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Sonderlinge

Chapter 11: Ein Wildling Christi.
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About This Book

A collection of short sketches that presents a gallery of eccentric individuals encountered in everyday life. Each piece focuses on a single peculiar character or habit, mixing gentle comedy, compassion, and occasional darkness to show how individuality shapes behavior and social awkwardness. The tone shifts between anecdote and quiet portrait, emphasizing small, telling details of manner, belief, and circumstance rather than a sustained plot. Taken together, the vignettes form a mosaic of human oddity and stubborn dignity, exploring folly, hidden wisdom, and modest virtues through concise, episodic narratives.

Ein Wildling Christi.

Gregor, der Hirtenhauser auf der Niederalm, hatte nun glücklich abgewirtschaftet. Das zerlemperte Gütel hatte er seiner Tochter übergeben, diese ihrem Mann, und der Alte hatte sein Ziel erreicht — er war der irdischen Sorgen und Güter frei geworden und konnte sich den himmlischen Freuden hingeben, mit denen er längst umgegangen, die ihm das kindliche Gemüt bewahrt, aber ihn um Haus und Vieh gebracht hatten. Er war ihnen dafür dankbar. Wozu braucht der Christenmensch solche Sachen! Hat der Apostel Jacobus ein Haus gehabt? Oder der heilige Joseph ein Vieh? Man liest nichts davon. Dach findet der Mensch, dessen Hut der Himmel ist, überall. Und wo er um einen Löffel Suppe zugesprochen, da hatte er stets auch die Brocken dazubekommen. Der Gregor war ein kluger Mann, doch benutzte er seine Klugheit nicht, um zu gewinnen, was Sorgen macht, vielmehr um die Sorgen und ihre Ursachen zu verlieren. Sein Lebtag war's ihm nicht so gut ergangen, denn jetzt als Bettelmann. Bettelmann? Ein Mann Gottes wollen wir werden, wenn uns nicht etwa die Demut abhanden kommt. Des Frommen größte Gefahr, er fürchtete sie, ist heimliche Hoffart.

Der Halter-Gregl, wie er genannt war, hatte für sein gottseliges Leben einen besonderen Hinterhalt, an den er sich aber bisher nicht gelehnt. Sein einziger Bruder war Ordenspriester im Stift Hubertusbrunn. Seit der Gregl damals brieflich angesucht hatte, als Laienbruder in das Kloster eintreten zu dürfen und ihm vom Abte die Antwort zurückgekommen war, er möge nur hübsch bei seinem angestammten Beruf bleiben und die Arbeit auf Wiese und Feld zur Ehre Gottes verrichten, das wäre für ihn gescheiter als das Kloster — seit dieser wunderlichen, ganz unpriesterlichen Antwort wollte er mit Hubertusbrunn nichts zu tun haben. Nun war's aber in diesem Stifte anders geworden. Und schon wie anders! Der alte Abt war gestorben, und Gregors Bruder, der Pater Dominikus, war zum Prälaten gewählt worden.

Ob man in der Gegend der Niederalm umherbettelt, wo es doch immer nur in der Runde geht, oder einen mehr geraden Weg nimmt, den Häusern der Straße entlang — für die alten Beine bleibt das gleich. Weiter kommt man aber auf gerade Art. Und kommt wohl gar bis Hubertusbrunn. Ob die Herren dort die Klostersuppe einem wildfremden Menschen vorsetzen, oder dem alten Bruder des Prälaten, das wird für Kloster und Suppe auch gleich sein. Ihm, dem Gregl, wäre doch damit gedient, daß er endlich in den Mauern des Gebets, der Betrachtungen und der guten Werke für seine letzten Lebenstage könnte Unterschlupf finden.

Also hat der Halter-Gregl seinen Sack genommen und seinen Stecken, und ist barhäuptig, wie er stets gewesen, straßab und talaus gegangen, bis er am dritten Tage im weiten fruchtprangenden Talkessel auf einer Anhöhe stolz und herrlich das Gebäude ragen sah. Es war nicht wie ein Schloß, es war wie sieben Schlösser neben- und übereinander, mitten aufragend zwei Türme, eine Kuppel und die Schindeldächer schimmerten wie Silber. Um die Anhöhe schlang sich in Halbrund ein breiter, glitzernder Fluß, kleine Ortschaften und große Gärten bestreichend, die sich hinten in Laubwäldern verloren. Der Gregl saß am Wegrand und wollte von der einen langen Front die Fenster zählen. Bis achtzig oder neunzig kam er hinauf, dann vergingen ihm die Augen.

Und das war Stift Hubertsbrunn.

Der Erzähler ist in Klostersitten nicht recht bewandert, er muß sich auf die Berichte verlassen, die ihm zugekommen von den Berichterstattern zu dieser Geschichte.

