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"Semmering 1912"

Chapter 125: MÄRCHEN DES LEBENS
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About This Book

A linked collection of short sketches and essays offering impressionistic observations of mountain landscapes, hotels, urban parks, and domestic gardens. The pieces move between lyrical landscape description, witty character sketches, and concise reflections on taste, solitude, and modern manners, often keyed to seasonal shifts and particular settings. Forms range from brief aphoristic fragments to longer travel impressions, united by a conversational, fragmentary voice that privileges mood, sensory detail, and ironic wit over linear plot, inviting readers to linger in small moments and refined perceptions.

MÄRCHEN DES LEBENS

Der größte Beweis von Kultur und Takt einer Frau ist es, sich die ihr immerhin ganz angenehme Verehrung eines ungeliebten Mannes gefallen zu lassen, ohne ihn je zu kränken! Eine Dame ließ sich durch sechs Wochen meine schwärmerische Begeisterung sanft lächelnd gefallen. Beim Abschied bat ich sie, doch den Rehlederhandschuh abzustreifen, damit ich zum ersten- und zum letztenmal ihre geliebte Hand küssen könne — — —.

„Schau’ns, Peter, was haben’s davon, nix. Das hat gar keinen Zweck. Hab’ ich recht?!“

„Vollkommen“, erwiderte ich.

„Leicht sind Sie getröstet, mein Herr!“ erwiderte sie.

„Im Gegenteil, ich bin untröstlich darüber, daß Sie in Ihrer Kindheit zu wenig französische und englische Gouvernanten gehabt haben!“