerdings sehr eigenartig. Doch gefiel er keinem der Gäste. Einige waren verstimmt, andere lächelten verschmitzt, und wieder andere versuchten dies und jenes einzuwenden, doch taten sie es nur mit Vorsicht, so z. B. der General, der Nastassja Filippowna nie recht zu widersprechen wagte. Er hatte sogleich bemerkt, daß ihr dieser Einfall sehr zusagte – vielleicht nur weil er nichts weniger als alltäglich und eigentlich doch unerhört war. Nastassja Filippowna war aber in ihren Wünschen unberechenbar und rücksichtslos, wenn sie sie einmal offen zeigte, gleichviel, ob es auch die kindischsten und für sie selbst nutzlosesten Wünsche waren. Sie war jetzt wie im Fieber, konnte kaum ruhig sitzen. Das Lachen überkam sie wie ein Anfall, um dann ebenso plötzlich abzubrechen. Sie amüsierte sich köstlich über Tozkijs beleidigte und besorgte Miene. Ihre dunklen Augen glänzten. Auf ihren bleichen Wangen erschienen zwei rote Flecke. Der Schatten unbehaglichen Mißvergnügens in den Gesichtern einiger ihrer Gäste reizte noch mehr ihren Spott und ihre Heiterkeit. Vielleicht gefiel ihr am meisten an dem ganzen Einfall gerade der Zynismus und die Grausamkeit. Einzelne waren überzeugt, daß sie damit etwas ganz Besonderes bezweckte. Jedenfalls war man neugierig, wie es werden würde, und diese Neugier zog sogar sehr. Ferdyschtschenko war ganz Feuer und Flamme.

„Aber wenn es irgend etwas ist, das man nicht erzählen kann ... in Gegenwart von Damen?“ fragte schüchtern der schweigsame Jüngling.

„Dann erzählt man es eben nicht,“ versetzte Ferdyschtschenko. „Als ob Sie nur eine einzige Schändlichkeit begangen hätten! Ach, Sie – Jüngling!“

„Und ich weiß nicht einmal, welches gerade die schlechteste Tat ist, die ich begangen habe,“ seufzte die lebhafte Dame.

„Die Damen sind nicht verpflichtet, zu erzählen,“ wiederholte Ferdyschtschenko, „aber auch nur das: nicht verpflichtet! Inspiration aus eigener Initiative wird mit Anerkennung zugelassen. Die Herren dagegen werden nur dann der Pflicht enthoben, wenn sie nun mal ganz und gar nicht wollen.“

„Aber, wie wird man denn wissen, ob ich nicht lüge?“ fragte Ganjä. „Wenn ich aber lüge, ist doch der ganze Sinn des Spieles verdorben. Und wer wird nicht lügen? Das ist doch selbstverständlich, daß bei einer solchen Gelegenheit ein jeder lügt.“

„Aber so ist doch schon allein das interessant, wie ein jeder lügt,“ versetzte Ferdyschtschenko. „Du aber Ganetschka, brauchst dir darob, daß du lügen könntest, keine besonderen Sorgen zu machen, da doch deine schmählichste Tat ohnehin schon allen bekannt ist. Bedenken Sie doch nur, meine Herrschaften,“ rief er plötzlich geradezu begeistert aus, „mit welchen Augen wir dann einander ansehen werden, morgen zum Beispiel, nach den Erzählungen, was?!“

„Wie, soll es denn wirklich? ... Ist es denn wirklich Ihr Ernst, Nastassja Filippowna?“ fragte Tozkij würdevoll.

„Wer den Wolf fürchtet, soll nicht in den Wald gehen!“ war ihre spöttisch lächelnde Antwort.

