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"Semmering 1912"

Chapter 91: LETZTE UNTERREDUNG
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About This Book

A linked collection of short sketches and essays offering impressionistic observations of mountain landscapes, hotels, urban parks, and domestic gardens. The pieces move between lyrical landscape description, witty character sketches, and concise reflections on taste, solitude, and modern manners, often keyed to seasonal shifts and particular settings. Forms range from brief aphoristic fragments to longer travel impressions, united by a conversational, fragmentary voice that privileges mood, sensory detail, and ironic wit over linear plot, inviting readers to linger in small moments and refined perceptions.

LETZTE UNTERREDUNG

„Peter, was ist Ihnen?! Sie schauen so verzweifelt aus, und vor allem so bleich — — —.“

Er schweigt.

„Peter, ist es wegen des jungen Architekten?!“

Er schweigt.

„Peter, Sie lieben mich seit meinem 12. Lebensjahre. Von Eltern, von Gouvernanten, vernahm ich nur: ‚Du mußt, du sollst!‘

In Ihren Augen lag von jeher eine unermeßliche Zärtlichkeit. Das darf ich Ihnen nicht vergessen, Peter. Es war der Lichtblick meiner düsteren Kindheit. Und oft wenn ich dachte: Wozu bist du?! da dachte ich sogleich: Er hat mich lieb! Von Ihrem Blicke lebte ich, das sag’ ich Ihnen nun.“

Er senkt das Haupt — — —.

„Peter, ich kann erst ganz glücklich sein, bis Sie mich wieder anschaun, lichten, liebevollen Antlitzes, wie eh und je — — —.“

Da schaute er sie an, an, an, lichten, liebevollsten Antlitzes, wie eh und je, so wie sie es brauchte und verlangte — — —. Ihr, Ihr zuliebe, damit sie wieder schimmere, leuchte, in ihren schlimmen Koketterien!