Am nächsten Tage wußte der Hirtenbauer Gregor schon, wie es da zuging. Aber es gefiel ihm nicht. Über die Aufnahme war so weit keine Klage gewesen. Der hochwürdige Bruder, Seine Gnaden ward er genannt, hatte ihn an beiden Händen gehalten, ihn besorgt angeblickt und gesagt: »Bruder Gregor, du gefällst mir gar nicht. Hast du denn kein besseres Gewand?«

Und der Gregor: »Bruder Benedikt, oder wie du heißt, du gefällst mir auch nit. Was ich zu wenig am Leib han, das hast du zu viel.«

Denn der Prälat trug einen Talar aus Seiden und Schuhe mit Silberschnallen und über der Brust eine Kette und ein Kreuz aus schwerem Golde. Der hochwürdige Herr lachte zum Ausspruch seines Bruders, tätschelte ihm mit zwei Fingern die rauhbraune Wange und sprach:

»Na na, du bist immer noch der Alte. Glaubst du mir's, daß ich so arm bin, wie du? Dieses Kleid siehe, das deinen Augen Ärgernis gibt, es gehört nicht meiner Person, es gehört meiner Würde. Und das Stift gehört dem Orden. So viel erlaubt mir aber meine Armut, daß ich dich einlade, etliche Tage im Stifte zu bleiben und daß du dir gut sein lassest.«

»Du sagst etliche Tage! Und ich wollte als Laienbruder eintreten, die Kirche ausfegen jeden Tag oder die Glocken läuten, oder wozu ihr mich verwenden möget, daß ich dem Herrgott ein wohlgefälliger Knecht sein darf.«

»Tue dieser paar Tage gerade einmal, was dich freut, Bruder Gregor. Wie du doch unserem Vater ähnlich siehst, Gott habe ihn selig!«

Und der Alte antwortete: »Wenn du mägerer wärest, kunnt ich dasselbe auch von dir sagen. Unser armer Vater, gelt! Wie sich der hat plagen müssen und sich die Bissen absparen, daß er dich hat können in die Studie geben.«

»Laß es gut sein, Gregor, nach den ersten paar Jahren hat mich ja schon das Stift versorgt, so daß ich den Orden für meinen wahren Nährvater halten muß.«

»Immer einmal wirst wohl doch noch eine heilige Messe lesen für unseren Vater?«

»Wir beten für alle,« antwortete der Prälat.

Da deuchte es dem Gregor schier, daß im Stifte auf Blutsverwandtschaft wenig gegeben würde. Trotzdem genoß er die Gastfreundschaft so gut es anging. Zufrieden fand er sich nicht, es war ihm alles zu viel, zu gut, zu weltlich, was es da gab. Des Prälaten abgelegte Hosen und Stiefel, die er geschenkt bekommen, waren — von der vornehmen Art abgesehen — immer noch weit kostbarer als das schönste Ostersonntagsgewand, das er je auf der Niederalm getragen hatte. Desgleichen auch die Wäsche, in der so gar nichts von den härenen Hemden und stacheligen Gürteln zu spüren war, die nach seiner Heiligenlegende die Mönche gerne am Leibe gehabt.

Eine einzige Weltsorge hatte der alte Mann noch an sich, die ihn manchmal sehr beunruhigte. Als vor Jahren sein Weib gestorben, hatte sie auf dem Totenbette ihm ein Lederbeutelchen um den Hals gehangen mit der Bitte, daß er es am bloßen Leib trage und nur in höchster Not davon Gebrauch machen solle. Der Gregor versprach das, weil er der Meinung war, es sei ein Amulett darin. Erst später kam er darauf, daß im Lederbeutelchen fünf Dukaten enthalten waren, die das gute Weib dem unpraktischen Mann als Notpfennig hinterlassen hatte. Dieses Geld nun brannte ihn, erstens aus Besorgnis, daß es sündhaft sein könne, nebst dem beinernen Kreuzlein, das er an der Brust trug, auch Geld dort verborgen zu halten, und zweitens aus Angst, er könne die Dukaten — verlieren. Oft war er daran, diesen Mammon, der ihm so manche Unruhe machte, von sich zu werfen, aber es war ihm leid drum. Und das beunruhigte ihn noch mehr, weil es das Zeichen eines geldgierigen Herzens wäre.

Nicht ungern ging Gregor mit dem Pater Isidor, dem die Landwirtschaft anlag, über die Felder. Da standen an Wegen und Rainen Kreuzsäulen und Heiligenstatuen, vor denen der Gregor zwar nicht den Hut zog, weil er eben keinen auf seinem weißhaarigen Kopf hatte, wohl aber niederkniete, um ein paar Vaterunser zu beten. Pater Isidor achtete nicht darauf, sondern besah sich die herbstlichen Ackerfurchen, ob sie tief genug wären und Erdschmalz hätten, und wenn der Gregor ein Gespräch über die Himmelskönigin Maria anheben wollte, wies der Pater ihm froh gestimmt die weiten Kohlgärten und Rübenfelder. Der Gregor ärgerte sich darüber, hielt sich aber vor: Du hast kein Recht, es ihm zu verübeln, so lange du selbst noch am Gelde hängest.

