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Satyrische Abhandlung von den Krankheiten der Frauenspersonen, welche sie sich durch ihren Putz und Anzug zuziehen cover

Satyrische Abhandlung von den Krankheiten der Frauenspersonen, welche sie sich durch ihren Putz und Anzug zuziehen

Chapter 26: Das dritte Kapitel.
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About This Book

The author offers a satirical medical critique of women's fashions, arguing that cosmetics, patches, heavy jewelry, and extreme hairstyles produce ailments and deformities. Moving anatomically from hair to toes, the essay catalogs fashionable excesses, blends clinical warnings with ironic humor, and ridicules social vanities that sacrifice health for appearance. Intermittent practical admonitions and corrective suggestions accompany moralizing jests, while the tone alternates between playful mockery and earnest counsel aimed at persuading readers to spare their bodies harm from transient styles.

Das dritte Kapitel.

Von dem
Schaden, welcher sich äußert, wenn
die Sommersprossen und Leberflecke des Halses
mit äußerlichen und schädlichen Sachen
vertrieben werden.

§. 92.

Was ich von den Sommersprossen des Angesichts im 56, 57, 58 und 59sten Absatze behauptet habe, das läßt sich auch auf die Sommersprossen, welche die Haut des Halses unscheinbar machen, anwenden. Ich habe im 60sten und 61sten Absatze eine vernünftige Heilungsart wider dieselbigen angeführt, und diese findet auch hier statt. Im Gegentheil aber habe ich auch im 62sten Absatze ein abergläubiges Mittel, und im 46 und 54sten Absatze noch andere schädliche Dinge verworfen, welche sonst die Frauenzimmer, sich die Sommersprossen damit zu vertreiben, in Gewohnheit haben. Und endlich habe ich mir Mühe gegeben, im 91, 88, 63, 55, 49, 48, 42, 38, 32, 28, 17, 12 und 5ten Absatze diejenigen Krankheiten darzuthun, welche von dem unzeitigen Gebrauche schädlicher Mittel zu entspringen pflegen.

§. 93.

Leberflecke nennt man diejenigen gelben, braunen, oder schwarzbraunen Flecke der Haut, so zuweilen eines Handtellers groß, zuweilen aber auch kleiner sind. Sie haben gemeiniglich eine Rauigkeit der Haut bey sich, welche wie Kleyen oder Schuppen abzufallen pflegt, ordentlicher Weise aber haben diese Flecke ihren Sitz am Halse, auf der Brust, und an den Händen, ja auch wohl andern Theilen des Körpers; endlich verursachen sie auch ein beschwerliches Grimmen und Jucken. Diese Leberflecke nun haben ebenfalls, wie Sommersprossen, ein verderbtes Geblüte zum Grunde, welches seine Unreinigkeit unter der Haut abzusetzen, durch die Haut schimmern zu lassen, und solche Flecke sichtbar zu machen pflegt. Doch haben diese Flecke die Art an sich, daß sie zuweilen von selbst vergehen, aber auch wiederkommen. Man hat wahrgenommen, daß sie bey denen gemeiniglich zum Vorschein zu kommen geneigt sind, die, wenn sie ihren Körper erhitzt haben, entweder sehr kalt zu trinken, oder sich der kalten Luft, um sich abzukühlen, auszusetzen gewohnt sind.

§. 94.

Diejenigen Schönheiten, welche solche Leberflecke ohne Nachtheil ihrer schätzbaren Gesundheit loß zu werden Verlangen tragen, werden sich mit gutem Erfolge, der im 60 und 61sten Absatze vorgeschlagenen Heilungsart bedienen können. Wenn sie aber lieber ihrem Eigensinne Folge leisten, und die im 46 und 54sten Absatze getadelten Hülfsmittel brauchen wollen, die werden freylich zur Strafe ihres Eigensinnes sich alle diejenigen Krankheiten, als ein Joch über ihren schwachen Hals werfen, die ich im 92, 88, 63, 55, 49, 42, 38, 32, 28, 17, 12 und 5ten Absatze angezogen habe.