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Satyrische Abhandlung von den Krankheiten der Frauenspersonen, welche sie sich durch ihren Putz und Anzug zuziehen cover

Satyrische Abhandlung von den Krankheiten der Frauenspersonen, welche sie sich durch ihren Putz und Anzug zuziehen

Chapter 2: Sinngedichte.
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About This Book

The author offers a satirical medical critique of women's fashions, arguing that cosmetics, patches, heavy jewelry, and extreme hairstyles produce ailments and deformities. Moving anatomically from hair to toes, the essay catalogs fashionable excesses, blends clinical warnings with ironic humor, and ridicules social vanities that sacrifice health for appearance. Intermittent practical admonitions and corrective suggestions accompany moralizing jests, while the tone alternates between playful mockery and earnest counsel aimed at persuading readers to spare their bodies harm from transient styles.

Sinngedichte.

Die große Klugheit mancher Weiber
Geht weit, weit über die Natur:
Verschönern sie nicht ihre Leiber?
Nein sie verderben solche nur.

Dem
Durchlauchtigsten Fürsten
und Herrn,
HERRN
Ferdinand Philipp,
Herzoge zu Sagan in Schlesien,
des H. R. R. Fürsten und Regierer des
Hauses Lobkowitz,
Gefürstetem Grafen zu Sternstein,

Herrn
der Herrschaften Chlumnitz, Gystebnitz,
Raudnitz an der Elbe, Mühlhausen,
Entzowan und Unterberzkowitz,

Erbherrn
der Herrschaften zu Bilin, Liebshausen,
und Miersowitz;

Sr. Kais. und Kön. Maj. hochbetrautem
wirklichen Kammerherrn,

Meinem gnädigsten Fürsten

und Herrn Herrn.


Durchlauchtigster Herzog,

Gnädigster Fürst

und Herr, Herr!

Schon längst haben Sich Ew. Durchlaucht vermöge Ihrer tiefen Einsicht in die Wissenschaften, den Namen eines klugen Fürstens erworben. Und schon längst ist Ihnen, wegen Ihrer besondern Mildthätigkeit, von Ihren getreuen Unterthanen der ruhmvolle Beyname eines gütigen Landesvaters beigelegt worden. Und ich habe mir die Freyheit angemaßt, der Nachwelt davon Nachricht zu geben.

Bloß diese vorzüglichen Fürstentugenden sind die eigentlichen Triebfedern gewesen, vermöge deren ich angetrieben worden bin, gegenwärtige Schrift zu den Füßen Ew. Durchlaucht zu legen, um Ihnen dadurch meine Unterthänigkeit und Ehrfurcht öffentlich bezeugen zu mögen.

Allein ich würde nur gar zu eitel scheinen, wenn ich mir einfallen lassen wollte, daß ich durch diese schlechte Bemühung meine Absicht vollkommen erreicht, und meiner Pflicht eine völlige Genüge geleistet hätte. Nein, ich sehe es vielmehr nur gar zu wohl ein, daß meine Arbeit viel zu geringe sey, als daß ich mich mit der Hoffnung schmeicheln sollte, daß solche von einem Fürsten eines gnädigen Anblicks gewürdiget werden könnte.

Aber eben diese Erkenntniß würde mich ganz gewiß strafbar machen, wenn die Großmuth, welche nur Ew. Durchlaucht eigen ist, nicht gewohnt wäre, meiner Kühnheit gnädigst Nachsicht zu ertheilen. So groß ist das Vertrauen, welches sich einzig auf eines gütigen Fürstens Gnade gründet, dessen Genuß ich vor das größte Glück halten, und für dessen Erlangung ich in heiligster Ehrfurcht, mit aller Unterthänigkeit ewig seyn werde

Ew. Durchlauchtigkeit

Sagan,
den 18. d. Christmonats
1755.

demüthigster
Knecht,
Christ. Tob. Ephr. Reinhard