Ein anderes Mal zog er mit dem Pater Hubert aus, der die Flinte auf der Achsel trug, auf dem Kopf den Federhut, und der die Forst- und Jagdangelegenheiten zu besorgen hatte. Als sie ins finstere Gebirge kamen, wo im tiefen Grund ein schwarzer See lag und zackige Schroffen in den hellen Himmel emporstanden, legte der Gregor seine Hände zusammen und sagte die Worte: »Wenn man's betrachtet! Die Allmacht Gottes!«

»Pst!« machte der Pater. »Sie müssen still sein. Dort im Lärchschachen — sehen Sie? Zwei Rehe! Ein altes und ein junges! Und ein — Gott verdamm' mich, hätte ich bald gesagt, wenn das kein Bock ist, dort hinter dem Fichtenbusch. Ah, sapperment!« Er riß die Flinte von der Schulter, durfte aber nicht schießen.

»Sie müssen dableiben bis zur Jagd!« sagte er zum Alten, »da sollen Sie einmal sehen, wie es purzelt! Da geht's lustig her!«

»Tun Ihnen die armen Tiere denn nit derbarmen?«

»Gott hat alle Kreatur erschaffen zur Freude und zum Nutzen des Menschen.«

Dachte sich der Gregor: An Gott denkt er halt doch. —

Dann suchte er weiter unter den Mönchen des Stiftes. Einen würde er doch finden, mit dem sich auch was Erbauliches reden ließe. Freundlich waren ja alle mit ihm, doch wenn er des Rosenkranzbetens erwähnte, sprachen sie vom Kugelschieben; wenn er der Wallfahrten gedachte, kamen sie auf Scheibenschießen und Fischfang, und wenn er über die Notwendigkeit des Bußwirkens sprach, meinten sie, das wäre brav von ihm, nur solle der Mensch die lieben Gottesgaben auch nicht verschmähen, und machten sich mit Behagen an den Krug. Freilich sah er, daß sie zu gewissen Tageszeiten auch beteten und Psalmen sangen, daß sie die Fasttage strenge einhielten, daß sie Almosen gaben. Ja, es war sogar ein Pater bestellt, der tat gar nichts anderes, als für die Armen zu sorgen, wie sie da dreimal in der Woche am Vormittag in der rückwärtigen Halle zusammenkamen. Da wollte auch der Gregor einmal sein Lederbeutelchen loslösen und dessen Inhalt den Armen auf die Hand schütten. Doch fiel ihm ein, so viel würde sie verderben, sie sind nur Kupferstücke gewohnt. Behielt seine Goldenen am Busen, war bekümmert sie zu besitzen und war bekümmert sie zu verlieren.

Eines Tages gegen die Vesperzeit geschah es, daß der Gregor einen Mönch wandeln sah entlang den Kreuzgang und hinabsteigen eine dunkle Treppe in unterirdische Räume. Da war am Ende so etwas wie Katakomben, in denen die ersten Christen ihre Zusammenkünfte und Gottesdienste gehalten, nachdem sie überirdisch ein scheinbar ganz weltliches Leben geführt hatten. Gregor schlich dem Mönche nach und kam in die Weinkeller. Der Mönch lud ihn ein, sich mit einem Krüglein das Herz zu stärken, was denn auch geschehen ist, so gründlich, daß der alte Hirte in den feuchten Dämmerungen herzhaft anhub zu jodeln, wie er es in früheren Zeiten auf der Niederalm getan hatte. Am nächsten Tage hatte er wieder Durst, und zwar nach Wasser. Er stellte sich im Garten zu dem rieselnden Brunnen und schaute ihm zu. Er lechzte nach Wasser, sah es immer an, trank aber nicht, und das war seine Buße für gestern. Dann geschah es, daß er glaubte, endlich auf dem Wege nach dem Rechten zu sein. Er hörte von dem großen Büchersaale und wollte nun auch einmal all die frommen Gebet- und Erbauungsbücher sehen, in denen die ehrwürdigen Brüder den gottseligen Geist aufbewahrt hätten. Er hatte nicht gedacht, daß es auf der Welt so viele Bücher gebe; der große Saal war über und über mit Büchern bestanden, man sah nicht ein handbreit Stück Wand. Ein paar fremde Herren waren da, denen der Mönch immer wieder Bücher und Schriften hervorholte und auf den Tisch legte. Gebetbuch war keins dabei, fast lauter alte weltliche Schriften und — wie es dem Gregor vorkam — sogar heidnische darunter. Einige vorhandene Bildwerke, die so herumlagen, zeigten geradezu entsetzliche Sachen in den offenen Tag hinein. Weil dem Alten unheimlich ward, so ging er hinaus. In einer Wegkapelle, wo das Volk vorüberzog, war die heilige Jungfrau, darunter die Darstellung der armen Seelen im Fegefeuer. Hier kniete der Gregor nieder und murmelte seine altgewohnten Gebete. Er betete um Bekehrung der Heiden; plötzlich kam ihm das an sich selber ganz abscheulich pharisäerhaft vor und er betete demütig um Demut. Das erleichterte seine Bange.

