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"Semmering 1912"

Chapter 89: UR-SEELE
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About This Book

A linked collection of short sketches and essays offering impressionistic observations of mountain landscapes, hotels, urban parks, and domestic gardens. The pieces move between lyrical landscape description, witty character sketches, and concise reflections on taste, solitude, and modern manners, often keyed to seasonal shifts and particular settings. Forms range from brief aphoristic fragments to longer travel impressions, united by a conversational, fragmentary voice that privileges mood, sensory detail, and ironic wit over linear plot, inviting readers to linger in small moments and refined perceptions.

UR-SEELE

„Herr Peter“, sagte die herrliche 5jährige zu mir, „weshalb beschenken Sie Stella immer?! Stella gehört mir, ich bin eifersüchtig.“

„Auf wen?!“

„Auf überhaupt — — —.“

„Du solltest dich doch darüber freuen, wenn Stella beschenkt wird?!“ sagte ich.

„Ja, ich sollte. Aber ich freue mich eben nicht, sondern ich bin nur eifersüchtig!“

„Würdest du Stella dieselben Geschenke nicht geben, wenn du Geld hättest?!“

„Nein, Stella soll mich von selbst lieb haben. Ich habe sie auch von selbst lieb, sie braucht mir gar nichts zu schenken!“

„Aber Kind“, sagte die Großmutter, „du bist sehr herzlos und ungezogen!“

„Aber was braucht der Herr Peter meine Stella zu beschenken?! Meine Stella gehört mir, sie braucht nichts geschenkt, ich habe sie lieb!“

„Du solltest dich freuen, wenn — — —.“

„Ich sollte mich freuen, ich sollte mich freuen, aber ich kränke mich!“

Sie weint. Worüber?! Niemand weint umsonst — — —.