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Sprachbilder nach bestimmten Sprachregeln / Ein einfaches und praktisches Hilfsbuch für den deutschen Sprachunterricht in der Volksschule cover

Sprachbilder nach bestimmten Sprachregeln / Ein einfaches und praktisches Hilfsbuch für den deutschen Sprachunterricht in der Volksschule

Chapter 88: B. Satzlehre.
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About This Book

A practical handbook for elementary German instruction compiles numerous short original reading pieces, each designed to exemplify a particular grammatical rule and to serve as material for analysis and stylistic exercises. It favors a reading-based method over rote rule memorization, lays out a clear, stepwise progression from the simplest sentence to more complex constructions, and offers abundant material across word classes and sentence types. The collection gives teachers flexible, classroom-ready texts and staged objectives for each grade level, aiming to make grammar lessons concrete and pedagogically efficient.

B. Satzlehre.

73. Das Gewitter.

(Satzarten.)

Einfacher Satz.
Der Blitz zuckte.
Erweiterter einfacher Satz.
Ein langer Donner grollte unter dem dunklen Himmel dahin.
Zusammengezogener Satz.
Menschen und Thiere suchten ein baldiges Unterkommen.
Zusammengesetzter Satz.
Die Schnitter eilten in ihre Hütten und die Heerde hüpfte nach dem schirmenden Stalle.
Satzgefüge.
Ein warmer Regen, welcher längst erwünscht war, tränkte später das durstige Erdreich.

74. Ursache und Folge.

(Desgleichen.)

Einfacher Satz.
Der Herbst war da. Die Früchte reiften. Die Aepfel glänzten. Die Pflaumen winkten.
Erweiterter einfacher Satz.
Der liebe Gott hatte die Gärten reich gesegnet. Manche Aeste konnten ihre Last kaum tragen. Sie mußten mit starken Pfählen gestützt werden. Und dennoch neigten sich ihre äußersten Zweige fast bis zur Erde herab.
Zusammengezogener Satz.
Eines Tages gingen Emil und Otto in ihren Obstgarten. Beide jubelten und jauchzten. Sie durften und sollten sich an den Aepfeln und Birnen gütlich thun. Vater und Mutter hatten es ihnen erlaubt. Dieser Genuß sollte sowohl eine Belohnung als auch eine Erquickung für sie sein.
 
Emil eilte sofort auf einen Pflaumenbaum los und Otto kletterte auf einen Apfelbaum. Emil war bald gesättigt, Otto aber schien gar nicht genug bekommen zu können. Jener befleißigte sich überhaupt stets der Mäßigkeit, denn er ehrte das Gebot der Eltern.
 
Otto, welcher eben zu viel Aepfel aß, fühlte sehr bald die üblen Folgen. Das, was ihm ein Genuß gewesen war, bereitete ihm jetzt die bittersten Schmerzen. Ehe noch der Tag zu Ende ging, lag er jammernd und seufzend im Bette. Ihm wurde nun klar, das die Unmäßigkeit sich selbst bestraft. Der Apfelbaum, sagte er wiederholt, soll mir eine Warnungstafel bleiben, so lange ich lebe.