Am unbegreiflichsten war es schon im Speisesaal. Der Bruder des Prälaten sollte auch an der Tafel sitzen, wenn zwar weiter unten; allein die silbernen Schüsseln und die kristallenen Becher kamen auch zu ihm. Es wird halt heut ein Festtag sein, dachte er und ließ sich's nicht schlecht schmecken. Sein Beisitzer hatte ihm gesagt, daß auch Christus der Herr gerne Lammbraten gegessen und Wein getrunken habe. — Es ging mäßig ruhig und gemütlich dabei her.

Gerne saß er im kühlen und stillen Münster. Die Kirche war sehr groß und herrlich anzuschauen — aber zumeist ganz leer. Er saß in einem der schöngeschnitzten Chorstühle und betete stundenlang den Rosenkranz ab und konnte es nicht verstehen, daß die Mönche lieber weltlichen Freuden nachgingen, als hier im lieben Frieden zu sitzen und sich mit Gott zu unterhalten. Hatte er sich endlich müde gebetet, so nahm er den Besen oder den Fächel und fegte die schönen Steinbodentafeln, und staubte die Stühle ab, die Heiligenstatuen aus weißem Marmelstein, und scharrte das von den Kerzen abgetropfte Wachs zusammen und bat seinen Gott, er möge sich den armseligen Dienst gnädig gefallen lassen. In solchen Stunden war er am glücklichsten.

Da kam der Sonntag. Alles Volk strömte bei dem Geläute der Klosterglocken zusammen und füllte die weiten Kirchenräume. Die Mönche, ihrer dreizehn waren, kamen in kirchlichen Gewändern, der Prälat, eine wahre Würdegestalt, im Ornat von lauter Seide und Gold. An allen Kronleuchtern brannten die Kerzen, aus silbernen Rauchfässern qualmten die Schleier des Weihrauchs am Hochaltare empor bis zu den dunklen Spitzbogengewölben. Wie ein jubelnder Sturm, so brauste die Orgel, und der Gesang der Chorknaben klang wie das lieblichste Glockengeläute. Und als im Hochamte das Sanctus kam, da erhob der Prälat seine Stimme und sang hell und feierlich das hehre Lied zum Allmächtigen. — Der Gregor war außer sich vor Entzücken. Jetzt erst ging's ihm auf, was das heißt: Klosterleben, Priesterleben!

Darauf im Refektorium, als Seine Gnaden schon bei Tische saß, kniete der Gregor nieder und wollte dem hochwürdigen Bruder die Schuhe küssen. Der Prälat lachte ihn stark aus und sagte: »Vorhin haben wir Gott gelobt im Gebete und jetzt wollen wir ihn loben in seinen Gaben. Tue das deine, Gregor!« Was nun alles erschien, das mußte der beisitzende Mönch dem alten Hirten erklären: Einmal das Gläschen »Sherry«, das schließt Magen und Herz auf. Die Krebssuppe drauf, die weckt den Appetit auf. Dann der Hummer, der frißt Sorg' und Kummer. Dann beim Fleisch vom Rind das Essen eigentlich beginnt. Dann auf Schweinskopf und gebrat'ne Enten muß man auch noch Andacht verwenden. Von den Eier- und Mandelkuchen lassen wir uns auch gerne versuchen. Käse, Obst und Kaffee tut keinem Christenmenschen weh. Und Bier und Wein laß dir gesegnet sein. Endlich und schließlich ist ein feiner Rauchstengel alleweil der beste Friedensengel. — So lebhaft der Mönch seine Tafelsprüche belachte, so wenig zeigte der alte Hirte dafür Verständnis. Der hielt sich mehr an das Gemüse, obschon das gar nicht besungen wurde. Vom Glase hielt er — Erfahrungen beherzigend — sich fern. Nur als der Prälat ein feierliches Prosit ausbrachte auf das Kirchweihfest, das heute begangen wurde, trank auch der Gregor in Ehrerbietung seinen Becher aus. Die Festheiterkeit war in sangliche Tafellustigkeit übergegangen. Dann stand Bruder Isidor auf, klopfte ans Glas, erhob es, hielt eine frohe Rede von seinen Krautköpfen und Kartoffeln. Der Bruder Hubertus feierte mit vielem Humor die Rehböcke und Hirsche, die sich demnächst das Vergnügen machen würden, bei Seiner Gnaden Tafel die Aufwartung zu machen. Der Bruder Kellermeister erinnerte bei seiner Ansprache sogar an Luthers Wein, Weib und Wonnesang, bedauernd, daß die Klosterbuße nicht vollständig sei, weil von den drei W leider eins fehle.

