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"Semmering 1912"

Chapter 55: EREIGNIS
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About This Book

A linked collection of short sketches and essays offering impressionistic observations of mountain landscapes, hotels, urban parks, and domestic gardens. The pieces move between lyrical landscape description, witty character sketches, and concise reflections on taste, solitude, and modern manners, often keyed to seasonal shifts and particular settings. Forms range from brief aphoristic fragments to longer travel impressions, united by a conversational, fragmentary voice that privileges mood, sensory detail, and ironic wit over linear plot, inviting readers to linger in small moments and refined perceptions.

EREIGNIS

Am 24. Juli haben sie die Bergwiesen gemäht — — —

hingeschnitten die diskreten Farben eines alten Perserteppichs — — —

die Duft-Symphonien abgebrochen unserer „musikalischen Nasen“! Wie ein Kapellmeister „abklopft“.

Frischer einfacher Heuduft wurde sogleich, und schon ahnte man feiste Kühe mit den Stampfmühlen ihrer feuchten Mäuler für die rosigen Euter es vorbereiten!

Wie Urkraftrausch waret ihr, Bergwiesen, bis zum 24. Juli.

Es dröhnte von Hummeln; es schimmerte braunwolkig, distellila, schafgarbenweiß , königskerzengelb, arnikagold; es roch wie „Menagerie“, „Apotheke“; wie Bienenhonig schmeckt, so roch es im vorhinein.

Es betäubte süß und belebte.

Es vermittelte: sanft einschlummern, frisch erwachen!

Nun ist es nicht mehr.