„Aber erlauben Sie, Herr Ferdyschtschenko, ist denn das ein Gesellschaftsspiel?“ fuhr Tozkij, immer erregter, fort. „Ich versichere Sie, solche Späße gelingen nie. Sie sagten ja auch selbst, daß es bereits einmal nicht gelungen sei.“

„Wieso, wieso nicht gelungen? Habe ich nicht das vorigemal erzählt, wie ich einmal drei Rubel gestohlen habe? Da tat ich’s doch einfach und erzählte!“

„Nun ja. Aber es war doch von vornherein jede Möglichkeit ausgeschlossen, die Sache so zu erzählen, daß sie glaubhaft erschien. Und Gawrila Ardalionytsch hat ganz richtig bemerkt, daß das ganze Spiel sofort seine Pointe verliert, sobald man auch nur im geringsten von der Wahrheit abweicht. Die strikte Beobachtung der Wahrheit wäre in diesem Fall doch nur bei einer gewissen Prahlsucht schlechten Tones möglich, und dieser Ton ist hier doch ganz undenkbar, denke ich.“

„Herrgott, sind Sie mir mal ein delikater Mensch, Afanassij Iwanowitsch, Sie vernichten mich ja geradezu!“ lachte Ferdyschtschenko. „Mit dieser Bemerkung, meine Damen und Herren, hat ja Afanassij Iwanowitsch in der delikatesten Weise angedeutet, daß ich ganz unmöglich hätte stehlen können – was direkt zu sagen, wohl direkt unvornehm wäre – wenn er auch bei sich, versteht sich, vollkommen überzeugt ist, daß Ferdyschtschenko sehr wohl stehlen könnte! Doch zur Sache, meine Herren, die Lose sind vollzählig – und auch Sie, Afanassij Iwanowitsch, haben ja von sich einen Gegenstand in den Hut gelegt; folglich willigen Sie also ein, etwas zum besten zu geben. Bitte, Fürst, greifen Sie hinein.“

Der Fürst senkte schweigend die Hand in den Hut: der erste Gegenstand, den er hervorholte, war von Ferdyschtschenko hineingelegt worden, der zweite von Ptizyn, der dritte vom General, der vierte von Tozkij, der fünfte von ihm selbst, der sechste von Ganjä usw. Die Damen hatten es vorgezogen, sich nicht zu beteiligen.

„O Gott, welches Pech!“ jammerte Ferdyschtschenko. „Und ich glaubte, als erster würde der Fürst daran glauben müssen und als zweiter Seine Exzellenz! Doch zum Glück folgt Iwan Petrowitsch Ptizyn sogleich hinter mir, und das soll meine Entschädigung sein! Nun, dann – los, meine Herrschaften, ich muß mit gutem Beispiel vorangehen! Doch da tut es mir im Augenblick unsäglich leid, daß ich so gering bin und mich durch nichts auszeichne, nicht einmal durch einen Titel. Wie kann es da von Interesse sein, wie und wann und ob überhaupt ein Ferdyschtschenko mal was Gemeines begangen hat? Und schließlich: welches ist nun meine größte Schandtat? Hier gerät man ja förmlich in einen embarras de richesse![10] Es sei denn, daß ich wieder den Diebstahl der drei Rubel erzähle, um unseren verehrten Afanassij Iwanowitsch zu überzeugen, daß man sehr wohl stehlen kann, ohne dabei ein Dieb zu sein.“

„Sie überzeugen mich sogar davon, daß gewisse Leute tatsächlich ein Vergnügen bis zum Hochgenuß daran finden können, von ihren schmutzigen Taten zu erzählen, selbst dann, wenn niemand sie darum bittet. ... Doch übrigens ... Verzeihen Sie, Herr Ferdyschtschenko.“

„Fangen Sie an, Ferdyschtschenko, Sie schwatzen viel zu viel Überflüssiges und können nie zu einem Schluß kommen,“ sagte Nastassja Filippowna gereizt und ungeduldig in zurechtweisendem Tone.

Es fiel allen auf, daß sie nach ihren Lachanfällen plötzlich fast finster geworden war. Nichtsdestoweniger bestand sie eigensinnig und herrisch auf der Durchführung ihrer Laune. Tozkijs ästhetisches Empfinden litt unsäglich. Auch der General ärgerte ihn nicht wenig: der saß vor seinem Champagner, „als wäre nichts passiert“, und schien sogar die Absicht zu haben, gleichfalls etwas zum besten zu geben, wenn die Reihe an ihn kommen würde.