Das helle Gelächter, das diese Rede entfesselte, wurde unterbrochen. Am anderen Ende der Tafel war der alte Hirtenbauer aufgestanden und hatte, wie es die Redner vor ihm getan, mit dem Messer an sein Glas geschlagen.

»Hört, hört! der Gregor!«

»Ja freilich,« sagte dieser in gemütlicher Art, »der alte Gregor will auch was sagen.« Erst lugte er ein Weilchen vor sich hin und dann begann er halb grollend und halb schmunzelnd mit einigem Stottern anfangs, dann immer geläufiger also zu sprechen: »Der alte Halter von der Alm hat zwar das Predigen nit gelernt, will euch aber doch eine Predigt halten. Nehmt Ihr's für Spaß, ist's mir recht, nehmt Ihr's für Ernst, ist's mir noch lieber. Ich will nur sagen: Was die hochwürdige Geistlichkeit auf dem Stift Hubertusbrunn für ein Leben führt, das ist ein recht lustiges Leben, ist aber wenig Christentum dabei. Mit Verlaub, ihr seid viel zu weltliche Herren! Wie wollt ihr denn in den Himmel kommen, wenn ihr schon drinnen seid? 's Hineinkommen ist nit mehr möglich, aber 's Hinauskommen ist möglich. Alltag leset ihr Zeitung, wie viel Jammer und Pein es gibt auf der Welt, und ihr lebt in Freud, als ob euch allmiteinand nix tät angehen. Und nachher — auweh, mich deucht, ihr seid mir schon bös'. Alsdann will ich gleich aufhören. Amen.«

Die Wirkung dieses Sermons war fürs Erste überlautes Gelächter. Doch soll es im Augenblicke einem der Festgenossen eingefallen sein: Bei diesen zwei Brüdern müsse es eine Verwechslung gegeben haben. Pater geworden sei der Unrechte! — Der Prälat, ob der rechte oder unrechte, hatte ein schier röteres Gesicht bekommen, als es sonst bei Tafelfreuden der Fall war. Er trommelte mit den Fingern, an deren einem der große Ring funkelte, auf den Tisch, die andere Hand spielte mit dem goldenen Kreuz, das ihm über der Brust hing. Dann schüttelte er ein paarmal den Kopf. In dieser Beklemmnis erhob sich der Pater Franziskus, der Bibliotheksverwalter war, gab das Zeichen, daß er sprechen wolle und begann in wohlgesetzten Worten — er war ja zugleich auch der Stiftsprediger — zu sprechen, wie folgt:

