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"Semmering 1912"

Chapter 56: ENDE
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About This Book

A linked collection of short sketches and essays offering impressionistic observations of mountain landscapes, hotels, urban parks, and domestic gardens. The pieces move between lyrical landscape description, witty character sketches, and concise reflections on taste, solitude, and modern manners, often keyed to seasonal shifts and particular settings. Forms range from brief aphoristic fragments to longer travel impressions, united by a conversational, fragmentary voice that privileges mood, sensory detail, and ironic wit over linear plot, inviting readers to linger in small moments and refined perceptions.

ENDE

Vom 17. September 1911 bis 19. Oktober 1912 war sie seine kleine Heilige. Sie war geboren 9. April 1900.

Dann erzählte ihr eine Dame der sogenannten „guten Gesellschaft“, daß er ein Säufer sei, und schon zwei Jahre im Irrenhaus interniert gewesen sei.

Hatte er sie seitdem weniger lieb?! Das war ja unmöglich.

Aber sie schämte sich seitdem seiner Verehrung — — —.

Die Liebe eines besoffenen Tollhäuslers?! Pfui Teufel!

Da wollte er ihr das ersparen, und mied sie von nun an.

Hie und da hörte er in den Korridoren des Hotels ihre geliebte jauchzende Kinderstimme.

Da schloß er denn die beiden Türen seines Zimmers und warf sich, in unmeßlichen körperlichen und seelischen Qualen, auf sein Sofa hin.

So endete eines seiner schönsten, seiner tiefsten Lebensgedichte, das viel Leid, viel Begeisterung und viel, viel Liebe in sich ein Jahr lang geborgen hatte!