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"Semmering 1912"

Chapter 151: VERSÖHNUNG
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About This Book

A linked collection of short sketches and essays offering impressionistic observations of mountain landscapes, hotels, urban parks, and domestic gardens. The pieces move between lyrical landscape description, witty character sketches, and concise reflections on taste, solitude, and modern manners, often keyed to seasonal shifts and particular settings. Forms range from brief aphoristic fragments to longer travel impressions, united by a conversational, fragmentary voice that privileges mood, sensory detail, and ironic wit over linear plot, inviting readers to linger in small moments and refined perceptions.

VERSÖHNUNG

Und etwas bleibt zurück — — —.

’s ist nicht wie nach dem Ungewitter der Natur,

wo alles wirklich reiner wird und blinkender — —.

So ist es nicht!

Man hat Konzessionen gemacht, beiderseits, um der Sache willen des dummen Lebens,

die wichtiger erschien zuletzt als klare Wahrheit!

Und dennoch ist die klare Wahrheit das Wichtigste!

Man kann ihr nicht entrinnen!

Sie sickert durch, sie gräbt sich durch, und sie bestimmt den Lauf des Lebensstromes!

Sie hatten sich versöhnt — — —.

Das gibt es nicht.

Versöhnt muß man sein, eh’ man sich trifft!

Geboren einer für den anderen!

Versöhnung heißt: „Ich will ein Aug’ zudrücken!“

Wie machst du es, wenn beide offen sehn?!?