»Teure, ehrwürdige Patres und Fratres! Wir haben eben ein Beispiel erlebt, wie über einen der Geist kam, bei dem wir es nicht vermeint hätten. Vielleicht hat sich Gott der Stimme dieses einfachen Mannes deshalb bedient, um uns Ordenspriestern wieder einmal zu Gehör zu führen, wie die Welt über uns denkt. Wenn da draußen Leute wären, so möchte ich ein wenig zum Fenster hinaussprechen. Die draußen haben nämlich jetzt das Christentum entdeckt. Sie sagen, es sei eine Religion für die Welt, Christus selbst habe die Lebensfreuden geliebt, nur müsse man in Vertrauen und Liebe das Reich Gottes im Herzen haben. So sagen sie, ob sie das letzte tun, weiß ich nicht. Wenn ja, so bin ich damit einverstanden. Nun höret: Wenn wir Priester so leben, wie sie sagen, daß man solle, nämlich in der weltsinnlichen Gottfreudigkeit, dann heißt es gleich, es wäre unchristlich und wir sollten in Armut und Entsagung leben. Wenn wir's aber wirklich tun, wie ja gar viele Welt- und Ordenspriester in Armut und Entsagung leben müssen, hei, da nennen sie uns Mucker, Heuchler und Aszeten. Kurz, wir können machen was wir wollen, so ist es denen nicht recht. Anders ist es mit unserem lieben Gregor. Das ist die ehrliche Haut, die bloß zurückruft, was wir hingerufen haben. Wir, das heißt, viele von uns. Diese haben Aszese gepredigt, so verlangt der Mann, daß die Priester selbst das halten, was sie anderen predigen. Das ist ganz in Ordnung. Wir aber — und nun wende ich mich an unsern Freund Gregor — wir Ordenspriester im Stifte Hubertsbrunn predigen nicht Aszese, sondern Freude in Gott. Wem sie gegeben wird, der soll sie nehmen. Sie haben selbst gesagt, lieber Gregor, daß es in der Welt draußen viel Jammer und Pein gibt. Ist es ein Wunder, wenn mancher ins Kloster flüchtet, wo man im Vereine mit Gleichgesinnten seiner Seele lebt? Wir persönlich besitzen keine weltlichen Güter, aber wir verwalten mit Fleiß und Gewissenhaftigkeit die Güter des Ordens, die gestiftet worden sind, damit die Brüder im sorglosen Frieden des Herrn leben können, wie heute, so auch in Zukunft. Ebenso verwalten wir viele Wissenschaften, die durch Klöster aus alten Zeiten der Zukunft übermittelt werden. Wir pflegen die Künste und schmücken damit unser Gotteshaus, unsern Gottesdienst, erhöhen damit unsere Freude am Göttlichen, unsere Liebe zu Gott. So sind wir fern dem Unfrieden der Welt, sind eingefriedet ins Bereich, wo Lebensfreude und Gottseligkeit eins geworden sind. Das findet man nur im Kloster so, und nirgends anders. Und ich sehe die Zeit, da viele, des Streites und der Ungerechtigkeit da draußen übersatt geworden, die Klostermauern suchen werden. Vielleicht wird man ihrem Klosterleben einen anderen Namen geben, in der Tat wird es dasselbe sein, denn das Bedürfnis vieler Menschen nach Weltabgeschiedenheit und Frieden, nach harmlosem Lebensgenuß und nach Gottesfroheit wird nicht aussterben. Wenn sie, die weltlichen Leute da draußen, die Freiheit, die persönliche Freiheit so hoch halten, so wird man doch, wenn man will und kann, auch in das Kloster gehen und ein ruhiges beschauliches Leben führen dürfen? Unser Herrgott will nicht, daß der Mensch sich um Geld und Gut, um Lust und Ehre zu Tode hetze, er will auch nicht, daß einer Not leide, hungere, von anderen zertreten werde und zugrunde gehe, wie ein Wanderer bei den wilden Tieren in der Wüste. Denket doch an die übelriechenden Städte mit ihrem törichten Jagen; denket an die großen Fabriken, überfüllt mit Unzufriedenen und Mißgünstigen; denket an das kümmerliche, halbvertierte Leben in den Bauerndörfern — und betrachtet euch diese friedensvolle Stätte des heiligen Hubertus, von lachenden Tälern und grünen Bergen umgeben, und wie wir hier leben in trauter Gemeinschaft mit allen großen Geistern der Erde und der Himmel. So zu leben ist Gotteswille, und daß wir den Himmel schon auf Erden anfangen sollen. Eigentlich gerade das, was die draußen auch angeblich wollen. Also warum gönnen sie uns nicht den Klosterfrieden? Und auch unser Freund Gregor hat unrecht, wenn er meint, der Christenmensch sei auf der Welt zur Selbstqual, anstatt zum Glücklichsein. Er soll das eine sein lassen und das andere bei uns versuchen. Fröhlich leben und selig sterben, das muß dem Teufel die Freud' verderben. Amen.«

In fröhlichem Tone hatte der Pater also gesprochen, dann war er zum alten Hirtenbauer hingetreten, hatte ihm die Hand gekneipt, und er möchte die redlichen Worte nicht übelnehmen.

»Hau,« sagte der Gregor, »so schön kann ich freilich nit. Da muß ich schon still sein. 's wird eh wahr sein, was ihr gesagt habt. Für's Gutleben laßt sich der Mensch gerne überzeugen, ich bin ganz bekehrt. Jetzt bleib' ich im Kloster, bitt' schön, kleidet mich ein. Und weil ich schon der Ältere bin, komm' ich vielleicht bei der nächsten Prälatenwahl dran. Will gleich anheben und Lateinisch lernen, hi, hi.«

So war alles wieder ins Gemütliche übergegangen und als sie dann zur Vesper in die Kirche zogen, fand sich der Alte schon drein und während der Litanei dachte er, es wäre gescheiter gewesen, das Hirtenhaus auf der Niederalm dem Stifte Hubertsbrunn zu vermachen als dem groben Schwiegersohn, der sich mit seiner unfreiwilligen Elendigkeit doch nicht den Himmel, nur die Hölle kauft.

Von diesem Tage an gefiel es ihm im Stifte besser und er fand, daß eine solche Vereinigung irdischer Freuden und himmlischer Beseligung eigentlich recht annehmbar wäre. Beten und Bußwirken könne ja auch jeder noch ein übriges. Der Klostergehorsam, nächtlicherweile doch manchmal aus dem warmen Bette aufzustehen zur Gebetstunde, hatte für ihn einen besonderen Reiz. Leider wurde er nicht geweckt, weil er ja nicht zum Orden gehörte, sondern nur Gast war. Dafür kniete er, wieder bange geworden, sonst lange Stunden auf dem kalten Kirchenpflaster und bat Gott in flehenden Gebeten um den rechten Weg in den Himmel. Sei der Weg dornig oder blumig, nur gottgefällig sein, das war sein einziges Verlangen.

