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"Semmering 1912"

Chapter 57: NACH ABWÄRTS
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About This Book

A linked collection of short sketches and essays offering impressionistic observations of mountain landscapes, hotels, urban parks, and domestic gardens. The pieces move between lyrical landscape description, witty character sketches, and concise reflections on taste, solitude, and modern manners, often keyed to seasonal shifts and particular settings. Forms range from brief aphoristic fragments to longer travel impressions, united by a conversational, fragmentary voice that privileges mood, sensory detail, and ironic wit over linear plot, inviting readers to linger in small moments and refined perceptions.

NACH ABWÄRTS

Niemand beschrieb noch körperliche Qualen — —

weißt du, wie Brandwunden sind am zarten Fingerballen?! So brennt es dir im ganzen Leibe,

und keine Linderung durch aufgelegtes Leinöl;

es brennt Tag und Nacht.

Wie eine mittelalterliche Folter, der du unterliegst; die Folterknechte aber sind im Innern; und unsichtbar ereignet sich das Schreckliche.

Scheinbar friedlich sitzest du in deinem Zimmerchen,

und draußen ist der braune Bergwald.

Er kann dir nicht mehr helfen, er, der dir einst half zu den Begeisterungen, dem besten Mittel, jung und stark zu sein!

Und nachmittags irr’ ich in den langen, schmalen, düsteren Korridoren,

das Antlitz meiner kleinen Heiligen zu sehn.

Wenn ich sie erschaue, ergreift mich der Gram.

„Wie geht es Ihnen heute?!“ sagt sie sanft, und blickt erstaunt auf diese menschliche Ruine, die ihr fast täglich tiefe Hymnen singt — — —.