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Sprachbilder nach bestimmten Sprachregeln / Ein einfaches und praktisches Hilfsbuch für den deutschen Sprachunterricht in der Volksschule cover

Sprachbilder nach bestimmten Sprachregeln / Ein einfaches und praktisches Hilfsbuch für den deutschen Sprachunterricht in der Volksschule

Chapter 86: Das Empfindungswort.
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About This Book

A practical handbook for elementary German instruction compiles numerous short original reading pieces, each designed to exemplify a particular grammatical rule and to serve as material for analysis and stylistic exercises. It favors a reading-based method over rote rule memorization, lays out a clear, stepwise progression from the simplest sentence to more complex constructions, and offers abundant material across word classes and sentence types. The collection gives teachers flexible, classroom-ready texts and staged objectives for each grade level, aiming to make grammar lessons concrete and pedagogically efficient.

Das Empfindungswort.

72. Ein Spaziergang.

Arthur und Emilie gingen an einem Waldrande spazieren. „Ei!“ rief Arthur plötzlich aus, indem er sich bückte, „ein Graspferd! ein Graspferd!“

Pfui!“ erwiderte Emilie, „das häßliche Thier!“

Ei, ei! Emilie“, tadelte Arthur, „so darf man nicht sagen. O, auch die Graspferde sind schön in ihrer Art. Hopp! hopp! Sieh nur, was es für große Sätze machen kann! O weh! Jetzt hüpfte es in einen Wassergraben! Ach, das arme Thier! Es wird ertrinken müssen! Ist es mir doch, als riefe es mir zu Hilfe! Hilfe! — Ha! ich muß sein Retter werden!“

Arthur langte in den Graben hinab und packte das Thier an. In demselben Augenblicke aber schrie er auch: „Au! au!“ und ließ es auf die Erde fallen.

„Was schreist Du denn so?“ fragte Emilie schnell.

„Abscheulich!“ versetzte Arthur. „Das Heupferd hat mich in den Finger gezwickt.“

„Hahaha!“ lachte da Emilie hell auf. „Aetsch! Nun hast Du doch etwas von Deinem allerliebsten Thierchen!“

„Ssssst! Schwesterchen“, entgegnete Arthur, mit dem Finger drohend, „nicht schadenfroh sein!“

Beide Geschwister gingen jetzt weiter. Bald darauf vernahmen sie hinter sich her die Rufe: „Heda! Bst! Bst!“ Als sie sich umsahen, erblickten sie vier bekannte Knaben, die an dem Spaziergange theilnehmen wollten.

„Hurrah!“ rief Arthur begeistert aus, „nun wird es hübsch! Jetzt können wir Soldaten spielen.“

„Und ich?“ fragte Emilie bedeutungsvoll.

„Hm!“ erwiderte Arthur nachdenklich. „Nun ja, das hatte ich mir freilich nicht überlegt, daß Du Dich auf das Exerciren nicht verstehst. Also rrrr! ein anderes Spiel!“

Nachdem die Kinderschaar Haschekater, Blindekuh u. dergl. m. gespielt hatte, trat sie den Heimweg an. Eben überschritten die Kinder eine Stoppel. Da auf einmal ging’s „brrr!“ und ein Volk Rebhühner flog vor ihnen auf.

„Hoho! Bin ich doch erschrocken!“ versetzte einer der Knaben. Arthur aber sagte: „Ei, hätten wir doch jetzt Flinten! Da sollte es aber gehen: Piff, paff! puff! und kein einziges Rebhuhn dürfte davonkommen. Heisa! wie würden sich unsere Mütter freuen, wenn wir solche Braten mit nach Hause brächten!“

Arthur wollte noch weiter reden, da aber kam ein Graben und — pardauz! lag er darin, so lang er war. Natürlich gab das ein gewaltiges Gelächter.

Unter dem Gesang des Liedes: „Tra ri ra! sind die Jäger da“ etc. kehrten endlich die Knaben fröhlich heim.