Da kam jene Nacht mit dem glühenden Atem Gottes. In einer Scheune war Feuer ausgebrochen und ein rasender Novembersturm hatte die brennenden Latten auf die Schindeldächer des Stiftsgebäudes gepeitscht. Die Flammen lohten nicht aufwärts, sondern gruben sich, vom Sturm geschärft, mit tausend Zungen pfeifend ins Gebäude ein, so daß nach kaum einer halben Stunde alle Fenster des weitläufigen Stiftes in weißem Lichte standen. Die Mönche huschten, nicht in ihrem priesterlichen Gewande, nur mit gekrümmten, schlecht verhüllten Körpern stumm oder angstvoll stöhnend durch die rauchigen, qualmenden Gänge, durch die Höfe, ins Freie; sie dachten nicht an die Güter, die verbrannten, sie dachten nicht an Gott — ihr Einziges und Alles war die Rettung des nackten Lebens. Am nächsten Morgen war die Stätte ausgebrannt und aus hundert kahlen, dachlosen Mauern und geschwärzten Löchern stieg träger Rauch auf. Die Kirche allein war verschont geblieben und in der waren die Mönche versammelt, klagend, weinend, fröstelnd und schaudernd. Etliche brüteten stumpf vor sich hin. Andere verbanden mit feuchten Lappen ihre Brandwunden, wobei ihnen der alte Gregor beistand. Einer war da, der Pater Hubertus, der schüttelte fortwährend den Kopf und war sehr nachdenklich. Er hatte sonst manchmal an die Stunde des Unglücks, an Todesnot gedacht, aber so hatte er sich's nicht gedacht, daß man dabei ganz an alle Gottheit vergessen könne! Man rief wohl im Schreck die heiligen Namen, ohne auch nur flüchtig an die Himmlischen zu denken. Nicht einmal die Todesangst war eine christliche. Der stumpfe Instinkt des Tieres allein waltet, jagt dich, rettet dich. Und da fiel es ihm ein: Mensch, in solchen Stunden bist du just so gottlos und hilflos wie das arme Tier des Waldes, das du so oft verfolgt hast! — Die Steinplatten der Kirche waren kalt und die Mönche hatten keine Decken, keine Kleider. Es kam der Hunger und sie hatten nichts zu essen. Ein Einziger war gefaßt. Auch dem Gregor war sein Bündel verbrannt, doch er fror nicht so sehr in seinem schlechten Nachtgewand, als die anderen, ihm tat der Hunger nicht so weh, ihn schüttelte die Verzweiflung nicht so arg, denn er hatte ja eigentlich nicht viel verloren. Er hatte nicht verloren die großen Vorratskammern, nicht verloren das heimliche Stübchen mit dem vergoldeten Marienbildnisse, nicht die fürstlichen Säle mit den Kunstwerken, nicht die Schriften der Weisen und der Dichter aller Zeiten. Da wollte er sagen zu den händeringenden Vätern und Brüdern: »Ihr habt ja doch wohl auch nix verloren, denn ihr habt ja nix besessen!« Aber er sagte es nicht, der Spott schien ihm zu herzlos. Umso eifriger wusch er die Brandwunden, deckte er die Fiebernden mit Stroh, machte Botengänge in die nächsten Ortschaften und tat, was er konnte. Sein Bruder, der Prälat, der auch nichts anderes hatte, als ein blaues Unterkleid, um sich zu schützen, der klopfte ihm einmal halb weinend auf die Achsel: »Bruder, jetzt bist du reicher und stärker als wir. Du bist das gewohnt, wir sind es nicht gewohnt. Und da wir's verloren und da wir jetzt nichts haben, deucht mich doch, es wäre unser Eigentum gewesen.«

»Deucht dich, Bruder?« antwortete der alte Gregor. »Mich deucht auch. Aber wenn euer Christentum das richtige ist, so müßt ihr auch in schlechten Zeiten feststehen.«

»Das werden wir auch, mein guter Gregor. Nur weh tut's, wenn's so plötzlich trifft. Das große Kreuz wird uns heilsam sein, wir wollen beten und uns kasteien.«

Bald merkte es der alte Hirtenbauer, wie das gemeint war mit dem Beten und Kasteien. Wie Ameisen am zerstörten Haufen, so begannen die Mönche zu arbeiten, jeder in seiner Art. Was der Brand übrig gelassen, sie rafften es zusammen und bargen es; mehr war's, als man erwartet. Bauleute wurden herbeigezogen, anfangs für den Notbau, später für die Wiederaufrichtung des Stiftes, das allmählich aus seiner Asche herrlicher erstand. Wie Wunderbrunnen, so flossen die Hilfsquellen von allen Seiten, besonders von dem in der Welt weit verzweigten Orden. Die Mönche waren ohne Rast. Sie nahmen fürlieb mit spärlichster Kost; mancher brachte seinen heimlichen Pfennig herbei und gab ihn dem entstehenden Vaterhause. Der unermüdlichste und froheste aller Arbeiter war der alte Gregor. Jetzt konnte er nach Herzenswunsch »bußwirken«, nämlich Hand anlegen zum Wiederaufbau des Reiches Gottes. Nicht wie einst handelte es sich um eine melkende Kuh oder um einen fetten Ochsen, es handelte sich um eine Friedensstatt auf Erden. Brauchen ließ er sich überall, beim Steinegraben, beim Ziegeltragen, beim Karrnen und Zimmern und bei viel schlechteren Verrichtungen. Als sich niemand finden wollte, der auf den Dachgiebel das dreifache Kreuz trüge, gab er sich dazu her. Er sei in der Jugend auf allen hohen Bäumen der Niederalm umhergeklettert; fehle ihm jetzt gleichwohl die Eichhörnchengelenkigkeit, so werde doch der Schutzengel seine Schuldigkeit tun. An Nahrung und Verpflegung war er ganz anspruchslos. Lohn nahm er überhaupt keinen, sondern sagte, bei den Bauern sei der Brauch, daß die Kinder des Hauses umsonst arbeiteten.

Der Prälat war schon lange wieder wohlgemut geworden, und so sagte er nun lachend einmal zu seinem Bruder: »Aber Gregor, wenn du immer so fleißig gewesen wärest, so müßtest du ein reicher Mann sein!«

»Reich! Reich!« antwortete der Alte. »So ein schlecht Wort sollten Gnaden Herr Bruder nit im Mund haben!«

Freilich hatte der Gregor ein heimliches Glück im Herzen, von dem er niemandem was sagte. Er war seines nagenden Kummers losgeworden. Das Ledersäckchen war ihm beim Brande abhanden gekommen, die fünf Dukaten verbrannt. Jetzt brauchte er sich nicht mehr zu fürchten, sie könnten seiner Seele schaden, sich nicht zu ängstigen, er könnte sie verlieren. Sie hatten seiner Seele geschadet, nun erst merkte er es recht. Nun war er frei. Alle Existenzsorgen hatte ihm ja der hochwürdigste Bruder abgenommen: »Du gehörst unserem Orden, Bruder Gregor, und daß du nicht Latein kannst, je nun! Du bist halt ein Wildling. Ein Wildling Christi. Ich meine, man könnte dich trotzdem weihen.«

»Ich dank' dafür,« antwortete der Alte. »Bin einer Last glücklich los, will keine andere mehr haben. Wenn mir Gott zur Armut noch die Demut schenkt, dann bin ich aus dem Gröbsten heraußen.« —

Nach fünf Jahren stand das neue Stiftsgebäude fertig und in hohem Glanze da. Jeder der dreizehn Mönche hatte es erlebt, nicht einmal der dreizehnte war gestorben. Einer von ihnen gestand, seit dem Unglücke fühle er sich ein wenig besser und stärker, er habe gelernt, etwas zu ertragen. Man stimmte ihm bei. Nur den Prälaten hatten die Sorgen der Wiedererrichtung alt und kränklich gemacht. Er erklärte, seine Würde und Bürde ablegen zu wollen. Alles war unschlüssig, ratlos darüber und mancher der Brüder verwahrte sich schon vorwegs gegen die Möglichkeit, Abt zu werden. Jeder wollte der Unwürdigste sein, vielleicht heimlich erwägend, daß gerade der erhöht werde, der sich selbst erniedrige. Bei der Wahleinleitung für seinen Nachfolger erzählte der Prälat die Geschichte von der Taube. Einmal bei einer Papstwahl zu Rom — bei welcher, das wußte er nicht genau — hätten die Kardinäle sich nicht einigen können. Da sei zum Fenster eine weiße Taube hereingeflogen, sei dreimal über den Köpfen der Versammelten herumgeflogen und habe sich dann auf das Haupt des Geringsten gesetzt, des Türhüters an der Pforte. Der sei auf diesen Wink Gottes zum Papste gewählt worden. »Und meine hochwürdigen Brüder,« so schloß der Prälat, »wenn heute auf dem Stifte Hubertusbrunn der heilige Geist in Gestalt einer Taube käme, um uns die Wahl des Oberen anzudeuten, auf wessen Haupt würde er sich setzen?«

Die Brüder neigten sich und einer flüsterte dem andern zu: »Vielleicht gar auf das Haupt Gregors?«